Common Lisp Object System - LinkFang.de





Common Lisp Object System


Das Common Lisp Object System (kurz: CLOS) ist die objektorientierte Erweiterung der Programmiersprache Common Lisp. Es hat seine Ursprünge in Loops und Flavors, und ist im ANSI-Standard für Common Lisp spezifiziert.

CLOS wird (optional) durch das Metaobject Protocol (kurz: MOP) implementiert. Das MOP ist nicht standardisiert, viele Implementierungen halten sich aber im Groben an die Spezifizierung aus dem Buch The Art of Metaobject Protocol (siehe Literaturangaben), welches oft einfach als AMOP bezeichnet wird.

Eigenschaften

CLOS erlaubt die Definition von Klassen mit Mehrfachvererbung, von Methoden und generischen Funktionen.

Da Common Lisp eine interaktive und inkrementelle Entwicklung von Programmen in einer Laufzeitumgebung erlaubt, können auch Klassen zur Laufzeit geändert werden. Dies kann z. B. durch Manipulation des Metaobjektprotokolls erreicht werden, das die Instanzen der geänderten Klassen konsistent hält. Dieses Verhalten kann durch den Programmierer angepasst werden. Insofern ist CLOS ein dynamisches und programmierbares Objektsystem.

Eine weitere Besonderheit gegenüber anderen objektorientierten Programmiersprachen wie Smalltalk oder Java ist die Tatsache, dass Methoden in CLOS nicht Klassen zugeordnet sind, sondern separaten generischen Funktionen.

Eine generische Funktion umfasst eine Menge von Methoden mit verschiedenen Signaturen. Beim Aufruf der generischen Funktion für eine Liste von Argumenten wird dynamisch diejenige Methode ausgewählt, deren Signatur am spezifischsten auf die Argumente passt. Generische Funktionen werden auch Multimethoden genannt, da die richtige Methode nicht nur aufgrund des ersten Arguments (in Smalltalk-artigen Objektsystemen oft der Empfänger der Nachricht genannt) ausgewählt wird, sondern aufgrund der gesamten Argumentenliste. Dieses Verhalten, das in CLOS auf elegante Weise eingebaut ist, wird heutzutage auch in anderen Sprachen oft in Form der sogenannten Aspektorientierung nachgebaut.

Literatur

  • Sonya E. Keene: Object-Oriented Programming in Common Lisp: A Programmer's Guide to CLOS. Addison-Wesley Professional, Boston 1989, ISBN 978-0-201-17589-9
  • Gregor Kiczales, Jim des Rivieres und Daniel G. Bobrow: The Art of the Metaobject Protocol. MIT Press, Boston 1991, ISBN 0-262-61074-4
  • Andreas Paepcke (Editor): Object-Oriented Programming: the CLOS Perspective. MIT Press, Boston 1993, ISBN 0-262-16136-2

Weblinks


Kategorien: Objektorientierte Programmierung | Common Lisp

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Common Lisp Object System (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.