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Deckenpfronn


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: BöblingenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 569 m ü. NHN
Fläche: 11,42 km²
Einwohner: 3269 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 286 Einwohner je km²
Postleitzahl: 75392
Vorwahl: 07056
Kfz-Kennzeichen: BB, LEO
Gemeindeschlüssel: 08 1 15 010
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
75392 Deckenpfronn
Webpräsenz: www.deckenpfronn.de
Bürgermeister: Daniel Gött (parteilos)
}

Deckenpfronn ist eine Gemeinde im Landkreis Böblingen in Baden-Württemberg. Neben dem Dorf Deckenpfronn gehören keine weiteren Orte zur Gemeinde.

Geographie

Geographische Lage

Deckenpfronn liegt im Heckengäu, sieben Kilometer nordwestlich von Herrenberg und zehn Kilometer südöstlich von Calw, nahe der Bundesautobahn 81 StuttgartSingen.

Nachbargemeinden

Deckenpfronn hat sechs Nachbargemeinden: Aidlingen, Gärtringen, Herrenberg (Landkreis Böblingen), Wildberg, Calw und Gechingen (Landkreis Calw).

Geschichte

Deckenpfronn wurde im Jahre 1075 in einer Urkunde des Klosters Hirsau erstmals erwähnt. Es gilt jedoch als sicher, dass schon vor 3500 Jahren Menschen auf dem Gebiet der Gemeinde lebten. 1388 kam Deckenpfronn zu Württemberg. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgte am 21. April 1945 ein Luftangriff mit 14 Jagdbombern auf Deckenpfronn, wobei durch Spreng- und Brandbomben 70 % des Ortes zerstört wurden, darunter die Nikolauskirche von 1818, das Rathaus und die Schule. 1953 wurde die Kirche wiederaufgebaut und 1957 schließlich konnte der Wiederaufbau des Ortes offiziell abgeschlossen werden. In Zusammenhang mit der Flurbereinigung entstehen 1965 einige Aussiedlerhöfe rund um den Ort. Seit 1966 wurden kontinuierlich neue Baugebiete ausgewiesen, zuletzt 2008 das Wohngebiet "Lüsse".

Deckenpfronn gehörte bis zum 31. Dezember 1972 zum Landkreis Calw. Heute ist es die kleinste Gemeinde im Landkreis Böblingen.

Das Ortswappen

Im Wappen wird seit 1948 ein Tannenzweig als Symbol der Zugehörigkeit zum Schwarzwald geführt, zuvor war es ein Eichenlaubzweig. Im Zentrum des Wappens befindet sich ein Abtsstab als Hinweis darauf, dass die Erträge von Gütern der Gemarkung Deckenpfronn jahrhundertelang dem Kloster Hirsau gehörten. Die seitlich dargestellten beiden Ähren, früher Dinkel und heute Weizen, symbolisieren die Zugehörigkeit zum Oberen Gäu und dessen fruchtbare Lößböden.

Religionen

1535 wurde in Deckenpfronn die Reformation eingeführt. Die rund 1800 evangelischen Christen sind der örtlichen Evangelischen Kirchengemeinde Deckenpfronn, die Katholiken der katholischen Kirchengemeinde St.Antonius Herrenberg-Kuppingen zugehörig.

Einwohnerentwicklung

  • 1440: 48 Familien
  • 1676: 428
  • 1816: 1.018
  • 1900: 1.178
  • 1950: 1.003
  • 1987: 2.074
  • 2005: 2.929
  • 2010: 3.168

Politik

Gemeinderat

Die 12 Sitze im Gemeinderat teilen sich in der Wahlperiode 2014 - 2019 folgendermaßen auf:

  • Freie Wählervereinigung: 7 Sitze
  • Liste Unabhängiger Bürger: 5 Sitze

Bürgermeister

Bei der Bürgermeisterwahl am 5. April 2009 setzte sich Daniel Gött (Geburtsjahr 1981, parteilos) mit 87,47 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 68,99 Prozent gegen seine formale Mitbewerberin Bärbel Sauer durch. Er wurde damit Nachfolger von Winfried Kuppler, der nach 39 Jahren am 4. Juli 2009 in den Ruhestand trat.[2]

Partnerschaften

Seit 1990 besteht eine Gemeindefreundschaft mit Weißenberg in der Oberlausitz in Sachsen.

Bildungseinrichtungen

Tennental

In Richtung Gärtringen liegt inmitten der Feldflur die zu Deckenpfronn gehörende Dorfgemeinschaft Tennental. Dies ist eine Behinderteneinrichtung nach anthroposophischem Leitbild mit Heilerziehungspflegeschule (s.o).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Zehntscheuer in der Herrenberger Str. 23 ist gleichzeitig Bürgerhaus, Heimatmuseum und Veranstaltungsort für Kleinkunst. In der Pfarrscheuer (Berghütte 9) wurde 2009 das Museum "Heiß-Kalt" eröffnet, welches unter Regie des Vereins "Kulturwerkstatt Deckenpfronn" Exponate aus der Ortsgeschichte präsentiert.

Nördlich von Deckenpfronn auf dem zu Gültlingen gehörenden Lerchenberg liegt die Funkstelle Lerchenberg der Landespolizeidirektion Karlsruhe, zu der auch ein 81 Meter hoher Fernmeldeturm gehört.

Südwestlich von Deckenpfronn an der Bundesstraße 296 liegt als interessantes Ausflugsziel das Segelfluggelände Deckenpfronn-Egelsee, auf dem bei gutem Wetter an den Wochenenden Segelflieger zu ihren Flügen über den Schwarzwald und die Schwäbische Alb starten.

Ehrenbürger

  • Winfried Kuppler (Bürgermeister von 1969 bis 2009)

Literatur

  • Barbara Baum, Martin Hahn: Deckenpfronn – ein Dorf wird wieder aufgebaut. Landesamt für Denkmalpflege, 2006 (PDF )

Weblinks

 Commons: Deckenpfronn  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Deckenpfronn – in der Beschreibung des Oberamts Calw von 1860

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Staatsanzeiger Nr. 13 vom 9. April 2009, Seite 11

Kategorien: Ort im Landkreis Böblingen | Deckenpfronn | Gemeinde in Baden-Württemberg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Deckenpfronn (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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