Circuit de Monaco - LinkFang.de





Circuit de Monaco


Circuit de Monaco

Adresse:
L’Automobile Club de Monaco
23 boulevard Albert 1er
98000 Monaco

Monaco Monte Carlo und La Condamine, Monaco
Streckenart: temporäre Rennstrecke
Eröffnung: 1929
Austragungsort
Formel 1:
seit 1950
Zeitzone: UTC+1 (MEZ)
Streckenlayout
Streckendaten
Wichtige
Veranstaltungen:
Formel 1
Grand Prix de Monaco Historique
Streckenlänge: 3,337 km (2,07 mi)
Kurven: 18
Formel-E-Strecke
Streckendaten
Wichtige
Veranstaltungen:
Formel E
Streckenlänge: 1,760 km (1,09 mi)
Kurven: 12
http://www.acm.mc/

Der Stadtkurs Circuit de Monaco ist eine temporäre Rennstrecke in den Stadtteilen Monte Carlo und La Condamine von Monaco. Für das Formel-1-Rennen Großer Preis von Monaco werden alljährlich zahlreiche Straßen der Stadt abgesperrt und von Verkehrsschildern und Blumenkübeln befreit. Boxengasse, Leitplanken, mobile Curbs, Zäune und umfangreiche als sogenannte Fliegende Bauten ausgeführte Tribünenanlagen komplettieren die 3,337 Kilometer lange Rennstrecke. Mittlerweile wird der Rennkurs auch für den im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindenden Grand Prix de Monaco Historique genutzt, außerdem fand am 9. Mai 2015 auf einer verkürzten Variante der Rennstrecke erstmals der Monaco ePrix im Rahmen der FIA-Formel-E-Meisterschaft statt.

Die Radrundfahrt Tour de France wurde am 4. Juli 2009 mit einem Einzelzeitfahren in Monaco gestartet, wobei ein Teil dieses Prologs über den Circuit de Monaco führte.

Streckenbeschreibung

Als Stadtkurs bietet der Kurs fast keine Auslaufzonen und zählt daher trotz des im Vergleich zu anderen Rennstrecken eher geringen Durchschnittstempos zu den gefährlichsten Rennstrecken des Formel-1-Kalenders. Ex-Weltmeister Nelson Piquet verglich das Fahren auf der Strecke von Monaco mit „Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer“,[1] der zweifache Monaco-Sieger David Coulthard bezeichnete es als „reinen Irrsinn“.[2] Der Traditionskurs gilt als große Herausforderung für die Piloten, ein Sieg in Monaco als besondere Leistung.

Klassische Variante

  • Start und Ziel liegen auf dem Boulevard Albert 1er.
  • An der Einmündung der Rue Sainte-Dévote befindet sich die erste Rechtskurve (1, Sainte-Dévote).
  • Ab hier verläuft die Strecke auf der Avenue d'Ostende bergauf und passiert den Punkt 2, Beau Rivage
  • Am Punkt 3, Massenet, folgt eine weite Linkskurve.
  • Weiter führt der Kurs zu Punkt 4, Casino. Diese Straße heißt Avenue Princesse Alice und führt direkt am prominenten Casino von Monaco vorbei.
  • Nach dem Casino folgt ein Rechtsknick auf die Avenue des Beaux Arts. Hier schwenken die Fahrer nach rechts, um einem Sprunghügel auszuweichen.
  • Wieder ein Rechtsknick, Punkt 5 Mirabeau Haute.
  • Es geht die Avenue des Spélugues abwärts zur Haarnadel 6, Fairmont bzw. früher Loews. Dies ist die langsamste Stelle aller Formel-1-Rennstrecken und erfordert eine spezielle Lenkungsübersetzung.
  • Weiter über die Avenue Princess Grace, eine der im Immobilienbereich teuersten Straßen der Welt[3]
  • Punkte 7 und 8, eine Doppel-Rechtskurve (Mirabeau Bas)
  • Die am Ufer des Hafens entlang führende Straße heißt Boulevard Louis II und mündet in den Tunnel unter dem Fairmont-Hotel (9). Die Fahrer sind einem starken Kontrast zwischen dunkel und hell ausgesetzt, wenn sie aus dem Tunnel herausfahren.
  • Nach dem Tunnelausgang folgt die schnellste Stelle des Kurses, die übergeht in Punkt 10, nouvelle chicane. Ausgang ist Punkt 11.
  • Eine kurze Gerade führt zu Kurve 12, die relativ flüssig zu durchfahrende Tabac – benannt nach einer Tabaktrafik, die heute nicht mehr existiert.
  • Es folgt Schikane 13, benannt nach Louis Chiron und 14, Piscine. Die sogenannte „Schwimmbad-Kurve“ erlangte durch einen kuriosen Unfall Bekanntheit: Alberto Ascari stürzte 1955 mit seinem Lancia ins Hafenbecken, konnte aber durch Matrosen des Reeders Aristoteles Onassis unversehrt aus dem Wasser gerettet werden.
  • Über den nicht benannten Punkt 15 geht es weiter auf die Rascasse zu, benannt nach einem Restaurant, das wiederum nach einem Feuerfisch benannt ist. Dort können die Gäste das Rennen direkt an der Leitplanke und damit so nah wie nirgends sonst in der Formel 1 verfolgen.Hier führt die Doppel-Rechtskurve 16 zurück zur Einmündung auf die Boxengasse oder zu den Kurven 17 und 18, jetzt wieder zurück auf den Boulevard Albert 1er.

Die Boxengasse ist ebenfalls eine Besonderheit. Da sie nicht wie bei permanenten Rennstrecken als solche angelegt wurde, ist sie sehr eng und zwingt die Teams zu Kompromissen bei der Unterbringung ihrer Ausrüstung.

Verkürzte Variante

In der verkürzten Variante, die erstmals am 9. Mai 2015 im Rahmen des Monaco ePrix 2015 befahren wurde, führt die Strecke nicht nach der Sainte Dévote bergauf in Richtung Casino, sondern parallel zum Hafen entlang bis zum Bereich der Hafenschikane auf der Avenue J. F. Kennedy. Hier befindet sich eine Haarnadelkurve, anschließend ist die Streckenführung wieder identisch mit dem klassischen Kurs. Mit nur 1760 Metern ist die Variante nur etwa halb so lang wie die klassische Variante und die kürzeste Strecke im Kalender der FIA-Formel-E-Meisterschaft.

Statistik

Alle Sieger von Formel-1-Rennen in Monaco

Jahr Sieger Fahrzeug Reifen Zeit Streckenlänge Runden Ø-Tempo Datum GP von
1950 Argentinien Juan Manuel Fangio Alfa Romeo P 3:13:18,700 h 3,180 km 100 098,701 km/h 21. Mai   Monaco Monaco
1955 Frankreich Maurice Trintignant Ferrari E 2:58:09,800 h 3,145 km 100 105,914 km/h 22. Mai  
1956 Vereinigtes Konigreich Stirling Moss Maserati P 3:00:32,900 h 3,145 km 100 104,515 km/h 13. Mai  
1957 Argentinien Juan Manuel Fangio Maserati P 3:10:12,800 h 3,145 km 105 104,165 km/h 19. Mai  
1958 Frankreich Maurice Trintignant Cooper-Climax D 2:52:27,900 h 3,145 km 100 109,414 km/h 18. Mai  
1959 Australien Jack Brabham Cooper-Climax D 2:55:51,300 h 3,145 km 100 107,304 km/h 10. Mai  
1960 Vereinigtes Konigreich Stirling Moss Lotus-Climax D 2:53:45,500 h 3,145 km 100 108,599 km/h 29. Mai  
1961 Vereinigtes Konigreich Stirling Moss Lotus-Climax D 2:45:50,100 h 3,145 km 100 113,788 km/h 14. Mai  
1962 Neuseeland Bruce McLaren Cooper-Climax D 2:46:29,700 h 3,145 km 100 113,337 km/h 03. Juni 
1963 Vereinigtes Konigreich Graham Hill B.R.M. D 2:41:49,700 h 3,145 km 100 116,605 km/h 26. Mai  
1964 Vereinigtes Konigreich Graham Hill B.R.M. D 2:41:19,500 h 3,145 km 100 116,969 km/h 10. Mai  
1965 Vereinigtes Konigreich Graham Hill B.R.M. D 2:37:39,600 h 3,145 km 100 119,688 km/h 30. Mai  
1966 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart B.R.M. D 2:33:10,500 h 3,145 km 100 123,192 km/h 22. Mai  
1967 Neuseeland Denis Hulme Brabham-Repco G 2:34:34,300 h 3,145 km 100 123,079 km/h 07. Mai  
1968 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford F 2:00:32,300 h 3,145 km 80 125,238 km/h 26. Mai  
1969 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford F 1:56:59,400 h 3,145 km 80 129,037 km/h 18. Mai  
1970 Osterreich Jochen Rindt Lotus-Ford F 1:54:36,600 h 3,145 km 80 131,716 km/h 10. Mai  
1971 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Tyrrell-Ford G 1:52:21,300 h 3,145 km 80 134,360 km/h 23. Mai  
1972 Frankreich Jean-Pierre Beltoise B.R.M. F 2:26:54,700 h 3,145 km 80 102,756 km/h 14. Mai  
1973 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Tyrrell-Ford G 1:57:44,300 h 3,278 km 78 130,298 km/h 03. Juni 
1974 Schweden Ronnie Peterson Lotus-Ford G 1:58:03,700 h 3,278 km 78 129,941 km/h 26. Mai  
1975 Osterreich Niki Lauda Ferrari G 2:01:21,310 h 3,278 km 75 121,552 km/h 11. Mai  
1976 Osterreich Niki Lauda Ferrari G 1:59:51,470 h 3,278 km 78 127,994 km/h 30. Mai  
1977 Sudafrika 1961 Jody Scheckter Wolf-Ford G 1:57:52,770 h 3,312 km 76 128,120 km/h 22. Mai  
1978 Frankreich Patrick Depailler Tyrrell-Ford G 1:55:14,660 h 3,312 km 75 129,325 km/h 07. Mai  
1979 Sudafrika 1961 Jody Scheckter Ferrari M 1:55:22,480 h 3,312 km 76 130,902 km/h 27. Mai  
1980 Argentinien Carlos Reutemann Williams-Ford G 1:55:34,365 h 3,312 km 76 130,677 km/h 18. Mai  
1981 Kanada Gilles Villeneuve Ferrari M 1:54:23,380 h 3,312 km 76 132,029 km/h 31. Mai  
1982 Italien Riccardo Patrese Brabham-Ford G 1:54:11,259 h 3,312 km 76 132,262 km/h 23. Mai  
1983 Finnland Keke Rosberg Williams-Ford G 1:56:38,121 h 3,312 km 76 129,487 km/h 15. Mai  
1984 Frankreich Alain Prost McLaren-TAG-Porsche M 1:01:07,740 h 3,312 km 31 100,776 km/h 03. Juni 
1985 Frankreich Alain Prost McLaren-TAG-Porsche G 1:51:58,034 h 3,312 km 78 138,435 km/h 19. Mai  
1986 Frankreich Alain Prost McLaren-TAG-Porsche G 1:55:41,060 h 3,328 km 78 134,634 km/h 11. Mai  
1987 Brasilien 1968 Ayrton Senna Lotus-Honda G 1:57:54,085 h 3,328 km 78 132,102 km/h 31. Mai  
1988 Frankreich Alain Prost McLaren-Honda G 1:57:17,077 h 3,328 km 78 132,797 km/h 15. Mai  
1989 Brasilien 1968 Ayrton Senna McLaren-Honda G 1:53:33,251 h 3,328 km 77 135,401 km/h 07. Mai  
1990 Brasilien 1968 Ayrton Senna McLaren-Honda G 1:52:46,982 h 3,328 km 78 138,097 km/h 27. Mai  
1991 Brasilien 1968 Ayrton Senna McLaren-Honda G 1:53:02,334 h 3,328 km 78 137,785 km/h 12. Mai  
1992 Brasilien Ayrton Senna McLaren-Honda G 1:50:59,372 h 3,328 km 78 140,329 km/h 31. Mai  
1993 Brasilien Ayrton Senna McLaren-Ford G 1:52:10,947 h 3,328 km 78 138,837 km/h 23. Mai  
1994 Deutschland Michael Schumacher Benetton-Ford G 1:49:55,372 h 3,328 km 78 141,691 km/h 15. Mai  
1995 Deutschland Michael Schumacher Benetton-Renault G 1:53:11,258 h 3,328 km 78 137,604 km/h 28. Mai  
1996 Frankreich Olivier Panis Ligier-Mugen G 2:00:45,629 h 3,328 km 78 124,014 km/h 19. Mai  
1997 Deutschland Michael Schumacher Ferrari G 2:00:05,654 h 3,367 km 62 104,295 km/h 11. Mai  
1998 Finnland Mika Häkkinen McLaren-Mercedes B 1:51:23,595 h 3,367 km 78 141,459 km/h 24. Mai  
1999 Deutschland Michael Schumacher Ferrari B 1:49:31,812 h 3,367 km 78 143,865 km/h 16. Mai  
2000 Vereinigtes Konigreich David Coulthard McLaren-Mercedes B 1:49:28,213 h 3,370 km 78 144,072 km/h 04. Juni 
2001 Deutschland Michael Schumacher Ferrari B 1:47:22,561 h 3,370 km 78 146,882 km/h 27. Mai  
2002 Vereinigtes Konigreich David Coulthard McLaren-Mercedes M 1:45:39,055 h 3,370 km 78 149,280 km/h 26. Mai  
2003 Kolumbien Juan Pablo Montoya Williams-BMW M 1:42:19,012 h 3,340 km 78 152,772 km/h 01. Juni 
2004 Italien Jarno Trulli Renault M 1:45:46,601 h 3,340 km 77 145,881 km/h 23. Mai  
2005 Finnland Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes M 1:45:15,556 h 3,340 km 78 148,502 km/h 22. Mai  
2006 Spanien Fernando Alonso Renault M 1:43:43,116 h 3,340 km 78 150,708 km/h 28. Mai  
2007 Spanien Fernando Alonso McLaren-Mercedes B 1:40:29,329 h 3,340 km 78 155,552 km/h 27. Mai  
2008 Vereinigtes Konigreich Lewis Hamilton McLaren-Mercedes B 2:00:42,742 h 3,340 km 76 126,170 km/h 25. Mai  
2009 Vereinigtes Konigreich Jenson Button Brawn-Mercedes B 1:40:44,282 h 3,340 km 78 155,167 km/h 24. Mai  
2010 Australien Mark Webber Red Bull-Renault B 1:50:13,355 h 3,340 km 78 141,815 km/h 16. Mai  
2011 Deutschland Sebastian Vettel Red Bull-Renault P 2:09:38,373 h 3,340 km 78 120,574 km/h 29. Mai  
2012 Australien Mark Webber Red Bull-Renault P 1:46:06,557 h 3,340 km 78 147,312 km/h 27. Mai  
2013 Deutschland Nico Rosberg Mercedes P 2:17:52,056 h 3,340 km 78 113,378 km/h 26. Mai  
2014 Deutschland Nico Rosberg Mercedes P 1:49:27,661 h 3,340 km 78 142,802 km/h 25. Mai  
2015 Deutschland Nico Rosberg Mercedes P 1:49:18,420 h 3,337 km 78 142,876 km/h 24. Mai  
2016 Vereinigtes Konigreich Lewis Hamilton Mercedes P 78 29. Mai  

Rekordsieger Fahrer: Ayrton Senna (6)
Rekordsieger Konstrukteure: McLaren (15)
Rekordsieger Motorenhersteller: Ford-Cosworth (11)
Rekordsieger Reifenhersteller: Goodyear (24)
Rekordsieger Nationen: Großbritannien (15)

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Süddeutsche Zeitung: Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer. 25. Mai 2013.
  2. Die Welt: 78 Mal der reine Irrsinn. 26. Mai 2001
  3. The Wall Street Journal: The 10 Most Expensive Streets in the World. Blogeintrag vom 5. August 2008. (engl.)

Weblinks

 Commons: Circuit de Monaco  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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