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Colocasia (Pflanzengattung)


Colocasia

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Aronstabgewächse (Araceae)
Unterfamilie: Aroideae
Tribus: Colocasieae
Gattung: Colocasia
Wissenschaftlicher Name
Colocasia
Schott

Colocasia[1], auch Zehrwurz genannt[2], ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Aronstabgewächse (Araceae).[1] Die bis zu 20 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien verbreitet.[1] Taro (Colocasia esculenta) ist eine wichtige tropische Nahrungspflanze.

Beschreibung

Colocasia-Arten wachsen als große, immergrüne oder saisonal grüne,[1] ausdauernde krautige Pflanzen, die je nach Art niedrige bis für krautige Pflanzen riesige Wuchshöhen erreichen.[1] Sie enthalten Milchsaft.[1] Sie bilden oft Rhizome oder selten Stolone und meist einen kurzen „Stamm“ an dem die Blätter spiralig angeordnet sind.[1] Die einfachen Laubblätter sind gestielt und können zwischen 20 und 150 cm lang werden.

Blätter und Blütenstände sind gleichzeitig vorhanden. Colocasien sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Wie bei den Aronstabgewächsen üblich besteht der Blütenstand aus einem Blütenstandschaft, einem Hochblatt (Spatha) und dem Kolben (Spadix). Im Kolben gibt es weibliche, sterile und männliche Abschnitte. Es werden Beeren mit einigen bis vielen Samen gebildet.

Ökologie

Colocasia-Arten sind Nahrungspflanzen für Raupen einiger Schmetterlingsarten (Lepidoptera), beispielsweise der Gattung Palpifer: Palpifer murinus und Palpifer sexnotatus.

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Colocasia wurde 1832 durch Heinrich Wilhelm Schott in Heinrich Wilhelm Schott und Stephan Friedrich Ladislaus Endlicher: Meletemata Botanica, S. 18 aufgestellt. Ein Synonym für Colocasia Schott ist Leucocasia Schott.[3] Ein Synonym ist Colocasia Link veröffentlicht in Dissertationes Botanicae, 1795, S. 77.[4] Die Gattung Alocasia gehört zur Tribus Colocasieae in der Unterfamilie Aroideae innerhalb der Familie der Araceae.

Die Gattung Colocasia ist im tropischen bis subtropischen Asien verbreitet.[1]

In der Gattung Colocasia gibt es neun[3] bis zwanzig[1] Arten:

  • Colocasia affinis Schott (Syn.:Colocasia bicolor C.L.Long & L.M.Cao): Sie ist vom Himalaja vom nördlichen Bangladesch, nordöstlichen Indien, nördlichen Myanmar, Nepal bis zum südlichen Yunnan verbreitet.[3][1]
  • Colocasia antiquorum Schott (Syn.: Colocasia esculenta var. antiquorum (Schott) F.T.Hubbard & Rehder, Colocasia fontanesii Schott, Colocasia gaoligongensis H.Li & C.L.Long, Colocasia gongii C.L.Long & H.Li, Colocasia lihengiae C.L.Long & K.M.Liu, Colocasia tonoimo Nakai): Sie ist von Assam[3] über das nördliche Myanmar, nördliche Thailand und nördliche Laos bis zum südlichen sowie westlichen Yunnan verbreitet.[1]
  • Taro oder Elephantenohr (Colocasia esculenta (L.) Schott; Syn.:Colocasia antiquorum Schott, Colocasia formosana Hayata, Colocasia konishii Hayata): Sie ist von Sri Lanka über Indien bis zum Himalaja verbreitet.
  • Colocasia fallax Schott (Syn.: Colocasia heterochroma H.Li & Z.X.Wei, Colocasia tibetensis J.T.Yin, Colocasia yunnanensis C.L.Long & X.Z.Cai): Sie ist vom Himalaja vom nördlichen Bangladesch, nordöstlichen Indien über Bhutan sowie Nepal bis Thailand und zum südöstlichen Tibet sowie bis zur chinesischen Provinz Yunnan verbreitet.[3][1]
  • Colocasia gigantea (Blume) Hook. f. (Syn.: Caladium giganteum Blume), Heimat: Indien, Indochina, Malaiischer Archipel
  • Colocasia lihengiae C.L.Long & K.M.Liu, Heimat: von Arunachal Pradesh bis Yunnan[3]
  • Colocasia mannii Hook. f.: Sie kommt in Assam und auf den Nikobaren vor.[3]
  • Colocasia menglaensis J.T.Yin, H.Li & Z.F.Xu: Sie wurde 2004 erstbeschrieben und kommt in Laos, nördlichen Myanmar, nördlichen Thailand und in Yunnan nur in Mengla vor.[3]
  • Colocasia oresbia A.Hay: Sie kommt in Bangladesch und in Sabah vor.[3]

Nutzung

Taro (Colocasia esculenta) ist eine Nahrungspflanze, die seit mehr als 7000 Jahren kultiviert wird.[5] Vom Taro werden vorwiegend die stärkehaltigen Knollen der Pflanze genutzt. Sie werden wie Kartoffeln gekocht. In den Anbauländern werden auch die Blätter und Blattstiele als Gemüse gegessen. Sie enthalten viel Mineralien, Vitamin A, B und C.

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 Li Heng, P. C. Boyce: Colocasia, S. 22–23 - textgleich online wie gedrucktes Werk , In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 23: Acoraceae through Cyperaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2010. ISBN 978-1-930723-99-3
  2. Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 3,7 3,8 Rafael Govaerts (Hrsg.): World Checklist of Selected Plant Families: Colocasia . Royal Botanic Gardens Kew, Zugriff am 16. August 2014.
  4. Colocasia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis. Abgerufen am 16. August 2014.
  5. Alan Davidson, Helen Saberi und Tom Jaine: The Oxford companion to food, Oxford 2006, Seite 785.

Weblinks

 Commons: Colocasia (Pflanzengattung)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Nutzpflanze | Aronstabgewächse | Araceae

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Colocasia (Pflanzengattung) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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