Deutscher Braunkohlen-Industrie-Verein - LinkFang.de





Deutscher Braunkohlen-Industrie-Verein


Deutscher Braunkohlen-Industrie-Verein
(DEBRIV)
Zweck: Branchenverband der Braunkohlenindustrie
Vorsitz: Johannes Lambertz
Gründungsdatum: 12. Mai 1885 in Halle (Saale)
Sitz: Köln[1] / Berlin
Website: www.braunkohle.de

Der Deutsche Braunkohlen-Industrie-Verein (abgekürzt DEBRIV, kurz auch Bundesverband Braunkohle genannt) ist der Branchenverband der deutschen Braunkohlenwirtschaft.

Der Verband wurde 1885 in Halle (Saale) gegründet. Ehemals lag der Schwerpunkt im Bereich der Mitteldeutschen Braunkohleindustrie; heute vertritt der DEBRIV alle großen deutschen Braunkohlereviere (Mitteldeutsches, Rheinisches, Lausitzer und Helmstedter Revier).[2]

Der DEBRIV vertritt die Interessen der Unternehmen, die in Deutschland Braunkohle gewinnen oder verarbeiten sowie Unternehmen und Organisationen, die mit der Rekultivierung der Tagebaue befasst sind oder als Anlagenbauer, Zulieferer oder sonstwie mit der Braunkohlenindustrie verbunden sind. Zu den ordentlichen Mitgliedern zählen unter anderem Vattenfall Europe, RWE, E.ON, LMBV, MIBRAG und Romonta.

Neben Erfahrungsaustausch und Interessenvertretung betreibt der Verband Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, stellt technische Sachverständige und unterstützt die Forschung und Fachausbildung im Bereich der Braunkohle.[1]

Ziel des DEBRIV ist es z.B. Klimaschutzmaßnahmen zu delegitimieren, die das Geschäftsmodell der Braunkohleindustrie bedrohen. Unter anderem warnt der Verband vor den aus seiner Sicht hohen Kosten eines Kohleausstieges.[3] Laut Informationen von ARD-Magazins Plusminus und Lobbycontrol nutzt der Verband auch Astroturfing-Kampagnen für seine PR-Arbeit. So bestünden z.B. enge personelle, organisatorische und inhaltliche Gemeinsamkeiten mit der sich als unabhängig darstellenden Bürgerinitiative Unser Revier – Unsere Zukunft – An Rur und Erft, DEBRIV und RWE. Daneben teilten sich die Bürgerinitiative, der DEBRIV sowie der Ring Deutscher Bergingenieure das gleiche Postfach; auch die Internetsite der Bürgerinitiative sei auf die Adresse von DEBRIV und den Bezirksverein Rheinische Braunkohle registriert.[4][5]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Informationen zum DEBRIV. Auf: braunkohle.de
  2. Uwe Maaßen: Neuer DEBRIV-Vorsitzender Johannes Lambertz: Flexibler und effizienter Einsatz soll Zukunft der Braunkohle sichern; Braunkohlentag feiert Verbandsgründung vor 125 Jahren in Halle – Ehrgeizige Ziele. Pressemitteilung des DEBRIV vom 6. Mai 2010
  3. Inga Schlichting: Framing-Strategien in der Klimakommunikation von Industrieakteuren. In: Irene Neverla, Mike S. Schäfer (Hrsg.), Das Medien-Klima Fragen und Befunde der kommunikationswissenschaftlichen Klimaforschung, Wiesbaden 2012, S. 47-68, insb. S. 55.
  4. Unser Revier: die Bürgerinitiative und die Braunkohlelobby . Internetseite von Lobbycontrol. Abgerufen am 12. Mai 2016.
  5. Video: Lobbyismus - Wie die Industrie Bürgerinitiativen benutzt . Internetseite von Plusminus. Abgerufen am 12. Mai 2016.

Kategorien: Organisation (Halle (Saale)) | Organisation (Bergbau) | Verein (Köln) | Energiewirtschaftsverband (Deutschland) | Braunkohlebergbau (Deutschland) | Gegründet 1885 | Verein (Bundesverband)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher Braunkohlen-Industrie-Verein (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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