Cleve (Rensefeld) - LinkFang.de





Cleve (Rensefeld)


Cleve (Rensefeld) war ein Dorf auf dem heutigen Gebiet der Stadt Bad Schwartau – Ortsteil Cleverbrück das zuletzt zur Landgemeinde Rensefeld gehörte.

Der Name „Cleve“ leitet sich entweder von dem Ortsnamen „Kleve“ / (früher auch) „Cleve“ den aus Westfalen stammende Siedler auf ihre neue Heimat übertragen haben oder von der Bezeichnung für die in dem Gebiet befindlichen Hänge (Cleve = „Kliff“ oder „Steilhang“) ab. Bei dem zu dem Dorf gehörenden Land handelt es z. T. um sandige, wenig fruchtbare Flächen.

  • Das Dorf Cleve wird 1197 erstmals erwähnt – zu diesem Zeitpunkt gehört es – mit den Ländereien auf denen es sich befindet – dem Lübecker Johanniskloster.
  • 1246 wird das Dorf an den Lübecker Bischof (Johannes I.) verkauft – geht später wieder in das Eigentum des Johanniskloster – das mittlerweile z. T. in Cismar ansässig ist – über.
  • 1325 wird Cleve an den Kustos des Lübecker Domes verkauft – zu diesem Zeitpunkt umfaß es 10 Hufen – der es 1333 dem Lübecker Dom stiftete (womit Cleve in den Besitz des Lübecker Domkapitels als Teil des Hochstifts Lübeck kam).

Bis 1700 verringert sich die Anzahl der Hufe auf vier. 1799 reduzierte sich die Anzahl durch Besitzzusammenführung auf drei Hufen, 1847 auf demselben Weg auf zwei Hufen. Eine der Hufen erwirbt 1897 Ferdinand Björnsen – der kurz danach auch die andere Hufe erwirbt – womit das Dorf spätesten zu diesem Zeitpunkt nicht mehr besteht.

An der Stelle des Dorfes Cleve wurde der Bauernhof "Cleverhof" angelegt.

Ferdinand Björnsen entwickelte ab 1904 auf dem am Lübecker Landgraben und Tremser Teich gelegenen, südöstlichen Teil seiner Besitzungen die Villenkolonie Cleverbrück.

Clever Landwehr

()

Durch den 1333 erfolgten Übergang des Dorfes Cleve an das Hochstift Lübeck wurde die Grenze zwischen Lübeck und Cleve zu einer Landesgrenze. In der folgenden Zeit bildete sich in der südwestlichsten Ecke der Clever Feldmark (direkt an der Grenze zu Lübeck, die in ostwestlicher Richtung am Lübecker Landgraben und von dort aus Richtung Norden verlief) eine als Clever Landwehr bezeichnete Siedlung, deren wirtschaftliche Grundlage im Wesentlichen in Schmuggel bestand.

Sonstiges

  • An das ehemalige Dorf "Cleve" erinnert nur noch der Straßenname "Clever Landstraße".
  • Der Name "Clever Landwehr" wird auf Karten noch zur Bezeichnung des Gebietes der ehemaligen Siedlung verwendet.
  • An die "Dorfschaft Cleve" erinnert in Cleverbrück noch ein Gedenkstein an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Literatur

  • Max Steen: Bad Schwartau – Aus Vorzeit und Gegenwart. Lübeck 1973.
  • Georg Harders: Neunzig Jahre Cleverbrück. In: Jahrbuch für Heimatkunde. Eutin 1995, S. 115-117.

Kategorien: Kapitelsdorf (Lübecker Dom) | Ort im Kreis Ostholstein | Bad Schwartau

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Cleve (Rensefeld) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.