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Damüls


Damüls
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 20,9 km²
 :
Höhe: 1432 m ü. A.
Einwohner: 303 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 14 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6884
Vorwahl: 05510
Gemeindekennziffer: 8 02 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchdorf 136
6884 Damüls
Website: www.damuels.travel
Politik
Bürgermeister: Stefan Bischof
Gemeindevertretung: (2015)
(9 Mitglieder)
9
Lage der Gemeinde Damüls im Bezirk Bregenz
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Damüls ist eine vom Tourismus geprägte Gemeinde im Bezirk Bregenz im österreichischen Bundesland Vorarlberg mit 303 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ).

Geografie

Damüls ist der höchstgelegene Urlaubsort zwischen dem Bregenzerwald und dem Großen Walsertal und liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bregenz auf 1428 Metern Höhe. Die Gemeinde befindet sich im Tal des Argenbachs, eingebettet zwischen den Damülser Bergen im Norden, und Zitterklapfengruppe des Lechquellengebirges und der Glatthorngruppe am Faschinajoch im Süden. 17,7 % der Fläche sind bewaldet, 60,0 % der Fläche Alpen.

Das Gemeindegebiet ist durch das bekannte gleichnamige Skigebiet erschlossen und bietet auch in der Sommersaison eine gute Infrastruktur für Wander- und Bergtourismus. 2006 bekam Damüls den Titel „Schneereichstes Dorf der Welt“ verliehen; im Schnitt fallen pro Saison 9,30 Meter Neuschnee.[1]

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Damüls.

Nachbargemeinden

Damüls ist eine von nur zwei Gemeinden Vorarlbergs, die an alle politischen Bezirke des Landes angrenzt. Selbst im Bezirk Bregenz liegend grenzt Damüls an die Stadt Dornbirn im gleichnamigen Bezirk Dornbirn, Laterns im Bezirk Feldkirch, Blons und Fontanella im Bezirk Bludenz sowie die Gemeinden Mellau und Au im gleichen Bezirk wie die Walsergemeinde. Es ergibt sich somit eine gemeinsame Gemeindegrenze mit sechs anderen Gemeinden.

Geschichte

Im Spätmittelalter (um 1300) verließen Menschen aus dem Schweizer Kanton Wallis ihre Heimat wegen großer Armut und suchten sich neue Lebensräume. In Vorarlberg, im Westen Tirols und in Graubünden wurden diesen später Walser genannten Auswanderern abgelegene, unwegige und unerschlossene Täler zur Rodung und Besiedelung zur Verfügung gestellt (Alpe Uga). Die erste urkundliche Erwähnung von Damüls stammt aus einer Lehensurkunde vom 29. Mai 1313 von den Grafen von Montfort. Die Besitzer waren freie Bauern auf freier Scholle, mussten jedoch den Grafen bei Bedarf mit Schild und Speer dienen.

Bis 1806 besaß Damüls zusammen mit Fontanella ein eigenes Gericht (sogenanntes Obergericht). 1390 kam Damüls mit der Herrschaft Feldkirch an Österreich.

Bevölkerungsentwicklung

Am 1. Jänner 2008 lag der Anteil der Bevölkerung mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft bei 8,9 %. Der Anteil der nicht in Österreich Geborenen lag bei 11,1 %.

Politik

Die Damülser Gemeindevertretung besteht aus neun Mitgliedern, von denen nach der Gemeindevertretungswahl 2015 alle der Liste Damüls angehören. Bürgermeister der Gemeinde ist seit April 2010 Stefan Bischof.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Damüls
  • Pfarrkirche hl. Nikolaus
Die Kirche liegt in exponierter Lage über der Siedlung und ist im SW vom Friedhof umgeben. Sie wurde an Stelle einer 1392 urkundlich erwähnten Kapelle im gotischen Baustil 1484 von Rolle Maiger aus Röthis neu aufgebaut und zwischen 1693 und 1733 barockisiert.
Die 1950 freigelegten Fresken stellen die sogenannte „Armenbibel“ dar.
  • Ehem. Schule
unterhalb der Kirche
auf der Alpe Oberdamüls
Damülser Rundkurs
Rund um die Walsersiedlung

Der Damülser Rundkurs verläuft oberhalb der Baumgrenze und ist mit dem UGA-Express erreichbar. Der UGA-Express ist ein Sessellift in dem bis zu vier Personen nebeneinander Platz finden und mit der Bregenzerwaldcard kostenlos benutzt werden kann.

Die Talstation mit Großparkplatz kann vom Postamt Au mit dem Postbus angefahren werden.

Der Rundkurs ist gut beschildert. Man kann ab der Bergstation (1.800 m) von einem Gipfel auf den nächsten steigen, vom Hochblanken (2068 m) über den Ragazer Blanken (2051 m) bis zum Sünser Joch. Eine Einkehr ist vorneweg oder nach Rückkehr vom Rundkurs in einer der zahlreichen Hütten zur Brotzeit (österreichisch: Jause) ein.

Einen Besuch wert ist die Bergkirche von Damüls mit einer außerordentlichen Freskenmalerei aus dem Jahre 1484, welche die Armenbibel darstellt. Man kann entweder bequem per Seilbahn zu Tal fahren, oder macht sich zu Fuß auf dem Rückweg (ca. zwei Stunden für langsame Geher), man kommt an der Talstation (1430 m) heraus.

Wirtschaft und Infrastruktur

Am Ort gab es im Jahr 2003 34 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 250 Beschäftigten und 8 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 153. Der Tourismus ist der mit Abstand wichtigste Wirtschaftszweig. Durch Investitionen der letzten Jahre stehen ca. 2000 Gästebetten zur Verfügung. Im Tourismusjahr 2008/2009 gab es insgesamt 214.001 Übernachtungen (Winter: 152.794, Sommer: 61.207). Damüls ist damit der nächtigungsstärkste Ort des Bregenzerwalds.

Im Jahr 2009 wurde die Verbindung mit dem Skigebiet Mellau durch den Bau der Gipfelbahn fertiggestellt, was zu einer erheblichen Vergrößerung des Skigebiets führte. Heute arbeiten die vereinigten Bergbahnen Damüls–Mellau[2] (Skigebiete Damüls und Mellau) und die Seilbahnen Faschina[3] (Skigebiet Faschina–Fontanella) zusammen, und bilden das Skigebiet Faschina–Damüls–Mellau.[4] Durch diesen Zusammenschluss verfügt das Skigebiet über 109 Pistenkilometer. Im Sommer 2010 wurde die 6er-Sesselbahn Ragaz gebaut, die am 18. Dezember 2010 ihren Betrieb aufgenommen hat. 2014 wurde die aus dem Jahr 1982 stammende DSB Sunnegg durch eine moderne 6er Doppelmayr-Sesselbahn ersetzt. Durch die neue Anlage wird auch der zur Skiroute 3 führende Gratlift ersetzt. Die Anlage ist seit Winter 2014/2015 in Betrieb.

Literatur

  • Günter Bischof (Geländeerhebung), Markus Staudinger (Bericht): Aktualisierung des Biotopinventars Vorarlberg – Gemeinde Damüls. In: Vorarlberger Landesregierung Abteilung Umweltschutz [IVe], AVL Arge Vegetationsökologie und Landschaftsplanung (Hrsg.): Biotopinventar Vorarlberg. Februar 2009 (pdf , vorarlberg.at).

Weblinks

 Commons: Damüls  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Pressemitteilung auf orf.at
  2. Bergbahnen Damüls-Mellau . Skidorf Damüls , damuels.at
  3. Initiative Skidorf.info Seilbahnen Faschina , damuels.at
  4. Mellau - Damüls - Faschina Skischaukel 710–2.009m. bergfex.at, abgerufen am 14. April 2011.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Damüls (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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