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Convent Deutscher Akademikerverbände


Der Convent Deutscher Akademikerverbände (CDA) ist eine Interessenvereinigung von Altherrenverbänden studentischer Korporationen mit Sitz in Frankfurt am Main.

Gründung und Zweck

Farbentragende und nichtfarbentragende, konfessionell gebundene und nichtgebundene, schlagende und nichtschlagende Verbände schlossen sich am 7. Januar 1951 in Ludwigshafen zum CDA zusammen. Gegen den um sich greifenden Materialismus gewandt, umfasste er etwa 300.000 Altakademiker. Um für sie wirksamen Ehrenschutz zu erreichen, wollte der CDA das verbesserte Erlanger Verbände- und Ehrenabkommen inkraftsetzen.

Struktur

Die Mitgliedsverbände des CDA werden vom Lebensbund- und Conventsprinzip getragen und stehen für überliefertes, studentisches Brauchtum sowie verantwortliche Übernahme von Rechten und Pflichten in einer pluralistischen Gesellschaft. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, drei stellvertretenden Vorsitzenden und bis zu zwei Beisitzern. Die drei stellvertretenden Vorsitzenden üben jeweils die Funktion des Pressesprechers, Schatzmeisters und Schriftführers und weitere Funktionen aus. Der CDA ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft akademischer Verbände (AaV).

Die Aufgaben des CDA bestehen darin, Fragestellungen oder Probleme der Mitgliedsverbände gemeinsam zu lösen, die Interessen seiner Mitgliedsverbände gegenüber der Öffentlichkeit – Hochschulen, Wirtschaft und Staat – zu vertreten und gegebenenfalls zwischen den Mitgliedsverbänden zu vermitteln. Der Regelung von Ehrenstreitigkeiten innerhalb der angeschlossenen Verbände dient die Schlichtungsordnung des CDA/CDK von 1968. War er in den 1950er und 1960er Jahren durchaus noch von hochschulpolitischem Gewicht, ging sein Einfluss insbesondere nach dem Austritt der beiden Corpsverbände (Verband Alter Corpsstudenten, Weinheimer Verband Alter Corpsstudenten) erheblich zurück. Auch CV (Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen) und KV (Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine) gehören dem CDA nicht an. Diese Dachverbände haben sich im Europäischen Kartellverband der christlichen Studentenverbände (EKV) zusammengeschlossen. Viele Dachverbände haben ihren Austritt aus dem CDA zum 31. Dezember 2012 erklärt. Der CDA vertritt die Interessen von bislang noch 3 Verbänden mit 53 Altherrenschaften und rund 3.500 Mitgliedern.

Der CDA versteht sich heute als Arbeitsgemeinschaft und zunächst noch weniger als Dachverband. Gemäß seiner Satzung greift der CDA nicht in die Angelegenheiten seiner Mitgliedsverbände oder deren Verbindungen ein. Er fasst auch keine verbindlichen Beschlüsse für Mitgliedsverbände oder deren Mitgliedsverbindungen.

Durch eine teilweise Neukonstellation im Vorstand ergeben sich Entwicklungsimpulse in Richtung Paradigmenwechsel, um der neueren gesellschaftlichen Entwicklung mehr als bisher Rechnung zu tragen. Neue Schwerpunktthemen: Organisationsentwicklung, Ausbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Kompetenznetzwerk.

Mitgliedsverbände

Vollmitgliedsverbände

Assoziierte Mitgliedsverbände

  • Arbeitsgemeinschaft akademischer Verbände (AaV)
  • Arbeitskreis Studentenhistoriker im CDA (StuHi)
  • Deutsche Gesellschaft für Hochschulkunde (DGfH)
  • Verband für Studentenwohnheime e. V. Bonn (VfSt)

Statistik „Gewalt gegen studentische Korporationen“

Im Januar 2011 präsentierte der Verein zum ersten Mal eine Statistik, die Gewalt gegen Studentenverbindungen thematisierte. Als Zeitraum wurde das Jahr 2010 untersucht, hauptsächlich ging es dabei um Vandalismus (eingeschlagene Fenster, Farbbeutelwürfe) mit Schäden bis 50.000 €, aber auch schwere Körperverletzungen in zehn und Brandanschläge gegen Häuser und Fahrzeuge in fünf Fällen.[1] Der Statistik fehlt es jedoch an objektiver Substanz, da laut eigener Aussage nur in knapp zwei Dritteln der Fälle Strafanzeige erstattet worden sei[2] und etliche Delikte somit in keinem behördlichen Register auftauchen. Beim überwiegenden Teil der aufgeführten Straftaten werden in der Studie politische Motive (teilweise unter Berufung auf Bekennerschreiben, die über die laut Verfassungsschutz NRW linksextremistische Informationsplattform Indymedia veröffentlicht worden sind[3], aber auch basierend auf Zeitungsmeldungen[4]) angenommen; in nur einem einzigen Fall (Sachbeschädigung bei der Burschenschaft Alemannia Stuttgart) konnten die drei Täterinnen vor Ort gestellt und der Polizei übergeben werden[5]. Der CDA mahnt in der Studie angesichts von mindestens 29 eingestellten Ermittlungsverfahren und keinem einzigen eröffneten Strafverfahren im Jahr 2010[6] eine konsequentere behördliche Verfolgung derartiger Taten an.

Archiv

Das Archiv des CDA befindet sich im Institut für Hochschulkunde der Universität Würzburg.

Literatur

  • Bernhard Grün, Christoph Vogel: Die Fuxenstunde. Handbuch des Korporationsstudententums. Bad Buchau 2014, S. 243–244, ISBN 978-3-925171-92-5.
  • Herbert Kessler: Vielfalt und Einheit der deutschen Korporationsverbände, Erster Teil. Der Convent, Schriftenreihe des CDK/CDA, Oktober 1992

Quellen

  1. Pressemitteilung (PDF; 19 kB) des CDA
  2. Convent Deutscher Akademikerverbände (Hg.): Gewalt gegen Korporationen. Eine Dokumentation über das Jahr 2010, akadpress Essen 2011, S. 2
  3. Convent Deutscher Akademikerverbände (Hg.): Gewalt gegen Korporationen. Eine Dokumentation über das Jahr 2010, akadpress Essen 2011, S. 16, 23f., 63
  4. Gückel, Jürgen: „Nach Angriff folgt Demo“ – über eine Schlägerei zwischen "einer Gruppe Jugendlicher, die sich der antifaschistischen Szene zurechnen", und Angehörigen der Burschenschaft Brunsviga; abgerufen am 23. November 2011
  5. Convent Deutscher Akademikerverbände (Hg.): Gewalt gegen Korporationen. Eine Dokumentation über das Jahr 2010, akadpress Essen 2011, S. 80
  6. Convent Deutscher Akademikerverbände (Hg.): Gewalt gegen Korporationen. Eine Dokumentation über das Jahr 2010, akadpress Essen 2011, S. 2

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Convent Deutscher Akademikerverbände (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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