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Dürrholz


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: NeuwiedVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Puderbach
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 6,9 km²
Einwohner: 1210 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 175 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56307
Vorwahl: 02684
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 014
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 13
56305 Puderbach
Webpräsenz: www.duerrholz.net
Ortsbürgermeisterin: Anette Wagner
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Dürrholz ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz. Die Gemeinde liegt im Westerwald und gehört der Verbandsgemeinde Puderbach an.

Geographie

Lage

Hügel und kleine Täler beschreiben die Geographie der Ortsgemeinde Dürrholz. Die geographische Höhe über NHN beträgt zwischen 230 m im Grenzbachtal bei Werlenbach bis 360 m auf der Anhöhe zwischen Daufenbach und Linkenbach. Der Muscheider Bach, der Daufenbach und der Werlenbach durchfließen die Gemeinde und münden in den Grenzbach, der wiederum in die Wied mündet.

Gemeindegliederung

Ortsteil Einwohner
Daufenbach 641
Muscheid 436
Werlenbach 230

(Stand 31. Dezember 2006)

Geschichte

Dürrholz ist ein historisch gewachsenes Gebilde, der Name steht schon seit Jahrhunderten für die drei Ortschaften Daufenbach, Muscheid und Werlenbach.

Dürrholz

Der Name Dürrholz deutet darauf hin, dass die Dörfer Daufenbach, Muscheid und Werlenbach im Zuge der größeren Waldrodungen im 11. und 12. Jahrhundert entstanden sind. Andere Deutungen des Gemeindenamens leiten sich vom fränkischen „durr“ oder „dern“ her, was so viel bedeutet wie „viel“ oder „groß“. Hieraus kann der Schluss gezogen werden, dass die Region waldreich war.

Das Gebiet der Gemeinde Dürrholz gehörte im 15. Jahrhundert zum hohen Grafengericht der Grafen von Wied, zur „Hohen Veste Urbach“. Eine erste urkundliche Erwähnung des Namens Dürrholz stammt aus dem Jahr 1553 als Heinrich von Isenburg-Neumagen seinen Besitz seinen Vettern in Grenzau überließ und dafür die „Dorrholzer“ Leibeigenen im Kirchspiel Urbach erhielt. Im gleichen Jahre wird Dürrholz als zur „Hohen Veste Puderbach“ gehörig erwähnt. Die Gerichte Urbach und Puderbach wurden Ende des 16. Jahrhunderts aufgehoben und in die Zuständigkeit des gräflich-wiedischen Amtmanns zu Dierdorf gelegt.

Daufenbach

In einer Urkunde vom Jahre 1395 heißt Daufenbach „Duyffenbach“, also Tiefenbach. Damals besaß das Stift Herford Güter in Daufenbach. Es gab auch ein Rittergeschlecht derer von Daufenbach. Der Name Daufenbach weist auch auf nasses, feuchtes Gebiet hin.

Muscheid

In einer Urkunde vom Jahre 1539 heißt Muscheid: „Mutscheid“. „Mut“, die Kürzung des germanischen Vornamens „Mutho“, verbunden mit der Endung „scheid“, was Grenze bedeutet. Demnach könnte angenommen werden, dass die Dörfer der Gemeinde in der Zeit von der Völkerwanderung bis zur Einführung des Christentums gegründet wurden. Einer anderen Deutung zufolge kommt der Name Muscheid von „Moos“ und „Scheid“ im Sinne von Wasserscheide oder Grenzscheide.

Werlenbach

In der zugrunde liegenden Literatur findet sich lediglich der Hinweis, dass der Ortsname Werlenbach schwer zu deuten ist.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dürrholz, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 311
1835 376
1871 496
1905 540
1939 624
1950 660
Jahr Einwohner
1961 719
1970 856
1987 972
1997 1.126
2005 1.322
2014 1.210

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Dürrholz besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.[3]

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „Unter silbernem Schildhaupt, darin ein grüner Forsthaken, in Rot drei fächerförmig gestellte zweizeilige Ahren“.

Die drei Ähren sollen auf die drei Orte Daufenbach, Muscheid und Werlenbach hinweisen, die die Gemeinde Dürrholz und deren frühere landwirtschaftliche Nutzung bilden. Die drei Ähren gehen von einem Halm aus und sollen das Gemeinsame der drei genannten Orte andeuten. Der Forsthaken symbolisiert den Waldreichtum der Gemeinde und weist auch auf deren Name Dürrholz hin. Die Wappenfarben Rot und Silber weisen darauf hin, dass die Gemeinde Dürrholz ehemals zur Grafschaft Wied bzw. zum Fürstentum Wied gehörte. Das Wappen hat Rechtsgültigkeit seit dem 24. September 1974, der Entwurf stammt von Ernst Zeiler, Raubach.

Wirtschaft und Infrastruktur

In der Gemeinde Dürrholz existiert ein Industriegebiet im Ortsteil Daufenbach.

Verkehr

Weblinks

 Commons: Dürrholz  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dürrholz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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