Dettingen an der Iller - LinkFang.de





Dettingen an der Iller


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: BiberachVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 545 m ü. NHN
Fläche: 11,14 km²
Einwohner: 2317 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 208 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88451
Vorwahl: 07354
Kfz-Kennzeichen: BC
Gemeindeschlüssel: 08 4 26 031
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Oberdettinger Str. 16
88451 Dettingen an der Iller
Webpräsenz: www.dettingen-iller.de
Bürgermeister: Alois Ruf
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Dettingen an der Iller ist eine Gemeinde im östlichen Landkreis Biberach in Oberschwaben.

Geographie

Im Osten grenzt die Gemeinde an den Freistaat Bayern. Der etwa 4 km lange Grenzverlauf ist deckungsgleich mit dem damaligen linken Ufer des noch unkorrigierten Laufs der Iller im Jahr 1852.

Gemeindegliederung

Zu Dettingen gehören die Ortsteile Kleinkellmünz, Buchau und Hammerschmiede sowie die Wohnplätze Illerkraftwerk, Venusmühle und Geiwiz.

Geschichte

Erste schriftliche Spuren finden wir von Dettingen bereits im Jahre 799, wo ein Edler, Namens Adalmann dem Kloster St. Gallen Güter zu Tantingen verehrt hat. Ob es Dettingen an der Iller ist, kann nicht sicher gesagt werden. Sodann schenkte 876 Egino demselben Kloster St. Gallen Güter und Leute zu Tetinga. Diese Urkunde gilt als erste sichere Erwähnung. Der Name Dettingen lässt sich durch die Endung -ingen auf eine alemmanische Gründung eines Edlen namens Tetto oder "Tato" zurückführen. Dettingen besaß auch einen eigenen Dorfadel, vermutet durch die langjährige Zugehörigkeit zu Kellmünz. Sie könnten Ministeriale der Grafen zu Kellmünz gewesen sein. Die Bezeichnung Thädingen für Ober- und Unterdettingen taucht 1165/66 auch auf, als Welf VII. Kellmünz, Filzingen, Unterroth, Weiler und beide Dettingen niederbrennen ließ. Wo sich aber die Burg der Herren zu Dettingen befand, ist nicht nachgewiesen bzw. überliefert.

Vom 11. Jahrhundert bis zum Reichsdeputationshauptschluss Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Herrschaft Kellmünz an der Iller.

1806 fiel Dettingen zunächst an das Königreich Bayern, um bereits 1810 zum Königreich Württemberg zu wechseln.

Weltkriege

Im Ersten Weltkrieg fielen 48 Männer und sieben blieben vermisst. Aus dem Zweiten Weltkrieg kamen 56 Soldaten nicht mehr zurück und 27 sind bis heute vermisst. Am 18. April 1945 gegen 13:50 Uhr warfen amerikanische Flugzeuge Bomben auf Unterdettingen. Dabei kamen sechs Einwohner, fünf Evakuierte, ein polnischer Landarbeiter, ein italienischer Landarbeiter und fünf Soldaten einer Eisenbahnpioniereinheit um ihr Leben.

Bei den Einwohnern des Ortes, die ihr Leben lassen mussten, handelte es sich um drei Bauern auf dem Weg zur Feldbestellung und zwei Frauen, die in ihren Häusern getroffen wurden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Dettingen ist durch die Bundesautobahn 7 gut an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Die nächsten Flughäfen befinden sich in Memmingen, Stuttgart und München.

Ansässige Unternehmen

Die Discounterkette Norma betreibt in Dettingen ein zentrales Auslieferungslager. Zudem besitzt Dettingen noch ein Zentrales Warenlager der Discounterkette Lidl.[2]

Bildungseinrichtungen

Dettingen verfügt über eine eigene Grund- und Hauptschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Dorfmuseum mit Backhaus und einer funktionstüchtigen Schmiede

Bauwerke

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Ludwig Baur (1871–1943), geboren in Oberdettingen, Professor für katholische Theologie, Landtagsabgeordneter

Literatur

  • Krezdorn, Siegfried, 1100 [Elfhundert] Jahre Dettingen an der Iller : vom reichsritterschaftl. Bauerndorf zur modernen Landgemeinde, Aufnahmen von Joachim Feist, Hrsg. von d. Gemeinde Dettingen an d. Iller, 1976
  • Eggmann, Ferdinand, Die Geschichte des Illerthales. J. F. Ling, Ulm 1862

Weblinks

 Commons: Dettingen an der Iller  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Dettingen in der Beschreibung des Oberamts Biberach von 1837 – Quellen und Volltexte
  • Offizielle Website
  • Johann Daniel Georg von Memminger: Beschreibung des Oberamts Biberach. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1837 (Volltext bei Wikisource)

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Lidl baut Logistikzentrum in Dettingen. Gemeinde Dettingen, 3. Dezember 2014, abgerufen am 15. Juni 2016.

Kategorien: Dettingen an der Iller | Gemeinde in Baden-Württemberg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dettingen an der Iller (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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