DHB-Pokal - LinkFang.de





DHB-Pokal


Dieser Artikel beschreibt den DHB-Pokal der Männer in Deutschland. Für gleichnamigen Frauen-Wettbewerb siehe DHB-Pokal der Frauen.
DHB-Pokal
Voller Name Deutscher Handballbund-Pokal
Aktuelle Saison 2015/16
Sportart Handball
Abkürzung DHB-Pokal
Verband Ligaverband der Handball-Bundesliga (HBL)
Ligagründung 1975
Mannschaften 58
Land/Länder Deutschland Deutschland
Titelträger SC Magdeburg
Rekordmeister THW Kiel (9)
TV-Partner Sport1
Website www.dkb-handball-bundesliga.de
Qualifikation zu EHF Europa Pokal

Der DHB-Pokal ist der wichtigste deutsche Handball-Pokalwettbewerb für Vereinsmannschaften. Er wird jährlich vom Ligaverband der Handball-Bundesliga (HBL) veranstaltet. Bis in die 1990er Jahre war der namensgebende Deutsche Handballbund (DHB) Veranstalter des Wettbewerbs. Der Name wurde aus Gründen der Tradition beibehalten.

In der DDR wurde bis 1991 der FDGB-Pokal ausgerichtet.

Modus

Neben dem laufenden Spielbetrieb in den Handball-Ligen wird der Pokalwettbewerb im Ausscheidungsverfahren bestritten. Es nehmen jährlich 106 Mannschaften daran teil, darunter alle Bundesligisten (1. und 2. Bundesliga) der Vorsaison. Die weiteren 52 Vereine qualifizieren sich über regionale Pokalwettbewerbe.

Der DHB-Pokal wird in insgesamt sieben aufeinander folgenden K.o.-Runden ausgetragen, deren letzte das Endspiel ist. Bis 2011 erhielten in der ersten Runde alle 18 aktuellen Mannschaften der 1. Bundesliga sowie vier weitere Vereine ein Freilos; ab 2011 werden die Bundesliga-Vereine erst ab der dritten statt der zweiten Runde in den DHB-Pokal einsteigen[1].

Der DHB-Pokalsieger war bis 2011 in der folgenden Saison zur Teilnahme am Europapokal der Pokalsieger berechtigt und nimmt nach der Europapokalreform seit 2012 am EHF Europa Pokal teil. Zudem spielt der aktuelle DHB-Pokalsieger zu Beginn der Folgesaison gegen den deutschen Meister um den HBL-Supercup.

Finalspiele

Von 1981 bis 1992 wurde das Finale des DHB-Pokals mit Hin- und Rückspiel in den jeweiligen Heimhallen der Finalisten ausgetragen. 1993 hat der Deutsche Handballbund beschlossen, ein Endspiel-Wochenende (Final Four) zu veranstalten. Am Final Four nehmen die Sieger der Viertelfinal-Spiele teil und ermitteln den DHB-Pokalsieger, dabei werden die beiden Halbfinalbegegnungen auf einem Samstag und das Finale am unmittelbar darauf folgenden Sonntag gespielt. Die Erstauflage des Final Four wurde in Frankfurt am Main ausgetragen, seit 1994 ist Hamburg der regelmäßige Austragungsort. Bis 2002 wurde das Turnier in der Sporthalle Hamburg ausgetragen, seither in der Barclaycard Arena Hamburg. In der Multifunktionsarena entwickelte sich das Final Four zu einem Event und der Pokalwettbewerb gewann an Attraktivität bei Vereinen und Besuchern. Mittlerweile ist die Barclaycard Arena Hamburg an den Endspiel-Wochenenden ausverkauft, so dass über 25.000 Zuschauer die Spiele live verfolgen.

Ende 2004 gab die HBL bekannt, dass die Hamburger Sparkasse das Titelsponsoring für die Veranstaltungen bis einschließlich 2007 übernimmt. Offiziell hieß die Veranstaltung seit 2005 Haspa Final Four. Die Lufthansa übernahm 2008 das Titelsponsoring von der Hamburger Sparkasse. Bis 2013 hieß das Turnier Lufthansa Final Four, 2014 fand die Endrunde ohne Titelsponsor statt. Seit 2015 ist die Lebensmittelkette Rewe der Titelsponsor. Der Vertrag läuft zunächst bis 2017.[2]

Im Jahr 2005 wurde zum ersten Mal ein Spiel um den 3. Platz ausgetragen, da die Möglichkeit bestand, dass sich beide Finalteilnehmer, die SG Flensburg-Handewitt und der THW Kiel, über die Handball-Bundesliga für die Champions League qualifizieren. Vor dem Finale am Sonntag gewann die HSG Nordhorn gegen Frisch Auf Göppingen und qualifizierte sich für den Europapokal der Pokalsieger. Das gleiche passierte nochmal im Jahr 2010, als sich der TuS N-Lübbecke gegen den VfL Gummersbach durchsetzte.

DHB-Pokalsieger

In den Jahren 1998 bis 2000 gewann der THW Kiel als erster Verein in Deutschland den DHB-Pokal dreimal nacheinander. Danach gelang dies der SG Flensburg-Handewitt von 2003 bis 2005 und wieder dem THW Kiel von 2007 bis 2009 und von 2011 bis 2013.

Jahr Verein Jahr Verein Jahr Verein Jahr Verein
1975 TSV Grün-Weiß Dankersen 1987 TV Großwallstadt 1999 THW Kiel 2011 THW Kiel
1976 TSV Grün-Weiß Dankersen 1988 TUSEM Essen 2000 THW Kiel 2012 THW Kiel
1977 VfL Gummersbach 1989 TV Großwallstadt 2001 VfL Bad Schwartau 2013 THW Kiel
1978 VfL Gummersbach 1990 TSV Milbertshofen 2002 TBV Lemgo 2014 Füchse Berlin
1979 TSV Grün-Weiß Dankersen 1991 TUSEM Essen 2003 SG Flensburg-Handewitt 2015 SG Flensburg-Handewitt
1980 TV Großwallstadt 1992 TUSEM Essen 2004 SG Flensburg-Handewitt 2016 SC Magdeburg
1981 TuS Nettelstedt 1993 SG Wallau/Massenheim 2005 SG Flensburg-Handewitt
1982 VfL Gummersbach 1994 SG Wallau/Massenheim 2006 HSV Hamburg
1983 VfL Gummersbach 1995 TBV Lemgo 2007 THW Kiel
1984 TV Großwallstadt 1996 SC Magdeburg 2008 THW Kiel
1985 VfL Gummersbach 1997 TBV Lemgo 2009 THW Kiel
1986 MTSV Schwabing 1998 THW Kiel 2010 HSV Hamburg

DHB-Pokal-Endspiele

Jahr Sieger Logo Ergebnisse Logo Finalist
1975 TSV Grün-Weiß Dankersen 15 : 14 TSV 1896 Rintheim
1976 TSV Grün-Weiß Dankersen 13 : 12 SG Dietzenbach
1977 VfL Gummersbach 16 : 14 TV Hüttenberg
1978 VfL Gummersbach 14 : 11 TV Hüttenberg
1979 TSV Grün-Weiß Dankersen 19 : 14 THW Kiel
1980 TV Großwallstadt 17 : 15 TuS Nettelstedt
1981 TuS Nettelstedt 15 : 19 & 22 : 17 VfL Günzburg
1982 VfL Gummersbach 18 : 19 & 18 : 12 TV Großwallstadt
1983 VfL Gummersbach 15 : 14 & 23 : 16 TUSEM Essen
1984 TV Großwallstadt 17 : 20 & 20 : 14 Reinickendorfer Füchse
1985 VfL Gummersbach 20 : 16 & 30 : 19 TV Großwallstadt
1986 MTSV Schwabing 32 : 29 & 16 : 18 VfL Gummersbach
1987 TV Großwallstadt 16 : 15 & 21 : 22 TuRU Düsseldorf
1988 TUSEM Essen 25 : 18 & 28 : 21 SG Wallau/Massenheim
1989 TV Großwallstadt 21 : 21 & 21 : 18 VfL Gummersbach
1990 TSV Milbertshofen 16 : 12 & 17 : 17 THW Kiel
1991 TUSEM Essen 21 : 16 & 17 : 20 TV Niederwürzbach
1992 TUSEM Essen 20 : 19 & 19 : 20 (5 : 4 i.S.) SG Flensburg-Handewitt
1993 SG Wallau/Massenheim 24 : 21 TSV Bayer Dormagen
1994 SG Wallau/Massenheim 17 : 14 SG Flensburg-Handewitt
1995 TBV Lemgo 24 : 18 HSV Düsseldorf
1996 SC Magdeburg 20 : 18 TUSEM Essen
1997 TBV Lemgo 28 : 23 (14 : 11) HSG Dutenhofen/Müncholzhausen
1998 THW Kiel 30 : 15 (11 : 06) TV Niederwürzbach
1999 THW Kiel 28 : 19 (14 : 09) TBV Lemgo
2000 THW Kiel 26 : 25 n.V. (20 : 20, 11 : 11) SG Flensburg-Handewitt
2001 VfL Bad Schwartau 26 : 22 (10 : 13) HSG Wetzlar
2002 TBV Lemgo 25 : 23 (09 : 10) SC Magdeburg
2003 SG Flensburg-Handewitt 31 : 30 n.V. (27 : 27, 16 : 12) TUSEM Essen
2004 SG Flensburg-Handewitt 29 : 23 (14 : 08) HSV Hamburg
2005 SG Flensburg-Handewitt 33 : 31 (16 : 13) THW Kiel
2006 HSV Hamburg 26 : 25 (09 : 10) Rhein-Neckar Löwen
2007 THW Kiel 33 : 31 (15 : 19) Rhein-Neckar Löwen
2008 THW Kiel 32 : 29 (17 : 18) HSV Hamburg
2009 THW Kiel 30 : 24 (15 : 12) VfL Gummersbach
2010 HSV Hamburg 34 : 33 n.V. (33 : 30; 30 : 30; 15 : 15) Rhein-Neckar Löwen
2011 THW Kiel 30 : 24 (16 : 13) SG Flensburg-Handewitt
2012 THW Kiel 33 : 31 (15 : 15) SG Flensburg-Handewitt
2013 THW Kiel 33 : 30 (12 : 16) SG Flensburg-Handewitt
2014 Füchse Berlin 22 : 21 (11 : 11) SG Flensburg-Handewitt
2015 SG Flensburg-Handewitt 27 : 27 n.V. (24:24, 11 : 11), 5:4 i.S. SC Magdeburg
2016 SC Magdeburg 32 : 30 (14 : 12) SG Flensburg-Handewitt

Erfolgreichste Vereine

Rang Logo Verein Titel Finale Titeljahre
1. THW Kiel 9 12 1998, 1999, 2000, 2007, 2008, 2009, 2011, 2012, 2013
2. VfL Gummersbach 5 8 1977, 1978, 1982, 1983, 1985
3. SG Flensburg-Handewitt 4 12 2003, 2004, 2005, 2015
4. TV Großwallstadt 4 6 1980, 1984, 1987, 1989
5. TUSEM Essen 3 6 1988, 1991, 1992
6. TBV Lemgo 3 4 1995, 1997, 2002
7. GWD Minden 3 3 1975, 1976, 1979
8. HSV Hamburg 2 4 2006, 2010
SC Magdeburg 2 4 1996, 2016
10. SG Wallau/Massenheim 2 3 1993, 1994
11. TuS Nettelstedt-Lübbecke 1 2 1981
Füchse Berlin 1 2 2014
13. MTSV Schwabing 1 1 1986
TSV Milbertshofen 1 1 1990
VfL Bad Schwartau 1 1 2001

Einzelnachweise

  1. www.handballwoche.de, 6. Februar 2011
  2. Pokalendrunde erhält neuen Namenssponsor. In: handball-world.com. 9. Februar 2015, abgerufen am 3. Juni 2016.

Kategorien: DHB-Pokal

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/DHB-Pokal (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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