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Darjeeling Himalayan Railway


New Jalpaiguri–Darjeeling
Streckenlänge:86 km
Spurweite:610 mm (2-Fuß-Spur)
-4,? New Jalpaiguri (seit 1962) 95,7m
Breitspurstrecke
0,0 Shiliguri Town 121,3m
Strecke bis 1962
2,4 Shiliguri Junction 121,6m
Breitspurstrecke
nach Kashanganj
11,7 Sukna 155,8m
Kehrschleife 1 (1883–1991)
19,9 Rangtong 427,9m
Spitzkehre 1
Kehrschleife 2 (1883–1942)
Chunbati Kehrschleife 3
Spitzkehre 2
Spitzkehre 3
30,6 Tindharia 860,1m
Spitzkehre 4
Kehrschleife 4 Agony Point
Spitzkehre 5
Gayabari
Spitzkehre 6
Mahanadi
51,1 Kurseong 1476,5m
58,3 Tung 1708,7m
66,4 Sonada 1997,0m
76,0 Ghum 2257,7m
Batasia Kehrschleife 5
81,7 Darjiling 2076,3m
Darjiling-Basar (1980 abgebaut)

Die Schmalspurbahn Darjeeling Himalayan Railway (Darjilingbahn, DHR) ist eine schmalspurige Eisenbahn der Spurweite 610 mm (2 Fuß) in Indien, die von Shiliguri nach Darjiling führt und von der Indischen Staatsbahn betrieben wird. Sie wird, wie auch andere indische Schmalspurbahnen, Toy Train (engl. Spielzeugeisenbahn) genannt.

Strecke

Die Bahnstrecke wurde zwischen 1879 und 1881 von der britischen Kolonialregierung gebaut und verläuft meist am Straßenrand der Hill Cart Road. Sie überwindet auf 86 km Länge einen Höhenunterschied von über 2.000 m. Die Strecke mit den zwölf Bahnhöfen führt über 554 Brücken und durch einen einzigen kurzen Tunnel. Die mittlere Steigung beträgt 44 ‰, an der steilsten Stelle 56 ‰. Außerdem wurden sechs doppelte Spitzkehren und drei Kreiskehrschleifen eingebaut an den Stellen, wo die Steigung der Straße zu groß ist und die Bahn deshalb der Straße nicht folgen kann. Von den 873 Kurven hat die engste einen Radius von nur 13 Metern.[1]

Die Züge benötigen für die ganze Strecke planmäßig 6 1/2 Stunden, bei Verspätungen manchmal 10 Stunden. Häufig machen Erdrutsche die Gleise unpassierbar, so dass unterwegs das Verkehrsmittel gewechselt werden muss.

In den Ortschaften entlang der Strecke liegt das Gleis meist in der Straße, so dass die Züge oft mit wenigen Zentimetern Abstand an Häusern und Marktständen vorbeifahren. Die Dieselloks sind mit einem sehr lauten Signalhorn ausgestattet, die auch die Hupen von indischen LKWs deutlich übertönt.

In der Monsunzeit 2010 verschüttete bei km 50 in der Nähe von Pagla Jhora zwischen Mahanadi und Gayabari ein Erdrutsch die Strecke mitsamt der parallel verlaufenden Straße.[2] Im September unterbrach ein weiterer Erdrutsch bei Tindharia die Strecke, gefolgt von einem weiteren im Juli 2012.

Der Betrieb wurde Anfang 2014 wieder bis Gayabari aufgenommen. Vorerst verkehrte die DHR nur noch auf den Abschnitten Darjeeling–Kurseong mit zwei täglichen Zugpaaren, meist dieselbespannt, und Chunbati–Shiliguri Junction mit dem täglichen dieselbespannten Dschungel-Safari-Zug; außerdem verkehrten täglich vier dampfbespannte Zugpaare zwischen Darjeeling und Ghum für Touristen.[3]

Seit 2. Dezember 2015 gibt es wieder planmäßigen Verkehr auf der Gesamtstrecke. Montags, mittwochs und freitags verkehrt ein dieselbetriebener Zug von New Jalpaiguri nach Darjeeling, dienstags, donnerstags und samstags in die Gegenrichtung. Zusätzlich verkehren zwischen Darjeeling und Ghum täglich drei Dampf- und drei Dieselzüge in jede Richtung. Zwischen Darjeeling und Kurseong verkehrt der Dampfzug Red Panda und ein Dieselzug. Zwischen Kurseong und Mahanadi verkehrt der Dampfzug Himalayan on Wheels. Zwischen Siliguri und Rangtong verkehrt der Dampfzug Jungle Safari. Alle Züge sind platzkartenpflichtig.[4]

Züge

Bis heute werden die Personenzüge zwischen Darjiling und Ghum von Dampflokomotiven gezogen, während Züge, welche die anderen Streckenteile befahren, mit Diesellokomotiven bespannt sind. Personenzüge bestehen neben der Lokomotive in der Regel aus drei Waggons: einem Gepäckwagen, einem Wagen für die erste Klasse mit Brokatsitzen und einem für die zweite, recht komfortable Klasse. Die Touristenzüge bestehen aus zwei Wagen für die erste Klasse.[4]

Weltkulturerbe

Die Bahn ist seit 1999 Teil der Welterbestätte Gebirgseisenbahnen in Indien der UNESCO. Zu diesem Weltkulturerbe gehören neben der Darjeeling Himalayan Railway auch noch die Kalka-Shimla Railway und die Nilgiri Mountain Railway. Als die Darjeelingbahn längere Zeit nicht durchgehend befahrbar war, drohte die UNESCO mit der Aberkennung der Welterbestätte, wenn diese nicht sofort repariert würde.[5]

Bildergalerie

Literatur

  • Anthony Coulls: Railways as World Heritage Sites = Occasional Papers of the World Heritage Convention. ICOMOS 1999, S. 17ff.
  • Günter Krause: Tee im Weltkulturerbe. Reiseeindrücke von der Darjeeling Himalayan Railway. In. EisenbahnGeschichte 39 (2010), S. 58-61. (Mit Streckenverlaufskarte)
  • Terry Martin: The Iron Sherpa Vol. 1 - The history. Rail Romances, Chester 2006, ISBN 978-1-900622-10-3
  • Terry Martin: The Iron Sherpa Vol. 2 - The route, locomotives, rolling stock and infrastructure. Rail Romances, Chester 2010, ISBN 978-1-900622-12-7

Weblinks

 Commons: Darjeeling Himalayan Railway  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Darjeeling Himalayan Railway – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Toy Train Story Darjeeling Himalayan Railway. Darjeeling Tourismus, abgerufen am 14. Januar 2014.
  2. Pagla Jhora landslide, Kurseong: 16Jun2010. Abgerufen am 14. Januar 2014.
  3. Tindharia-Siliguri toy train service to resume by month-end. The Hindu, 16. Dezember 2013, abgerufen am 14. Januar 2014.
  4. 4,0 4,1 Timetable and Travel Information. The Darjeeling Himalayan Railway Society , 12. April 2016, abgerufen am 18. Juni 2014.
  5. Archisman Dinda: Darjeeling toy train may lose its heritage tag. gulfnews.com , 16. März 2013, abgerufen am 17. März 2013 (english).

Kategorien: Bahnstrecke in Indien | Verkehr (Westbengalen) | Spurweite 610 mm | Gebirgseisenbahnen in Indien | 1879

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Darjeeling Himalayan Railway (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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