Derschen - LinkFang.de





Derschen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Herdorf-Daaden
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 7,1 km²
Einwohner: 1023 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57520
Vorwahl: 02743
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 019
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 4
57567 Daaden
Webpräsenz: www.daaden.de
Ortsbürgermeister: Chris Kevin Lichtenthäler
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Derschen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Herdorf-Daaden an.

Geographie

Derschen liegt auf einer Höhe zwischen 400 und 450 Meter über NN. Südlich von Derschen entspringt der Derscher Bach, der bei Steinches Mühle in die Daade mündet. Im Süden liegt die Friedewalder Höhe, im Norden der Brachenberg und im Westen der Schimmerich.

Nachbarorte von Derschen sind Daaden im Norden, Mauden und Emmerzhausen im Osten, Nisterberg im Süden und Friedewald im Westen.

Geschichte

Der Ort Derschen wurde erstmals im Jahre 1230 urkundlich erwähnt, als ein Konrad von Dersin als Urkundszeuge in einem Streitverfahren auftritt. Derschen gehörte zum Kirchspiel Daaden in der Grafschaft Sayn und seit dem 17. Jahrhundert zu Sayn-Altenkirchen.

Im Jahr 1741 wird die „Alte Schule“ in der Mitte des Ortes erbaut. 1758 wurde der Südflügel angebaut. 1808 besteht der Ort aus 51 Häusern.

Von 1803 an gehörte Derschen zum Fürstentum Nassau-Usingen, von 1806 bis 1815 zum Herzogtum Nassau. Infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses und eines Vertrages mit Nassau kam das Gebiet der ehemaligen Grafschaft Sayn-Altenkirchen 1815 an das Königreich Preußen. Unter der preußischen Verwaltung wurde Derschen der Bürgermeisterei Daaden im Kreis Altenkirchen im Regierungsbezirk Koblenz zugeordnet.

Am 27. März 1945 erreichten die Amerikaner den Ort. Kriegsschäden hatte Derschen keine zu verzeichnen, dafür fielen 34 Männer im Krieg.

Aufgrund der Mitte der 1960er Jahre begonnenen rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform gehört Derschen seit dem 1. Oktober 1968 der gleichzeitig neu gebildeten Verbandsgemeinde Daaden an.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Derschen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 312
1835 389
1871 402
1905 491
1939 651
1950 667
Jahr Einwohner
1961 832
1970 962
1987 943
1997 1.136
2005 1.132
2014 1.023

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Derschen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Weit über die Ortsgrenzen bekannt ist Derschen wegen des Naturschutzgebiets Derscher Geschwämm, einer der letzten Hochmoorflächen in Rheinland-Pfalz. Die Derscher Geschwämm liegen auf dem Gebiet des Truppenübungsplatzes Stegskopf.

Am Daadebach liegt die Steinchesmühle, deren Ursprünge vor 1610 liegen.[4] Sie soll kurzzeitig als Unterschlupf des Schinderhannes gedient haben.[5]

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Derschen  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Vgl. Marc Rosenkranz: Steinches Mühle wurde vor 400 Jahre erstmals urkundlich erwähnt, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 53 (2009), S. 72-73. Zur geschichtlichen Entwicklung der Mühlen in der Grafschaft Sayn vgl. Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 59 (2016), S. 219-237.
  5. Darstellung von Derschen im Wanderatlas Deutschland

Kategorien: Ort im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) | Derschen | Gemeinde in Rheinland-Pfalz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Derschen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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