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Denkingen


Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Denkingen im Landkreis Tuttlingen, zum gleichnamigen Stadtteil in Pfullendorf siehe Denkingen (Pfullendorf).
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: TuttlingenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 687 m ü. NHN
Fläche: 15,02 km²
Einwohner: 2533 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 169 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 78588,
78554 (Erlenmühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07424
Kfz-Kennzeichen: TUT
Gemeindeschlüssel: 08 3 27 010
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 46
78588 Denkingen
Webpräsenz: www.denkingen.de
Bürgermeister: Rudolf Wuhrer
}

Denkingen ist eine Gemeinde im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg.

Geographie

Geographische Lage

Denkingen liegt auf einer Geländestufe zwischen Großem Heuberg und Baar am Fuße des Klippenecks. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von 610 m ü. NN im Primtal bis zum 1002 Meter hohen Hummelsberg.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden an Gosheim, im Osten an Böttingen, im Süden an die Stadt Spaichingen und im Westen an Aldingen und Frittlingen.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Denkingen gehören das Dorf Denkingen und die Häuser Erlenmühle und Klippeneck. Im Gemeindegebiet liegen die abgegangenen Ortschaften Berghof, Hinterhausen, Ipspoche, Niederhofen und Riedheim.[2]

Geschichte

Das relativ ebene Gelände zwischen dem Primtal und dem Steilabfall der Schwäbischen Alb war schon früh bewohnt. Römer und Alemannen siedelten hier, wie Bodenfunde und Grabstätten belegen.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Denkingen am 10. Oktober 818 in einer Schenkungsurkunde eines gewissen Theotmar von Grundstücken im Dorf Thanchinga zu seiner und seiner Gattin Seelenheil an das Kloster St. Gallen. Verschiedene geistliche und weltliche Herrschaften hatten Besitz am Ort. 1381 kam das Dorf zu Vorderösterreich und blieb dort, bis es 1805 württembergisch wurde.

Politik

Der Gemeinderat der Gemeinde Denkingen besteht aus zwölf Mitgliedern. Parteien sind im Denkinger Gemeinderat nicht vertreten. Seit 1983 ist Rudolf Wuhrer Bürgermeister der Gemeinde. Die Gemeinde ist Mitglied der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Spaichingen.

Rudolf Wuhrer wurde bei der Bürgermeisterwahl am 28. Juni 2015 mit 52,5 % der Stimmen wiedergewählt, seine Herausforderin Manuela Raichle erreichte 47,4 %. Nach einer Wahlanfechtung ordnete das Landratsamt Tuttlingen eine Wiederholung der Wahl an, da Mitglieder des Wahlausschusses entgegen der gebotenen Unparteilichkeit Wahlkampf für den Amtsinhaber gemacht hatten.[3] Bei der Wiederholungswahl am 6. Dezember 2015 konnte sich Wuhrer mit 53,6 % der Stimmen gegen Raichle (46,2 %) durchsetzen.[4]

Partnerschaften

Denkingen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Kirschau in der Oberlausitz in Sachsen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Kommune ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.

  • Die Trasse der durch Denkingen verlaufenden, 1966 stillgelegten Heubergbahn ist heute als Rad- und Wanderweg ausgebaut. Sie bietet einen steigungsarmen Aufstieg nach Gosheim mit zahlreichen Aussichtspunkten entlang des Steilhangs des Heubergs.
  • Das Segelfluggelände Klippeneck und der Wanderweg entlang der Hangkante zum Dreifaltigkeitsberg bieten bei guten Sichtverhältnissen herrliche Ausblicke über die Baarlandschaft zum Schwarzwald und zu den Alpen.
  • Am steilen Hang des Klippenecks gibt es einige geschlossene Bestände von Eiben.
  • Katholische Pfarrkirche St. Michael.[5]

Wirtschaft

Verkehr

Denkingen lag bis 1966 an der inzwischen abgebauten Heubergbahn. Heute verkehrt die Buslinie 43 (Aldingen - Egesheim), in Aldingen besteht Ringzug-Anschluss in Richtung Rottweil und Tuttlingen. Denkingen ist über die Landesstraße 433 aus Richtung Aldingen / Spaichingen bzw. Wehingen / Albstadt und über die Kreisstraße 5907 aus Richtung Frittlingen / Rottweil zu erreichen.

Ansässige Unternehmen

  • Die Firma Paul Kauth GmbH & Co. KG ist mit rund 220 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Denkingen und ist Zulieferer für die Automobilindustrie.

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Rudolf Sauter (1925–2013), Erziehungswissenschaftler und Mundartdichter

Literatur

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 659–660
  3. Wolfgang Messner, Bürgermeisterwahl mit vielen lieben Helfern , Stuttgarter Zeitung online, 16. Juli 2015, abgerufen am 28. September 2015; Denkingen: Bürgermeisterwahl ungültig , nrwz.de, 28. September 2015, abgerufen am 28. September 2015
  4. http://www.denkingen.de/pb/,Lde/143119.html  ; Mitteilungsblatt Denkingen 50/2015 , S. 3
  5. Vgl. Wolfgang Urban: Katholische Pfarrkirche St. Michael in Denkingen. Kunstverlag Fink, Lindenberg 2008, ISBN 978-3-89870-530-1.

Weblinks

 Commons: Denkingen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Denkingen – in der Beschreibung des Oberamts Spaichingen von 1876

Kategorien: Ort im Landkreis Tuttlingen | Denkingen | Gemeinde in Baden-Württemberg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Denkingen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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