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Crossen an der Elster


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Holzland-KreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Heideland-Elstertal-Schkölen
Höhe: 176 m ü. NHN
Fläche: 10,74 km²
Einwohner: 1581 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07613
Vorwahl: 036693
Kfz-Kennzeichen: SHK, EIS, SRO
Gemeindeschlüssel: 16 0 74 012
Gemeindegliederung: Kerngemeinde;
2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Flemmingstr. 17
07613 Crossen
Bürgermeister: Uwe Berndt (Die Linke)
}

Crossen an der Elster ist eine Gemeinde im Nordosten des Saale-Holzland-Kreises in Thüringen und ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen.

Geografie

Crossen liegt in der Nähe von Eisenberg an der Mündung der Rauda in die Weiße Elster, unweit der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Hartmannsdorf (bei Eisenberg), Heideland, Rauda und Silbitz im Saale-Holzland-Kreis sowie Wetterzeube im sachsen-anhaltischen Burgenlandkreis.

Gemeindegliederung

Zu Crossen gehören die Ortsteile Ahlendorf (Ersterwähnung 1378), Tauchlitz (Ersterwähnung 20. September 1271) und Nickelsdorf (Ersterwähnung 4. April 1109).[2] Diese besitzen jedoch keinen eigenen Ortsteilrat.

Geschichte

Am 31. März 995 wurde Crossen erstmals urkundlich erwähnt.[3]

Im Crossener Rittergutswald weisen acht sichtbare Grabhügel auf die jungsteinzeitliche Besiedlung hin. Die Gräber gehörten zu einem Gräberfeld von elf Hügeln.[4]

Die Burg Crossen stand über dem linken Ufer der Weißen Elster nördlich der in die Elster mündenden Rauda. Sie wurde im Auftrag der Bischöfe von Naumburg-Zeitz zum Schutz des Elstertales errichtet. Schon 995 wurde Crossen im Gau Pozowa urkundlich erwähnt.[5] Jetzt steht auf dem Areal das Schloss Crossen, gebaut von den Herren von Wolframsdorf. Der Bergfried und zwei künstliche Befestigungsgräben sind noch Zeugen der Vorgängeranlage.[6]

Bis 1792 gehörte Crossen zum kursächsischen Amt Haynsburg.

In der Gemarkung des Ortsteils Nickelsdorf nennt man den Westvorsprung des Mühlbergs „Nickelsburg“. Diese „Burg“ gehört zu den beeindruckendsten frühmittelalterlichen Anlagen. Sie hat noch drei Wälle, die den Sporn nach Nordosten abriegeln; der den Hang sichernde Wall ist auch noch gut erhalten. 1935/36 fand man bei Ausgrabungen früh- und hochmittelalterliche Funde sowie jungsteinzeitliche Keramik und Feuersteinartefakte. Es gibt noch einen Wall, der zur Jungsteinzeit gehörend eingeordnet wird.[7]

Am 1. Januar 1991 wurde der Name der Gemeinde von Krossen/Elster in Crossen an der Elster geändert. Am 25. März 1994 wurde Ahlendorf eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember)
  • 1994–2222
  • 1995–2204
  • 1996–2176
  • 1997–2219
  • 1998–2167
  • 1999–2150
  • 2000–2077
  • 2001–2049
  • 2002–2007
  • 2003–1957
  • 2004–1941
  • 2005–1923
  • 2006–1892
  • 2007–1851
  • 2008–1828
  • 2009–1810
  • 2010–1753
  • 2011–1723
  • 2012–1710
  • 2013–1685
  • 2014–1623
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Crossen an der Elster setzt sich aus zwölf Ratsmitgliedern zusammen:

  • Die Linke: 4 Sitze (32,3 % der Stimmen)
  • CDU: 4 Sitze (32,0 % der Stimmen)
  • FDP: 2 Sitze (16,4 % der Stimmen)
  • AfD: 1 Sitze (13,6 % der Stimmen)
  • Freiwillige Feuerwehr: 1 Sitz (5,8 % der Stimmen)

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[8]

Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke) wurde 2014 gewählt. Er setzte sich in der Stichwahl am 8. Juni 2014 mit 70,5 % der Stimmen gegen seinen Mitbewerber von der CDU durch.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Hauptsehenswürdigkeit des Ortes ist das barocke Schloss Crossen, das aber derzeit nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Weiterhin ist die sanierte Kirche St. Michaelis, die 1320 das erste Mal erwähnt wurde, prägend für das Ortsbild.

Geschichtsdenkmale

Auf dem Friedhof steht vor einer alten Linde ein Denkmal, das an Revolutionäre von 1848 erinnert, es wurde im Jahr 1948 errichtet.

Neben der Schule befindet sich in einer kleinen Parkanlage das in DDR-Zeiten errichtete Denkmal für die Opfer des Faschismus. Es erinnert an die Widerstandskämpfer der Gemeinde, darunter den im KZ Bergen-Belsen ermordeten Kommunisten Willy Graumüller, an den der Name eines Wohngebietes erinnerte, das seit 1990 Teisker-Siedlung heißt.[10]

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Der Ort besitzt zwei Haltepunkte, Crossen Ort und Crossen an der Elster, an der Bahnstrecke Leipzig–Probstzella. Eine Bahnverbindung nach Eisenberg existierte bis 1998.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 14, 281 und 198.
  3. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S.50
  4. Archäologischer Wanderführer Thüringen, Heft 9: Saale-Holzland-Kreis Ost. Gutenberg-Druckerei, Weimar 2007, ISBN 978-3-937517-51-3, S. 62.
  5. M.Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jena: Jenzig Verlag 2001, ISBN 3-910141-43-9, S.81.
  6. O.V.Archäologischer Wanderführer Thüringen, Heft 9: Saale-Holzland-Kreis Ost. Gutenberg-Druckerei, Weimar 2007, ISBN 978-3-937517-51-3, S. 61.
  7. Archäologischer Wanderführer Thüringen, Heft 9, Saale-Holzland-Kreis Ost. Gutenberg-Druckerei, Weimar 2007, ISBN 978-3-937517-51-3, S.64/65.
  8. Kommunalwahlen in Thüringen am 25. Mai 2014. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 13. Juni 2014.
  9. Kommunalwahlen in Thüringen 2014. Bürgermeisterwahlen 2014 in Thüringen. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 13. Juni 2014.
  10. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser, Band 8: Thüringen. Erfurt 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 206.

Weblinks

 Commons: Crossen an der Elster  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort an der Weißen Elster | Crossen an der Elster | Ort im Saale-Holzland-Kreis | Gemeinde in Thüringen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Crossen an der Elster (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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