Colbitz-Letzlinger Heide - LinkFang.de





Colbitz-Letzlinger Heide


Die Colbitz-Letzlinger Heide ist ein Heidegebiet im Übergangsbereich der Regionen Altmark und Elbe-Börde-Heide in Sachsen-Anhalt, nördlich von Magdeburg, welches zum Südlichen Landrücken zählt. Das Gebiet ist Bestandteil der Naturräumlichen Haupteinheitengruppe Wendland und Altmark.

Geografie

Die Colbitz-Letzlinger Heide – das größte zusammenhängende Heidegebiet Mitteleuropas – erstreckt sich von der Altmark im Norden bis zu Ohre und Mittellandkanal im Süden nahe der Landeshauptstadt Magdeburg. Die Städte und Gemeinden Gardelegen, Uchtspringe, Tangerhütte, Wolmirstedt, Haldensleben und Calvörde liegen am Rand der Heide, die namengebenden Orte Colbitz und Letzlingen innerhalb des Gebietes. Für mehrere Jahrzehnte war auf 40 Kilometern Länge (von Uchtspringe bis Haldensleben) eine Ost-West-Querung der Colbitz-Letzlinger Heide unmöglich. Seit 2004 ist eine Querverbindung von Colbitz (an der B 189) nach Hütten (an der B 71) für den Straßenverkehr freigegeben, was die nötigen Umwege etwas verkürzt. Die Colbitz-Letzlinger Heide ist die größte nicht landwirtschaftlich genutzte Freifläche Deutschlands, in der der Bodenversiegelungsgrad äußerst gering ist und somit ein natürliches Wasserregime vorherrscht. Auch von forstlichen Monokulturen blieb das Heidegebiet weitgehend verschont.

Höchste Erhebung ist mit 139,4 Metern über NN der Zackelberg.

Flora und Fauna

In der Colbitz-Letzlinger Heide lässt sich teilweise unberührte Natur erleben. Sie ist das größte unbewohnte Gebiet Deutschlands. Im Mai blüht auf weiten Flächen der Ginster, im Sommer prägt die Heide das Gebiet, in dem sich auch der größte geschlossene Lindenwald Europas, der Colbitzer Lindenwald, befindet. Hier formen ausgedehnte Mischwälder mit 600-jährigen Eichen und Kiefernforsten eine für Besucher attraktive Landschaft. Sie ist Lebensraum für Wiedehopf, Birkwild, Baumfalke, Gold- und Hirschkäfer, Glattnatter, Kreuzotter und viele andere Waldbewohner. Die Colbitz-Letzlinger Heide ist bekannt für ihren Reichtum an Speisepilzen. In den Gebieten am Ostrand der Heide – in den Quellbächen des Tanger – sind seit einigen Jahren Forellen zurückgekehrt. Zwischen Dolle und Tangerhütte ist auch der Biber heimisch.

Militärische Nutzung

Die Region wird bis heute zu einem großen Teil von der Bundeswehr genutzt. Die militärische Erschließung begann 1934 in der Zeit des Nationalsozialismus für das Heer (Wehrmacht). Die in der Heide befindlichen Dörfer Schnöggersburg, Salchau und Paxförde wurden 1936 zwecks Anlage des Truppenübungsplatzes abgerissen. Das Areal diente vor 1945 insbesondere als Schießplatz zur Erprobung von Artilleriewaffen. Unter anderem wurde das größte jemals eingesetzte Geschütz Dora dort getestet, wobei sich die Länge der Schießbahn besonders eignete. Von 1945 bis 1994 wurde die Colbitz-Letzlinger Heide von der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland genutzt. Nach dem 1997 geschlossenen Heidekompromiss sollte die südliche Hälfte bis 2006 in eine zivile Nutzung überführt werden. 2004 wurde diese Vereinbarung jedoch zugunsten einer gänzlichen militärischen Nutzung verändert. Heute wird das Gebiet von der Bundeswehr genutzt und dient unter anderem der Übung der asymmetrischen Kriegsführung im Gefechtsübungszentrum Heer. Auf dem Truppenübungsplatz befindet sich die nachgebaute Stadtkulisse Stullenstadt.

Von 2012 bis 2017 soll die sechs Quadratkilometer große Stadtkulisse Schnöggersburg errichtet werden. Dieses Gelände wird Europas größtes „Übungszentrum für Aufruhrbekämpfung“. Geplant ist eine Geisterstadt, die auf einer Fläche von sechs Quadratkilometern mehr als 500 Gebäude, Industrieanlagen, Straßen und einen kleinen Flugplatz enthält.

Mehrere Bürgerinitiativen setzen sich für eine touristische Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide und damit für einen Abzug der Bundeswehr ein.

Zugehörigkeit

Politisch-administrativ gehört die Heide zum Altmarkkreis Salzwedel (Hansestadt Gardelegen), zum Landkreis Stendal (Verwaltungsgemeinschaft Tangerhütte-Land und Hansestadt Stendal) sowie zum Landkreis Börde (Verbandsgemeinde Elbe-Heide).

Einzelnachweise

Weblinks


Kategorien: Truppenübungsplatz (Bundeswehr) | Truppenübungsplatz in Deutschland | Region in Sachsen-Anhalt | Waldgebiet in Sachsen-Anhalt | Waldgebiet in Europa

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Colbitz-Letzlinger Heide (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.