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Das Ende der Arbeit


Das Ende der Arbeit (voller Titel: Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft;[1] Originaltitel engl.: The End of Work: The Decline of the Global Labor Force and the Dawn of the Post-Market Era[2]) ist ein 1995 erschienenes Buch des US-amerikanischen Soziologen und Ökonomen Jeremy Rifkin.

Kernthesen

In dem Werk argumentiert Rifkin, dass sich die Arbeitslosigkeit der Welt infolge der Automatisierung und Ausbreitung der Informationstechnologie in der Arbeitswelt massiv erhöhen würde, während (seiner Betrachtung nach insbesondere in den USA) zig Millionen Arbeitsplätze in Herstellung, Einzelhandel, Landwirtschaft und Dienstleistungssektor durch die Digitale Revolution überflüssig werden.

Das Verschwinden der Arbeit

So zeigt er anhand weltweiter Wirtschaftsdaten mit detaillierten Beispielen auf, dass sich diese Entwicklung in der Zukunft fortsetzen werde.[3] Rifkin stellte in Aussicht, dass bis 2010 nur noch 12 % der Weltbevölkerung in der Produktion arbeiteten; bis 2020 sollen es nur noch 2 % der Weltbevölkerung sein.[4]

Aus diesem Verschwinden der Erwerbsarbeit ergibt sich für ihn auch die Frage nach der Bestreitung des Lebensunterhaltes bei den durch Rationalisierung und damit verbundene Prozesse überflüssig gemachten Angestellten und Arbeitern. Er belegt, dass zwar in einigen Bereichen die Aufwertung der Employability der Betroffenen Abhilfe bringen kann, dies aber in der Regel nur einer Minderheit der alten Belegschaft im Falle einer konkreten Umstrukturierung den gewünschten Effekt zeitige – ein Großteil der Betroffenen finde sich in der Langzeitarbeitslosigkeit wieder.

Der Aufstieg des Dritten Sektors

Gleichzeitig mit diesem Verfall der Marktwirtschaft, aber auch des öffentlichen Sektors, argumentiert Rifkin, würde ein dritter Sektor, der Nonprofit-Bereich, entstehen und sich etablieren: Freiwilligenbasierte, gemeinschaftsbezogene Dienstleistungs-Organisationen, die mit öffentlicher Unterstützung neue Arbeitsplätze schaffen, um etwa den Stadtverfall aufzuhalten oder Soziale Arbeit zu verrichten.

Um diesen dritten Sektor zu finanzieren, schlägt Rifkin am Beispiel der USA vor, das Militärbudget nachhaltig zu reduzieren, eine Umsatzsteuer auf nicht lebensnotwendige Waren und Dienstleistungen zu erheben, sowie mit Geldern aus Bundes- und Länder-Haushalten ein Bedingungsloses Grundeinkommen anstelle reiner Wohlfahrts-Leistungen zu finanzieren.

Rezeption und Kritik

Im Zuge der Rezeption der englischen Originalausgabe war ein großer Kritikpunkt, Rifkins Beiträgen zum Diskurs um das Ende der Erwerbsarbeit läge ein Technikdeterminismus zugrunde, der die Chancen des sogenannten Technokapitalismus nicht ausreichend würdige.[5]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Jeremy Rifkin: Das Ende der Arbeit. Campus, Frankfurt am Main/ New York 1995, ISBN 3-593-35351-2. (Neuauflage: Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft: Neue Konzepte für das 21. Jahrhundert. Campus, Frankfurt am Main/ New York 2004, ISBN 3-593-37411-0)
  2. Jeremy Rifkin: The End of Work: The Decline of the Global Labor Force and the Dawn of the Post-Market Era. Putnam Publishing Group, 1995, ISBN 0-87477-779-8..
  3. Jeremy Rifkin: Das Ende der Arbeit. ISBN 3-596-16971-2, S. 205–208.
  4. „Langfristig wird die Arbeit verschwinden“. (Memento vom 21. März 2011 im Internet Archive) In: Stuttgarter Zeitung. 29. April 2005. (Interview)
  5. Werner Bonefeld (Hrsg.): Revolutionary Writing: Common Sense Essays in Post-Political Politics. Autonomedia,, 2003, ISBN 1-57027-133-X..

Kategorien: Wirtschaftswissenschaft | Soziologie der Arbeit | Soziologische Publikation | Grundeinkommen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Das Ende der Arbeit (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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