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Dürrhennersdorf


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: GörlitzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Neusalza-Spremberg
Höhe: 396 m ü. NHN
Fläche: 10,67 km²
Einwohner: 1006 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02708
Vorwahl: 035872
Kfz-Kennzeichen: GR, LÖB, NOL, NY, WSW, ZI
Gemeindeschlüssel: 14 6 26 070
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 60
02708 Dürrhennersdorf
Bürgermeister: Albrecht Gubsch (parteilos)
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Dürrhennersdorf (obersorbisch Suche Hendrichecy) ist eine sächsische Gemeinde im Landkreis Görlitz. Sie erstreckt sich im Tal des Großschweidnitzer Wassers, nahe der Grenze zu Tschechien und gehört der Verwaltungsgemeinschaft Neusalza-Spremberg an.

Geografie und Verkehr

Die Gemeinde Dürrhennersdorf liegt im westlichen Teil des Landkreises, etwa 7 km südlich von Löbau am Nordrand des Lausitzer Berglandes zwischen dem Kuhberg (433,6 m), dem Seidelberg (424,7 m), dem Hutberg (422,5 m) und dem Hölleberg (347,1 m). Die Bundesstraße 96 und die Grenze zur Tschechischen Republik verlaufen südlich des Gemeindegebietes. Der Bahnhof Dürrhennersdorf befindet sich an der Bahnstrecke Ebersbach–Löbau, die jedoch außer für den Güterverkehr und Sonderfahrten stillgelegt ist. Nordöstlich des Dorfes beginnt der Höllengrund, ein enges Tal des Großschweidnitzer Wassers.

Von 1892 bis 1945 führte die Schmalspurbahn Taubenheim–Dürrhennersdorf über Schönbach und Oppach nach Taubenheim/Spree.

Geschichte

Dürrhennersdorf wurde 1306, wie die meisten Dörfer in der Umgebung, unter das Obergericht Löbau gestellt, damals Heinrickesdorpp geschrieben, was auf einen Lokator Heinrich hinweist. Dieses Jahr gilt auch als erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Im Jahre 1631 im Dreißigjährigen Krieg wurde Dürrhennersdorf geplündert.

Im Frühjahr 1940 kamen die polnischen Eheleute Anton und Josefa Mielniczuk als Zwangsarbeiter auf das Rittergut des Ortes. Ihr Sohn Kazimierz wurde von der deutschen Hebamme Gertrud Landgraf aufgezogen - entgegen den NS-Weisungen zur Behandlung von "Fremdvölkischen" - und damit rette sie sein Leben.[2]

Am Ende des Zweiten Weltkrieges nach der Sprengung des Bahnviaduktes und der Kleinbahnbrücke wurde Dürrhennersdorf zwangsweise zur vorläufigen Endstation für zahlreiche Vertriebene und Flüchtlinge aus dem Sudetenland und Schlesien. Einige blieben für immer hier.

Ortsnamenformen

1306: Heinrickesdorpp, 1348: Fricze von Henrichisdorf, 1419: Heynerßdorff dorre, 1448: Heinirsdorff, 1483: Heinerßdorff, 1503: Dorrheynerßdorff, 1569: Dorrenhennerßdorf, 1657: Dürrhennersdorff

Verwaltungszugehörigkeit

1777: Bautzener Kreis, 1843: Landgerichtsbezirk Löbau, 1856: Gerichtsamt Neusalza, 1875: Amtshauptmannschaft Löbau, 1952: Kreis Löbau, 1994: Landkreis Löbau-Zittau, 2008: Landkreis Görlitz

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner[3]
1777 19 besessene(r) Mann,
22 Gärtner, 66 Häusler
1834 870
1871 1100
1890 969
1910 978
1925 1311
1939 1321
1946 1609
1950 1724
1964 1523
1990 1203
2000 1272
2007 1163
2009 1148
2012 1046
2013 1018

Gemeindegliederung

Ortsteile sind Dürrhennersdorf und Neuschönberg.

Politik

Gemeinderatswahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 58,2 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
60,9 %
36,2 %
2,9 %
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 8 Sitze
  • Freie Wählervereinigung (FW): 4 Sitze

Sehenswürdigkeiten

  • Umgebindehäuser
  • Schützenhaus (Gaststätte mit Vereinsraum und Kegelbahn) [5]
  • Park mit jährlich stattfindenden kulturellen Veranstaltungen [6]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Cornelius Gurlitt: Dürrhennersdorf. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 34. Heft: Amtshauptmannschaft Löbau. C. C. Meinhold, Dresden 1910, S. 95.

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ursula Höntsch: Kazio und seine Mütter, in: Die Stunde Null, Berlin 1966, S. 140
  3. Dürrhennersdorf im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  5. http://www.schuetzenhaus-duerrhennersdorf.de/
  6. http://www.park-duerrhennersdorf.de

Weblinks

 Commons: Dürrhennersdorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dürrhennersdorf (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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