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Dandong


Dieser Artikel behandelt die bezirksfreie Stadt Dandong (丹东市) in der chinesischen Provinz Liaoning. Für die gleichnamige Gemeinde Dandong (丹东乡) im Kreis Rongzhag in der chinesischen Provinz Shaanxi, siehe Dandong (Rongzhag).

Dandong (chinesisch 丹東市 / 丹东市, Pinyin Dāndōng Shì) ist eine bezirksfreie Stadt im Nordosten der Volksrepublik China in der Provinz Liaoning mit 2.426.000 Einwohnern (2010). Unter den 14 bezirksfreien Städten der Provinz ist Dandong nach der Bevölkerungszahl die achtgrößte.[1]

Die Stadt liegt im Mündungsgebiet des Yalu (Amrokgang) ins Gelbe Meer. Der Fluss markiert die Grenze zwischen China und Nordkorea. Dandong besitzt einen Binnenhafen im Stadtzentrum und einen neuen Hafen für Hochseeschiffe (Dandong New Port), der sich in Donggang befindet, ca. 35 Kilometer von der Innenstadt entfernt. In der Stadt werden Reisebusse, Maschinen, Textilien, Papier, Zellstoff, Seide, Gummi und chemische Produkte hergestellt. Sie ist über eine Eisenbahnbrücke mit der nordkoreanischen Stadt Sinŭiju verbunden. Das Verwaltungsgebiet der Stadt hat eine Fläche von 15.030 km².

Administrative Gliederung

Die bezirksfreie Stadt Dandong setzt sich aus drei Stadtbezirken, einem Autonomen Kreis und zwei kreisfreien Städten zusammen:

  • Stadtbezirk Zhenxing (振兴区), 80 km², ca. 380.000 Einwohner;
  • Stadtbezirk Yuanbao (元宝区), 81 km², ca. 190.000 Einwohner;
  • Stadtbezirk Zhen'an (振安区), 669 km², ca. 190.000 Einwohner;
  • Autonomer Kreis Kuandian der Mandschu (宽甸满族自治县), 6.186 km², ca. 430.000 Einwohner;
  • Stadt Fengcheng (凤城市), 5.518 km², ca. 580.000 Einwohner;
  • Stadt Donggang (东港市), 2.496 km², ca. 640.000 Einwohner.

Geschichte und Bedeutung

Seit der Gründung der Stadt während der Ming-Dynastie (1368–1644) entwickelte sie sich zu einem wichtigen Handelsknotenpunkt zwischen China und Korea.

Die wirtschaftliche Entwicklung von Dandong wurde durch den Anschluss an das Bahnnetz im Jahre 1907 gefördert. Während der Besetzung durch japanische Truppen 1931 bis 1945 und vor allem nach Beendigung des Koreakriegs (1950–1953) wurde die Stadt zu einem wichtigen Industriezentrum in der Region ausgebaut.

Lange Zeit kam man dem isolierten Staat Nordkorea ohne Visum am nächsten über die alte Yalu-Brücke im Süden von Dandong, neben der neuen Brücke. Die Nordkoreaner haben ihre Hälfte abgerissen, doch die chinesische Seite ist als Denkmal erhalten und mit Fotos der japanischen Originalkonstruktion von 1911 ausgestattet. Damals hieß die Stadt Andong. 1965 wurde sie in Dandong umbenannt.

Die alte Brücke endet an einer Art Metallknäuel, das auf US-amerikanische Bombardierungen im Jahr 1951 zurückgeht – eine Reaktion auf die chinesische Einmischung in den Koreakrieg.

Sehenswert ist die schöne Umgebung in der Nähe der Brücken am Ufer des Flusses Yalu. Im nahen Yalu-Park kann man Autoscooter fahren. Am westlichen Ende der Promenade bildet der Kulturplatz den beleuchteten und heiteren Abendtreffpunkt der einheimischen Bevölkerung.

Bis 2014 soll die Schnellfahrstrecke Shenyang–Dandong vollendet werden, eine weitere nach Dalian soll bereits ein Jahr zuvor fertiggestellt sein.[2] Die im Bau befindliche Pjöngjang-Sinŭiju-Schnellstraße und Bahnstrecke Pjöngjang–Sinŭiju werden den Anschluss nach Nordkorea erheblich verbessern. Die Neue Yalubrücke ist zwar fertiggestellt, endet jedoch noch im nordkoreanischen Ackerland.

Tourismus und Kulturerbe

  • Wu Long Shan Kloster in den Five Dragon Mountains, 20 km nordöstlich von Dandong.

Städtepartnerschaften

Dandong pflegt eine Partnerschaft mit der englischen Stadt Doncaster.

Referenzen

  1. China Liaoning Business Guide – Dandong
  2. Scott Snyder: China-Korea Relations: Fire Sale, Hot Money, and Anxieties about “Investment” (PDF; 72 kB), In Comparative Connections. A Quarterly E-Journal on East Asian Bilateral Relations, April 2010, Zugriff am 15. September 2011

Weblinks

 Commons: Dandong  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort in Liaoning | Bezirksfreie Stadt (China)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dandong (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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