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Colosseum (Band)


Colosseum

Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock, Jazz, Blues
Gründung 1968
Auflösung 1971
Neugründung 1994
Gründungsmitglieder
Jon Hiseman
Dick Heckstall-Smith
(1968–2004, † 2004)
Dave Greenslade
James Litherland (1968–1969)
Gitarre
Jim Roche (1968, nur im Anfang)
Tony Reeves (1968–1970)
Aktuelle Besetzung
Schlagzeug, Perkussion
Jon Hiseman
Saxophon
Barbara Thompson (ab 2004)
Keyboard, Vibraphon
Dave Greenslade
Gitarre, Gesang
David „Clem“ Clempson (ab Oktober 1969)
Bass, Gesang
Mark Clarke (ab August 1970)
Gesang
Chris Farlowe (ab September 1970)
Ehemalige Mitglieder
Bass
Louis Cennamo (1970, nur im Sommer)
Colosseum II (1975–1977)
Schlagzeug
Jon Hiseman
Keyboard
Don Airey
Gitarre, Gesang
Gary Moore († 2011)
Bass
Neil Murray (bis 1976)
Bass
John Mole (1977, † 2006)
Gesang
Mike Starrs (bis 1976)

Colosseum war eine britische Jazzrockband.

Geschichte

1968–1971

Colosseum wurde 1968 vom Schlagzeuger Jon Hiseman und dem Saxophonisten Dick Heckstall-Smith gegründet, die zuvor mit der Graham Bond Organization gespielt hatten und danach mit John Mayall’s Bluesbreakers den europäischen „weißen“ Blues popularisiert hatten. Hiseman brachte die ihm schon aus Schulzeiten bekannten Dave Greenslade (später Kopf seiner Band Greenslade) und Tony Reeves mit ein. Zusammen testeten sie zahlreiche Gitarristen und Sänger und entschieden sich für James Litherland (von James Litherland’s Brotherhood). Hiseman gewann den Musik-Produzenten Gerry Bron für die Produktion der Alben und die Organisation der Auftritte. Jim Roche war der zweite Gitarrist für eine kurze Zeit.

Innerhalb kurzer Zeit wurde Colosseum mit suitenartigen Kompositionen, die Jazz, Rock, Blues und klassische Elemente fusionierten, bekannt. Heckstall-Smith spielte zuweilen zwei Saxophone simultan. Das vielschichtige instrumentale Spektrum wurde 1970 durch den Rhythm-and-Blues-Sänger Chris Farlowe noch erweitert. Das Album Colosseum Live (Mitschnitt aus dem Jahre 1971) gilt als eines der besten Live-Alben der Rockgeschichte [1] und dokumentiert den wohl höchsten Entwicklungsstand der Gruppe. Colosseum löste sich im November 1971 auf.

Colosseum II

1975 gründete Hiseman Colosseum II mit Gary Moore, später stieß Don Airey dazu. Moore an der Gitarre brachte einen stärkeren Rock-Einfluss ein. Nach drei Jahren mit drei fast ausschließlich instrumentalen Alben zerbrach die Band, auch am geringen kommerziellen Erfolg. Moore ging zurück zu Thin Lizzy, Airey zu Rainbow.

Reunion 1994–2015

1994 holte Hiseman die Gruppe wieder zusammen – in der Original-Besetzung von 1971. Colosseum absolvierte eine erfolgreiche Reunion-Tour, bei der das Album Colosseum LiveS und eine Aufzeichnung für den WDR-Rockpalast entstanden. In den nächsten Jahren folgten mehrere Festival-Auftritte, Touren und Alben. 1997 ging die Band zum Studio-Album Bread and Circuses auf Tour, 2003 zum Album Tomorrow’s Blues. Nach dem Tod von Dick Heckstall-Smith 2004 wurde Jon Hisemans Ehefrau Barbara Thompson festes Bandmitglied. Sie hatte schon 1970 auf dem Album Daughter of Time bei Colosseum mitgewirkt und spielte lange zusammen mit Hiseman beim United Jazz and Rock Ensemble.

Nachdem die Band von 2011 bis 2014 wegen einer Parkinson-Erkrankung von Thompson pausieren musste, ging sie 2014 erneut auf Tour – in Deutschland, Tschechien und Österreich: Neue Medikamente für Thompson machten es möglich.[2] Mehr als 40 Jahre nach Colosseum Live gab es neue Konzerte und ein weiteres Studioalbum (Time on our side) – in der Besetzung Jon Hiseman (Schlagzeug), Barbara Thompson (Saxophon), Chris Farlowe (Gesang), Mark Clarke (Bass), David Clempson (Gitarre) und Dave Greenslade (Orgel).

Colosseum spielte sein Abschiedskonzert am 28. Februar 2015 im Londoner Shepherds`s Bush Empire.

Diskografie

Alben

  • 1969: Those Who Are About to Die Salute You – Morituri Te Salutant (UK-Edition, Fontana Records)
  • 1969: Those Who Are About to Die Salute You – Morituri Te Salutant (US-Edition, Dunhill Records, Cover und Songauswahl geändert)
  • 1969: Valentyne Suite (Vertigo Records)
  • 1970: The Grass Is Greener (US-Album, Dunhill Records, Clem Clempson: Gesang und Gitarre)
  • 1970: Daughter of Time (Vertigo Records)
  • 1971: Colosseum Live (Bronze Records)
  • 1971: The Collectors Colosseum (Bronze Records)
  • 1976: Strange New Flesh (Colosseum II)
  • 1977: Electric Savage (Colosseum II)
  • 1978: Wardance (Colosseum II)
  • 1994: LiveS The Reunion Concerts 1994
  • 1997: Bread & Circuses
  • 2003: Tomorrow’s Blues
  • 2007: Live05
  • 2014: Time On Our Side

Kompilationen

  • 1986: Epitaph (Castle Communications)
  • 1992: The Time Machine (Castle Communications)
  • 1996: Streets & Walkways – The Best of Gary Moore & Colosseum II (Music Club)
  • 2000: Walking In The Park – Best (1969–71, Zounds, alle Titel digital remastert)
  • 2009: Morituri Te Salutant (4 CD-Box)

Sessions

Literatur

  • Dick Heckstall-Smith: The Safest Place in the World. A Personal History of British Rhythm and Blues. Quartet Books, 1989
  • Martyn Hanson: Jon Hiseman. Playing the Band. The Musical Life of Jon Hiseman. Temple Music, 2010

Weblinks

 Commons: Colosseum  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Rhein-Zeitung: Colosseum: Ihre kraftvolle Musik bleibt ewig jung, 2014
  2. Temple Music: On the road again, 2014 /

Kategorien: Bluesrock-Band | Fusion-Band | Englische Band | Rockband

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Colosseum (Band) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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