Düsseldorf-Duisburger Kleinbahn - LinkFang.de





Düsseldorf-Duisburger Kleinbahn


„D-Bahn“ Düsseldorf–Duisburg
Haltestelle Klemensplatz mit Hochbahnsteigen, Blickrichtung Nord
Streckenlänge:41,3 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:750 V =
Kehranlage
Straßenbahnstrecke von Dinslaken 903
Meiderich Bahnhof Endstation U 79
Auf dem Damm
ehem. Rampe Rübenstraße
Duissern
Stadtbahnstrecke von Mülheim 901
Duisburg Hbf
König-Heinrich-Platz
Stadtbahnstrecke nach Obermarxloh Schleife 901
Steinsche Gasse
Rampe Heerstraße
Platanenhof
Straßenbahnstrecke nach Hüttenheim Schleife 903
Musfeldstraße
Kremerstraße
ehem. Innenstadtstrecke vom Hbf
Karl-Jarres-Straße
ehem. Straßenbahnstrecke von Neudorf/Hbf
Grunewald
Betriebshof
Grunewald Betriebshof
Betriebsstrecke nach Hüttenheim
Kulturstraße
Im Schlenk
Waldfriedhof (bis 2011: Neuer Friedhof)
Münchener Straße
Sittardsberg
Mühlenkamp
St. Anna Krankenhaus
ehem. Wendeschleife 909 (1992 stillgelegt)
Angerbogen (Geisterbahnhof)
Kesselsberg
Stadtgrenze Duisburg/Düsseldorf
Froschenteich
Wittlaer
Am Mühlenacker
ehem. Wendeschleife 711 (1981 stillgelegt)
Kalkumer Schlossallee
Klemensplatz
Kittelbachstraße
Alte Landstraße
Spielberger Weg (bis 1988 711 )
Lohausen (bis 2007: Flughafenstraße)
Zu den Eichen (bis 1990)
Freiligrathplatz
von/nach ESPRIT arena/Messe Nord U 78
Messe Ost/Stockumer Kirchstraße
Nordpark/Aquazoo
ehem. Wendeschleife (1997 stillgelegt)
Reeser Platz
Theodor-Heuss-Brücke
Golzheimer Platz
Kennedydamm
ehem. Strecke Kaiserswerther Straße (1988 stillgelegt)
Rampe Fischerstraße
Victoriaplatz/Klever Straße
Nordstraße
Strecke von Neuss/Krefeld U 70 U 74 U 75 U 76 U 77
ehem. Rampe Opernhaus
Heinrich-Heine-Allee U 71 U 72 U 73 U 83
Steinstraße/Königsallee
Oststraße
Düsseldorf Hbf 704 707 708 709
Oberbilker Markt/Warschauer Straße 704
Ellerstraße
Oberbilk S 705 (bis 2012: Oberbilk Bf/PhilipsHalle)
Rampe Siegburger Straße
Kaiserslauterner Straße
Provinzialplatz
Werstener Dorfstraße (Bstg 1/2)
Strecke von/nach Holthausen U 71 U 83 / U 74 U 77
Werstener Dorfstraße (Bstg 3/4)
Südpark (Bstg 8/9 U 71 U 79 U 83 )
Strecke von/nach Bilk 704 / U 71 U 73 U 83
Südpark (Bstg 3/4 U 73 704 )
gepl. Strecke zur Universität West
Universität Ost/Botanischer Garten
  Endstation U 73 U 79 704
Wendeschleife

Die Düsseldorf-Duisburger Kleinbahn GmbH war ein Nahverkehrsunternehmen, das Straßenbahnen in Düsseldorf und Duisburg betrieb. Das Unternehmen wurde 1938 aufgelöst und je zur Hälfte von der Rheinbahn und der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) weiter betrieben. Der Fuhrpark wurde zunächst mit übernommen und unterschied sich bis zur Einführung der Stadtbahnwagen Ende der 1980er Jahre nach wie vor von den übrigen Fahrzeugen des jeweiligen Unternehmens beispielsweise durch Doppelscheinwerfer vorn, gepolsterte Sitze, größere Abstände zwischen den Sitzreihen und anderes.

Geschichte

Im Jahre 1896 bestanden Pläne, die beiden Städte Duisburg und Düsseldorf durch eine Kleinbahn zu verbinden. Aufgrund des Widerstandes durch die Staatsbahn beschloss man, sich zunächst auf eine Verbindung zwischen Düsseldorf und Kaiserswerth zu konzentrieren. Zu diesem Zweck wurde am 15. September 1898 die Düsseldorf-Duisburger Kleinbahn GmbH gegründet und zunächst am 2. Januar 1899 ein Vertrag mit der Stadt Düsseldorf unterzeichnet. Einen Monat später folgte der Vertrag mit der Stadt Duisburg. Mit diesen Verträgen bekam die Bahn die Konzession zwischen Düsseldorf und Duisburg, die geplante Kleinbahn zu bauen und zu betreiben. In dem Vertrag war es ausdrücklich untersagt, die beiden Hauptbahnhöfe miteinander zu verbinden. Am 31. Oktober 1899 wurde die Strecke von Düsseldorf nach Kaiserswerth eröffnet, zunächst mit der Nordstraße als südlichstem Haltepunkt. Nachdem die Strecke verlängert worden war, nahm das Unternehmen am 26. August 1900 auf der gesamten, fast 24 Kilometer langen Strecke zwischen Düsseldorf und Duisburg den Verkehr auf. Hinzu kam eine Zweigstrecke in Düsseldorf nach Stockum.

In den Jahren 1905 und 1906 erwarb die RWE auf Betreiben von Hugo Stinnes nach und nach die Anteile an der Kleinbahn. Da es ihm nicht gelang, ein Monopol für Straßenbahnen in dem Gebiet zwischen Rhein und Ruhr zu erhalten, trat er die Kleinbahn an die Allgemeine Lokal- und Straßenbahngesellschaft ab.

1908 verlängerte man das Netz in Duisburg und 1912 wurde auf Duisburger Stadtgebiet eine Stichstrecke nach Grunewald gebaut. 1914 folgte eine Strecke nach Angerhausen und 1927 nach Hüttenheim.

1911 übernahm die Stadt Düsseldorf die auf Ihrem Stadtgebiet liegenden Teile der Bahn und 1913 folgte Duisburg diesem Beispiel. Obwohl die Bahn jetzt den beiden Städten gehörte, blieb die GmbH weiterhin bestehen. Der Sitz des Unternehmens wurde allerdings nach Duisburg verlegt. Im Jahre 1920 stellten die beiden Städte Überlegungen an, die Bahn auf einen separaten Bahnkörper zu verlegen. Diese Pläne wurden allerdings ad acta gelegt, als eine Studiengesellschaft Planungen für eine Schnellbahn von Dortmund über Bochum, Essen, Mülheim, Duisburg und Düsseldorf nach Köln präsentierte. Da dieses Vorhaben aber am Widerstand der Reichsbahn scheiterte, wurden die Pläne für die Kleinbahn wieder hervorgeholt und man begann, diese umzusetzen.

Nachdem 1924 Düsseldorf 50 Prozent der Bahn erworben hatte, folgte ab dem 6. August 1925 der Ausbau der Strecke. Durch einen eigenen Bahnkörper und Einrichtung signalgeregelter Bahnübergänge konnte man die Geschwindigkeit anfangs auf 40 km/h, später auf 60 km/h steigern. Die Fahrzeit wurde von zuvor 78 Minuten auf 63 Minuten verkürzt.

Die Linie wurde 1935 in Duisburg im Einschnitt bis zum Hauptbahnhof verlängert und in Düsseldorf bis zum Graf-Adolf-Platz. Gleichzeitig wurde die Linienbezeichnung „D“ für diese Linie eingeführt.

Am 1. April 1938 wurde die Düsseldorf-Duisburger Kleinbahn GmbH aufgelöst und vollständig von der Duisburger Straßenbahnen GmbH und der Rheinbahn übernommen. Für die Fahrgäste war diese Übernahme nicht erkennbar, wurde die Linie doch mit den gleichen Fahrzeugen und dem gleichen Takt bedient.

Die bis zur Gründung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr unter der Bezeichnung D-Bahn geführte Verbindung der ehemaligen Düsseldorf-Duisburger Kleinbahn wurde anschließend zur Schnellstraßenbahn-Linie 79. Seit Eröffnung des Innenstadttunnels 1988 ist die Linie mittlerweile Teil des Stadtbahn-Netzes Rhein-Ruhr und trägt die Nummer U79. Sie verbindet heute nicht nur die Stadtzentren von Duisburg und Düsseldorf, sondern verkehrt vom nördlichen Duisburger Stadtteil Meiderich bis zur Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität.

Zukunft

Momentan (März 2013) ist unsicher, ob die U79 zukünftig noch nach Duisburg verkehren wird.[1] Grund ist, dass in einigen Jahren keine Ersatzteile mehr für die jetzige Zugsicherungstechnik angeboten werden. Dies bedeutet für die Städte Düsseldorf und Duisburg neue Investitionen in neue Technik. Die Planungen hierfür wurden bereits ausgeschrieben. Im zweiten oder dritten Quartal 2013 sollen dann die Ausschreibungen für die Teile und Arbeiten erfolgen. Hauptproblem hierbei ist die Finanzlage der Stadt Duisburg, die 35 bis 36 Millionen Euro tragen müsste, davon vier Millionen für Fahrzeuge und 32 Millionen für die in Tunneln eingebaute Technik. Zuschüsse des Landes gab es bisher nur für den Neubau, nicht für Ersatzinvestitionen. Laut DVG soll es hier jedoch eine Annäherung geben. Ca. 50 Millionen Euro entfallen auf die Stadt Düsseldorf.

Die Umstellung erfordert eine ausgiebige Testphase mit Parallelbetrieb beider Systeme über einen längeren Zeitraum.

Besonderheiten

Eine Besonderheit der D-Bahn und der K-Bahn Düsseldorf–Krefeld (heute U70/U76) war das Speisewagenabteil, das die Fahrgäste mit Getränken und kleinen Speisen bewirtete. Da die DVG in den 1990er Jahren die Speiseabteile entfernte, gibt es Speisewagen nur noch auf den Linien nach Krefeld, deren Betrieb am 23. Dezember 2014 auslief. Die umgebauten Wagen erkennt man heute nur noch an einer fehlenden Wagentür im Mittelteil.

Eine zeitgenössische filmische Perspektive auf den Betrieb der U79 bietet der Schimanski-Tatort Gebrochene Blüten (1988), in dem Kommissar Schimanski einen Verbrecher auf der Strecke zwischen Duisburg Hauptbahnhof und dem auf den Bau einer zukünftigen unterirdisch verkehrenden Stadtbahn vorbereitend konstruierten Bahnhof Sittardsberg verfolgt.

Auf der Strecke befindet sich der einzige Geisterbahnhof der Stadtbahn Rhein-Ruhr, der Bahnhof Angerbogen im Duisburger Süden.

Siehe auch

Literatur

  • Norbert Kurtenbach: Die D-Bahn – Von der Kleinbahn zur Stadtbahn, in: Huckinger Heimatbuch – Geschichte und Geschichten, Band 2, Oberhausen 1997, S. 189–233.
  • Bruno Peters: Histörchen von der Kleinbahn – Bei Hochwasser wurde in Wittlaer auf einen Nachen umgestiegen, in: Heimat-Jahrbuch Wittlaer 1984, Ratingen 1984, S. 47.
  • Dieter Zeh: Als die Postkutschen verschwanden – Die Düsseldorf-Duisburger Kleinbahn und Wittlaer, in: Heimat-Jahrbuch Wittlaer 1984, Ratingen 1984, S. 42–46.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. U79 soll nicht auf der Strecke bleiben. In: NORD•BOTE, Nr. 4 Jahrgang 26. Dietmar Oelsner (Hrsg.). Düsseldorf, 1. März 2013.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Düsseldorf-Duisburger Kleinbahn (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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