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Clifford Stoll


Clifford Stoll (* 4. Juni 1950 in Buffalo) ist ein US-amerikanischer Astronom und Publizist. Gegenwärtig arbeitet er als selbständiger Kuriositätenhändler und Lehrer.

Leben

Clifford Stoll wuchs in Buffalo, New York auf. Er studierte an der Dalhousie University und promovierte 1980 an der University of Arizona.

Clifford Stoll war 1988/1989 maßgeblich an der Ergreifung des deutschen Hackers Markus Hess beteiligt, die auch die Aufdeckung des KGB-Hacks zur Folge hatte. Der Grund dafür war ein Abrechnungsfehler von 75 US-Cent. Als Übergangsadministrator am Lawrence Berkeley National Laboratory – mangels Arbeit als Astronom – wurde er auf das Problem angesetzt. Er stellte fest, dass zur Abrechnung der Zeiten der einzelnen User zwei Systeme genutzt wurden, welche eigentlich ein deckungsgleiches Ergebnis liefern sollten. Dabei kam es jedoch zum Differenzbetrag von 75 Cent, da ein Hacker in sein System eingebrochen war und es diesem nicht gelang, die zwei Systeme zum Verwischen seines Einbruchs beim Verlassen korrekt zu synchronisieren. In Zusammenarbeit mit US-amerikanischen und deutschen Behörden wurde Markus Hess Monate später gefasst.

Stoll beschrieb seine Jagd nach dem Hacker detailliert in dem Buch Kuckucksei, das international ein Bestseller wurde und viele Computernutzer erst an das Thema (und die Problematik) des Hackens heranführte. Obwohl er eigentlich Astronom ist, erhielt er durch das Buch den Ruf, ein exzellenter Kenner der Computer- und Netzwerktechnik zu sein. Er unterrichtete zeitweilig Physik. Außerdem verkauft er geblasene Kleinsche Flaschen über seine Firma Acme Klein Bottles.[1]

Stoll erwies sich als entschiedener Kritiker des Internets. Seine späteren Bücher sind kritische Betrachtungen der wachsenden Vernetzung und Veränderung der Gesellschaft.

Werke

  • Kuckucksei. Die Jagd auf die deutschen Hacker, die das Pentagon knackten. (The Cuckoo’s Egg), 1989, ISBN 3-596-13984-8. Verfilmt 1990 unter dem Namen „Der KGB, der Computer und ich“ (The KGB, the Computer, and Me). Der Fernsehfilm wurde erstmals am 3. Oktober 1990 in den USA ausgestrahlt (TV). Gedreht wurde der Film mit Clifford Stoll an Originalschauplätzen, produziert von der WGBH Educational Foundation für die US-Fernsehdokumentar-Serie NOVA von Robin Bates und Catherine White. Die Folge ist etwa 60 Minuten lang und enthält auch ein kurzes Interview mit dem Hacker Pengo (Hans Heinrich Hübner) und einige Aufnahmen von Markus Hess, dem Hacker, den Clifford Stoll verfolgt hatte. Die Aufnahmen von Hess entstanden während des Prozesses gegen ihn in Celle.
  • Die Wüste Internet. Geisterfahrten auf der Datenautobahn. (Silicon Snake Oil), deutsche Ausgabe im Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt/Main, 1996, ISBN 3-596-13850-7.
  • LogOut. Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben und andere High-Tech-Ketzereien. (High Tech Heretic), deutsche Ausgabe im Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt/Main, 1999, ISBN 3-596-15512-6.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. http://www.kleinbottle.com

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Clifford Stoll (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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