Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus - LinkFang.de





Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus


Die „Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus“ (kurz D.O.N.A.L.D.) ist eine donaldistische Vereinigung von Fans der Comic-Familie Duck des amerikanischen Zeichners Carl Barks. Die Vereinigung wurde 1977 in Hamburg von Hans von Storch gegründet und hat weltweit etwa 1000 Mitglieder, überwiegend aus deutschsprachigen Ländern (Stand: Dezember 2015).

Inhalte

Die D.O.N.A.L.D. befasst sich mit der Erforschung der Familie Duck und des Entenhausener Universums (bzw. der diesbezüglich überlieferten Quellen und Berichte) in jeglicher Hinsicht. Bisher wurde unter anderem bereits über viele natur- und geisteswissenschaftliche Themen geforscht. Des Weiteren wurde auf Grundlage der Geschichten ein Stadtplan von Entenhausen erstellt, der im Jahr 2008 präsentiert wurde.

Die Forschung beschränkt sich dabei hauptsächlich auf die Donald-Duck-Geschichten des amerikanischen Zeichners Carl Barks, die von Erika Fuchs ins Deutsche übersetzt wurden. Geschichten von anderen Zeichnern werden dagegen weitgehend ignoriert. Durch diese Einschränkung ergibt sich ein in sich geschlossenes Forschungsgebiet, das nur von wenigen Donaldisten verlassen wird.

Die Organisation vergibt den Professor-Püstele-Preis zur Förderung des donaldischen Nachwuchses. Auf dem 39. Kongress am 12. März 2016 in Köln wurde er an Susanne Luber vergeben.

Struktur

Das Organisationsleben findet weitgehend auf den drei jährlichen Veranstaltungen statt: dem Kongress, dem Mairennen und der Zwischenzeremonie. Auf dem Kongress werden die neusten Forschungsergebnisse in Vorträgen präsentiert, während die anderen Zeremonien dem empirischen Donaldismus dienen, sei es in Form eines Wettbewerbs (Mairennen) oder einer (Zwischen-)Zeremonie. Bei diesen Gelegenheiten werden Situationen aus Entenhausen nachempfunden, wie sie von Barks und Fuchs überliefert wurden, beispielsweise bei einem Brückenbauwettbewerb, einer Pfadfinderzeremonie oder bei der Vorführung von Theaterstücken, die sich an Entenhausen orientieren.

Die Hymne der organisierten Donaldisten ist das Lied vom „rührseligen Cowboy“. Es soll das einzige Lied sein, dass die Figur Donald Duck komponiert hat. Zu Beginn eines jeden Kongresses wird es von den Teilnehmen intoniert. Anstelle des an anderen Orten üblichen profanen Beifalls wird laut in den Saal gerufen: Klatsch, klatsch, klatsch.[1]

Das Zentralorgan ist die nichtkommerzielle Zeitschrift Der Donaldist, die unregelmäßig einige Male im Jahr erscheint. Darüber hinaus erscheinen noch unregelmäßiger Sonderhefte (ausführliche Sonderthemen oder donaldische Kalender).

Die Vereins-Kalender umfassen in der Regel das sogenannte „Donaldische Jahr“, das vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des Folgejahres läuft. Dieses donaldische Jahr rührt aus der Anfangszeit des D.O.N.A.L.D.-Kalenders, als dieser noch vornehmlich auf den Kongressen angeboten wurde, und ein Kalender, der schon zu einem Viertel abgelaufen ist und auch nicht bis zum nächsten Kongress reicht, wurde vom damaligen Ersteller als unsinnig angesehen. Durch diesen Kunstgriff wird gleichzeitig noch einmal die Nichtkommerzialität unterstrichen, da Außenstehende mit einem solchen Kalender wenig anfangen können.

Andere Organisationen

Neben der D.O.N.A.L.D. existieren in Europa auch die Nationella Ankistförbundet i Sverige (kvack) (NAFS(k)) in Schweden sowie in Dänemark die Dansk Donaldist-Forening (RAP) (DDF(R)). In den USA gibt es darüber hinaus den Carl Barks Fan Club mit ähnlichen Zielen.

Ehrenmitglieder

  • 1. Carl Barks
  • 2. Erika Fuchs
  • 3. Hans von Storch
  • 4. Die Rhein-Ruhr-EntEntE
  • 5. Volker Reiche
  • 6. Klaus Spillmann
  • 7. Hans-Dieter Heilmann
  • 8. Ernst Horst
  • 9. Bruno Sprenger
  • 10. Jan Gulbransson, Ulrich Schröder und Jörg Drühl (je 1/3 Ehrenmitglied)
  • 11. Oskar Gerstner
  • 12. Dorit Kinkel
  • 13. Die Seeschlange
  • 14. Dr. Gangolf und Mr. Seitz (je 1/2 Ehrenmitglied)
  • 15. Boemund von Hunoltstein
  • 16. Don Rosa
  • 17. Andreas Platthaus
  • 18. Jürgen Wollina
  • 19. Christian Pfeiler

Bekannte Donaldisten

Deutschlandweit bekannt als aktive Donaldisten wurden die beiden FAZ-Feuilletonisten Patrick Bahners und Andreas Platthaus dadurch, dass sie zeitweise Zitate aus den Duck-Übersetzungen von Erika Fuchs als Überschriften des FAZ-Feuilletons verwendeten.[2]

Literatur

  • Klaus Bohn: Das Erika Fuchs Buch. Disneys Übersetzerin von Donald Duck und Micky Maus: ein modernes Mosaik. Lüneburg 1996 ISBN 3-929746-10-7
  • Grobian Gans: Die Ducks – Psychogramm einer Sippe. Reinbek bei Hamburg 1970
  • Henner Löffler: Wie Enten hausen. Die Ducks von A bis Z. Beck, München 2004, ISBN 3-406-51608-4
  • Jürgen Wollina: Reiseführer Entenhausen mit Stadtplan: Die schönsten Sehenswürdigkeiten. Ehapa-Comic-Collection, Köln 2010, ISBN 978-3-7704-3386-5

Weblinks

Einzelnachweise

  1. dpa: Entenhausen als Wissenschaft In: General-Anzeiger (Bonn), 21. März 2016.
  2. Prickelwasser Entenwein. In: Prickelwasser Entenwein. In: Der Spiegel. Nr. 17, 2000, S. 270 (online ).

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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