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Dümpelfeld


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: AhrweilerVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Adenau
Höhe: 240 m ü. NHN
Fläche: 11,86 km²
Einwohner: 579 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53520
Vorwahl: 02695
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 501
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 15
53518 Adenau
Webpräsenz: www.duempelfeld-ahr.de
Ortsbürgermeister: Rainer Schlömp
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Dümpelfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Adenau an.

Geographie

Dümpelfeld liegt sieben Kilometer nördlich der Stadt Adenau an der Mündung des Adenauer Bachs in die Ahr. Die Wohnbebauung des Ortes erstreckt sich sowohl entlang der Ahr als auch bis ins Seitental des Adenauer Bachs hinein. Unmittelbar westlich erhebt sich das Hohnsköpfchen (357 m ü. NHN ), östlich steigt das Gelände etwas langsamer zum Mansfelder Kopf (480 m ü. NHN ) an. Ein Großteil des Gemeindegebiets liegt im Staatsforst Adenau, im äußeren Norden befindet sich das Naturschutzgebiet An der Teufelsley.

Gemeindegliederung

Zur Ortsgemeinde Dümpelfeld gehören neben dem gleichnamigen Ortsteil die als Ortsbezirk ausgewiesenen Ortsteile Niederadenau und Lückenbach sowie der Wohnplatz Hahnensteinermühle.[2] Niederadenau liegt weiter oberhalb am Adenauer Bach, Lückenbach im Nachbartal des gleichnamigen Lückenbachs. Außerdem gehört ein Wochenendgebiet im Ommelbachtal mit ca. 60 Häusern, davon ca. 40 fest bewohnt, seit Anfang der 2000er Jahre als Splittersiedlung zu Dümpelfeld. Es liegt 1,5 bis 3 km vom Ortskern entfernt in Richtung Nordosten und entstand zunächst als reines Wochenendgebiet in den 1960er Jahren. Während des dritten Reiches war in der Nähe ein großes militärisches Übungsgebiet. Die Ommelbachstrasse führt in Richtung Norden weiter zu einer Stellung, die mittlerweile ungenutzt ist. Bis etwa 1997 hatte dort das Zivilschutzamt einen Übungsplatz.

Geschichte und Namensursprung

Siedlungsspuren weisen auf die Existenz einer römischen Villa rustica auf dem Gemarkungsgebiet hin. Der Name Dümpelfeld weist mit seinem ersten Bestandteil „Dümpel“ (Tümpel) auf feuchtes Land hin, der zweite Teil „-feld“ (-velt) wurde um die Wende ins zweite christliche Jahrtausend oft für Neugründungen von Wohnplätzen genutzt. Zur Zeit seiner Gründung gehörte das Gebiet zum Besitz des St.-Kunibert-Stifts in Köln.

Dümpelfeld wurde wahrscheinlich erstmals 1153 mit der Nennung eines Beurkundungszeugen mit Namen Karolus de Dumplenvelt schriftlich erwähnt, das zweite Mal 1251 in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Konrad von Hochstaden, die in villa, que Dumpinvelt vocatur (im Dorf, das Dümpelfeld genannt wird) ausgestellt wurde.[3]

Ab 1815 gehörte der Ort zum Königreich Preußen und von 1816 an zur Bürgermeisterei Adenau, die zum Kreis Adenau im Regierungsbezirk Koblenz in der Rheinprovinz (1822) gehörte. In den folgenden Jahrzehnten wurde Dümpelfeld, wie auch die benachbarten Orte, verstärkt an das Straßennetz angeschlossen. 1886/88 wurde Dümpelfeld mit der Eröffnung der Bahnstrecke Adenau–Altenahr–Ahrweiler an das Schienennetz angeschlossen. Hier ereignete sich am 16. August 1918 ein schwerer Eisenbahnunfall, als in Dümpelfeld ein Personenzug mit einem Militärzug zusammen stieß. 31 Menschen starben, 73 weitere wurden verletzt.[4]

1985, fast 100 Jahre später, wurde auf Beschluss des Bundesverkehrsministeriums die Strecke mit dem Dümpelfelder Bahnhof stillgelegt. Die Beschäftigung bei der Bahn gaben zahlreichen Einwohnern eine stabile Lebensgrundlage.[5] Die beiden, das Bild des Ortskerns von Dümpelfeld prägenden über 100 Jahre alten Eisenbahnbrücken wurden im November 2010 abgerissen.

Am 1. Oktober 1976 wurden die bis dahin eigenständigen Ortsgemeinden Lückenbach und Niederadenau nach Dümpelfeld eingemeindet.[6]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dümpelfeld bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[7][1]

Jahr Einwohner
1815 440
1835 499
1871 463
1905 536
1939 558
1950 594
Jahr Einwohner
1961 611
1970 674
1987 632
1997 722
2005 693
2014 579

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Dümpelfeld besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[8]

Sehenswürdigkeiten

Die Kirche St. Cyriakus aus dem 13. Jahrhundert, heute als Friedhofskapelle genutzt, wurde 2003 renoviert. Außerdem ein paar alte Häuser und in der Nähe des Wochenendgebietes (unberechtigterweise von der einheimischen Bevölkerung früher "Millionenhügel" genannt) die Teufelsley, der größte Quarzitfelsen Europas.

Vereine

In Dümpelfeld gibt es einen Junggesellenverein, einen Sportverein (SC Dümpelfeld) und einen Männergesangsverein (Männergesangsverein Cäcilia Dümpelfeld/Hönningen). Außerdem besteht ein Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr und der 'alten Kirche' und der Kapellenverein "Maria Magdalena" in Niederadenau. 2009 hat sich zudem ein Kirchenchor, der CyriaChor, gegründet. Die Vereine richten im August die traditionelle Dümpelfelder Kirmes aus.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks

 Commons: Dümpelfeld  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile , Seite 5 (PDF; 2,2 MB)
  3. Geschichtsangaben der Gemeinde
  4. Hans Joachim Ritzau: Eisenbahn-Katastrophen in Deutschland. Splitter deutscher Geschichte. Bd.1: Landsberg-Pürgen 1979, S. 79.
  5. Die Ahrtalbahn und kein Ende
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 , Seite 175 (PDF; 2,5 MB)
  7. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dümpelfeld (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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