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Confederación Campesina del Perú


Die Confederación Campesina del Perú (CCP) ist ein Verband peruanischer Bauernorganisationen mit Sitz in Lima, der 1947 gegründet wurde. Sie spielte bei den Kämpfen der Indigenen in den Anden Perus um die Rückgabe ihrer Ländereien im 20. Jahrhundert eine entscheidende Rolle.

Die CCP ist Mitglied der internationalen Verbände Coordinadora Andina de Organizaciones Indígenas, Coordinadora Latinoamericana de Organizaciones del Campo (CLOC) und Vía Campesina.[1] Derzeitige Leiter sind Jorge Prado Sumari, Roberto López Cruz, Marcelina Vargas Quispe und Melchor Lima Hancco.

Die CCP wurde am 11. April 1947 von Vertretern indigener Dorfgemeinschaften (ayllus), Kleinbauern, Landarbeitern und Tagelöhnern gegründet. Einen Großteil der Mitgliedschaft machten Quechua-Bauern der Andenregion aus. Der erste Generalsekretär war Juan Hipólito Pévez Oliveros, Landarbeiter aus Ica. Weitere wichtige Leiter waren Ernesto Quispe Ledesma, später Rechtsanwalt in der Provinz La Convención (Departamento Cusco), und der trotzkistische Aktivist Hugo Blanco Galdós.

Die CCP war an Landbesetzungen in der Provinz La Convención (Cusco), in den Departamentos Pasco und Junín in den 1960er Jahren sowie in den Provinzen Andahuaylas und Chincheros 1974 beteiligt. Die CCP unterstützte die Enteignung der Haciendas unter der Militärregierung von Juan Velasco Alvarado ab 1969, kritisierte jedoch die Errichtung staatlich kontrollierter Großbetriebe wie der SAIS (Sociedades Agrícolas de Interés Social), in denen indigene Dorfgemeinschaften mit Landarbeitergenossenschaften auf enteignetem Hacienda-Land zusammengefasst wurden, und kämpfte für die Rückübertragung der Haciendas an die Dorfgemeinschaften.

1987 erreichten in der CCP organisierte Bauern im Departamento Puno die Rückübertragung von 2 Millionen Hektar Land.

Neben den ökonomischen setzt sich die CCP auch für die kulturellen indigenen Rechte ihrer Mitglieder ein, darunter auch für eine Stärkung der Quechua-Sprache, und nimmt an nationalen und internationalen indigenen Konferenzen teil.[2][3] In der Legislaturperiode von 2006 bis 2011 waren zwei Aktivistinnen der CCP im peruanischen Parlament, beides Quechua-Frauen: Hilaria Supa Huamán aus der Region Cusco (verherige Leiterin des regionalen Bauernverbandes von Cusco) und Juana Huancahuari aus Ayacucho (Vorsitzende der regionalen Landwirtschaftsorganisation von Ayacucho und Mitglied des nationalen Exekutivkomitees der CCP bis 2005). Seit 2001 stehen auch ökologische Ziele auf der politischen Agenda der CCP.[4]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Dante Salazar Tarazona: Como La Democracia, Que Es Para Todos, En America Latina Es Para Pocos. LibrosEnRed, 2007. S. 294.
  2. Declaración de los pueblos quechuas de Sudamerica, 5. August 2005
  3. Pronunciamento de las mujeres indígenas del Perú. Chirapaq, Lima, 5. Juni 2009.
  4. Raul E. Chacón: El nacimiento del ecologismo popular en el Perú, o la lucha sin fin de las comunidades de Vicco y San Mateo. Ecología política 24 (2003), S. 113-128: S. 119 .

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Confederación Campesina del Perú (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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