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Delfzijl


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Gemeinde Delfzijl

Flagge

Wappen
Provinz  Groningen
Bürgermeister Gerard Beukema (PvdA)
Sitz der Gemeinde Delfzijl
Fläche
 – Land
 – Wasser
227,48 km²
132,99 km²
94,49 km²
CBS-Code 0010
Einwohner 25.002 (1. Apr. 2016[1])
Bevölkerungsdichte 110 Einwohner/km²
Bedeutender Verkehrsweg N33 N360 N362
Vorwahl 0596
Postleitzahlen 9900–9909, 9930–9949
Website www.delfzijl.nl
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Delfzijl ( anhören?/i) (Gronings: Delfziel) (Deutsch: Delfsiehl, veraltet) ist eine Gemeinde in der Provinz Groningen in den nordöstlichen Niederlanden mit 25.002 Einwohnern (Stand 1. April 2016 ). Die Küstenorte von Delfzijl liegen an der Mündung der Ems in die Nordsee. Punt van Reide ist eine gut 3 Kilometer lange Landzunge, die den natürlichen Abschluss des Dollarts bildet.

Der Name Delfzijl setzt sich aus 'delf' (= der alte Name des Damsterdiep, eines Kanals) und 'zijl' (= Siel, Schleuse) zusammen. Die Gemeinde hat eine Fläche von 227,48 km², wovon 94,49 km² mit Wasser bedeckt sind. Nachbargemeinden von Delfzijl sind von Südosten aus im Uhrzeigersinn: Oldambt, Slochteren, Appingedam und Loppersum sowie Eemsmond im Nordwesten. Krummhörn und Emden in Niedersachsen sind Richtung Nordosten zu finden, auf der anderen Seite der Emsmündung.

Orte

Zur Gemeinde gehören die unten stehenden Orte; (K) bezeichnet eine sehenswürdige alte Dorfkirche; (M) bedeutet, dass es eine sehenswürdige Windmühle gibt.

  • Delfzijl (M), Hauptort und Verwaltungszentrum der Gemeinde
  • Bierum (K)
  • Farmsum (M)
  • Godlinze (K, mit Orgel von Arp Schnitger)
  • Krewerd
  • Holwierde (K)
  • Meedhuizen (Gronings: Mijhoezen oder Midhoezen)
  • Spijk (K, M)
  • Termunten mit Punt van Reide
  • Termunterzijl
  • Wagenborgen
  • Woldendorp

Geschichte

Die ersten Menschen siedelten wohl schon rd. 3000 v. Chr. in diesem Gebiet. Dies könnte ein Hünengrab belegen, welches im Jahr 1982 bei Bauarbeiten entdeckt wurde und heute im Muzeeaquarium Delfzijl ausgestellt ist. Um sich vor den Gezeiten zu schützen, die das tief liegende Land immer wieder zu großen Teilen überspülten, legten die frühen Bewohner sogenannte Wurten an, Hügel, auf denen zuerst nur Höfe und später ganze Dörfer gebaut wurden. Solche Wurtendörfer (niederländisch: wierdendorp) sind für die Delfzijler Gegend typisch. Siehe auch: Loppersum (Groningen).

Der Name Delfzijl taucht zum ersten Mal in einem Dokument vom 19. Juni 1303 auf. Um 1300 wurde in dem historischen Fluss Delft, der von Groningen Stadt zur Ems lief, eine Schleuse angelegt. Wenige Jahre später kamen zwei weitere hinzu. Der natürliche Hafen wurde bald ein Umschlagplatz für Waren aller Art und die Einwohnerzahl stieg in der Folge stark.

Im Jahr 1580 während des Achtzigjährigen Krieges bauten die Watergeuzen (Widerstandskämpfer) unter der Leitung des Groningers Barthold Entens die "kleine Schanze". Diese fiel jedoch ein Jahr später in die Hände der spanischen Besatzer. Im Jahr 1591 eroberte Fürst Moritz von Oranien und sein Neffe Graf Wilhelm Lodewijk die Schanze zurück[2]. Unter der Leitung des Festungsbaumeisters und Militärführers Johan van den Kornput wurde die Schanze erweitert und verstärkt. Deffzijl wurde eine Festungsstadt mit 40 m breiten Grachten einem Festungswall mit fünf Bollwerken, Ringgräben und auf der Meeresseite befand sich ein Deich mit Holzsperren. Die Lage des heutigen Zentrums und der Verlauf der Straßen, sowie die Benennung einiger der Straßen geht auf dieses 16. Jhd. zurück.

Damit gab es Schutz vor feindlichen Angriffen, und die Wassertore konnten bei hoher Tide geschlossen werden. Fast ein Jahrhundert später suchte Michiel de Ruyter, der berühmte niederländische Admiral, im Hafen von Delfzijl mit seiner Flotte Zuflucht. 1859 hatte Delfzijl drei Hauptstraßen und fünf Seitenstraßen. Die Einwohnerzahl betrug 1760.

Am 11. Mai 1940 wurde Delfzijl von Truppen der Wehrmacht besetzt (siehe Westfeldzug). Dort wurde in zwei Monaten eine Flakbatterie (mit vier 10,5 cm Flugabwehrkanonen), Kaserne und Radarstation errichtet, welche neben 30 weiteren deutschen und niederländischen Standorten (u.a. im benachbarten Termunten) den Luftabwehrring um die wichtige deutsche Industrie- und Hafenstadt Emden bilden sollte.[3] Die Geschütze waren in Vertiefungen auf dem Deich montiert. 1945, am Ende des Zweiten Weltkriegs, konnten sich die Alliierten erst nach sehr harten und blutigen Kämpfen gegen die Wehrmacht (die den Fluchtweg über die Ems nach Ostfriesland freihalten wollte/sollte) durchsetzen. Dabei wurden die Stadt Delfzijl und das Dorf Holwierde schwer beschädigt.

Auf einem der bis heute noch erhaltenen und in der Umgebung sichtbaren Bunker wurde 1960 das Muzeeaquarium Delfzijl (Seemuseum) errichtet und dort im begehbaren ehemaligen Militärbauwerk ("Munitionsauffüllraum, Typ FL 246") Meeresaquarien aufgestellt.

Wirtschaft

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr Delfzijl einen wirtschaftlichen Aufschwung. Der Hafen bot eine gute Ausgangsbasis für etliche Industriebetriebe, die sich hier niederließen. Gas- und Salzfunde in der nahen Umgebung taten ihr Übriges. Im Chemiepark Delfzijl betreibt Akzo Nobel Werke für Membranelektrolyse und für chlorierte Kohlenwasserstoffe.

Politik

Die allgemein schlechte wirtschaftliche Lage und parteipolitische Querelen sorgten in den vergangenen Jahren immer wieder für kommunalpolitischen Zündstoff. Anhaltende Abwanderung von Großbetrieben ließ die Arbeitslosigkeit ansteigen. Im Gemeinderat mussten viele Stadträte und Bürgermeister frühzeitig das Feld räumen. Kurzzeitig hatte auch Annemarie Jorritsma das Amt des Bürgermeisters inne, bevor sie ihre Stelle in Almere antrat. Vom 1. Mai 2004 bis 14. Februar 2006 war Maritje Appel-de Waart Bürgermeisterin von Delfzijl. Sie trat nach einem langen Konflikt mit dem Magistrat zurück.

Sehenswürdigkeiten

  • Die oben angegebenen mittelalterlichen Kirchen
  • Die Mühle Adam in der Innenstadt von Delfzijl, mit einer Galerie für moderne Kunst
  • Das Seeaquarium und das Heimatmuseum, in einem Gebäude nahe dem Hafen und des Bahnhofs
  • Die malerischen Dörfer Spijk und Godlinze
  • Im Sommer kann man von Delfzijl aus Bootsausflüge nach Emden und zur deutschen Wattenmeerinsel Borkum machen.
  • Der kleine alte Fischereihafen von Termunterzijl

Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten

  • Ede Staal, Englischlehrer, Mundartsänger und -dichter (* 1878 in Warffum; † 1986 in Delfzijl). Ihm zu Ehren wurde im Jahr 2001 eine prominent sichtbare Metallsäule auf dem Deich errichtet.
  • Georges Simenon, belgischer Schriftsteller. Er verbrachte in Begleitung seiner Frau einige Monate im Übergang von 1929 auf 1930 mit seinem Segelboot Ostrogoth in Delfzijl. Sein Boot musste wegen eines Lecks überholt werden und nach eigenem Bekunden soll er währenddessen in einem Delfzijler Café (Het Paviljoen nahe dem Lotsendenkmal, heute abgegangen) seine berühmte Figur des Maigrets ersonnen haben. Auch ein späterer Maigret-Roman (Maigret und das Verbrechen in Holland) spielt in Delfzijl. Die Gemeinde würdigt Simenon seit 1966 mit einer mannshohen Statue.
  • Jan Boven, Radrennfahrer, geboren am 28. Februar 1972 in Delfzijl
  • Ingrid van Engelshoven, Politikerin der Democraten 66, geboren am 12. Juli 1966 in Delfzijl
  • Florentijn Hofman, Künstler. Er erschuf, neben vielen anderen Großskulpturen, die überdimensionalen, bis zu 30 Meter hohen, gelben Gummienten ("Rubber Duck"), welche in verschieden Häfen der Welt zur temporären Attraktion wurden. Geboren am 16. April 1977 in Delfzijl.

Städtepartnerschaften

Delfzijl ist durch Städtepartnerschaften verbunden mit:

Weblinks

 Commons: Delfzijl  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Delffziel in der Topographia Circuli Burgundici (Mathäus Merian) – Quellen und Volltexte

Galerie

Einzelnachweise

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand April 2016 Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Illustration von Frans Hogenberg von 1591: Den Dam, Delfsziel und Immentil, Graf Mauritz gwint in diesem spil, ... (Digitalisat )
  3. Schwere Flakstellungen im Bereich Emden

Kategorien: Ort an der Ems | Ort in der Provinz Groningen | Träger des Europapreises | Gemeinde in der Provinz Groningen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Delfzijl (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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