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Cinema im Ostertor


Das Cinema im Ostertor, früher Cinema Ostertor, ist ein am 7. November 1969 als erstes Programmkino in Deutschland gegründetes Kino am Ostertorsteinweg in Bremen - Ortsteil Ostertor, im sogenannten Viertel.

Geschichte

Gretel und Otto Draber haben das heutige Cinema von 1934 bis 1969 als Kammer-Lichtspiele betrieben. Sie unterhielten Kinos in Hamburg und Bremen. (u. a. das ehemalige Concordia Kino in Schwachhausen).

Die Gründungsmitglieder des Cinema im Ostertor waren Gert Settje († 9. Mai 2012) (in den 1960er Jahren Geschäftsführer der Lila Eule), Lore Bertuleit, Hero Burmeister, Manfred Lohrengel, Robert Francke, Konrad Huchting und Jürgen Behrends. Seit seiner Gründung hat das Kino 37 Bundesfilmprogrammpreise bzw. Kinoprogrammpreise erhalten. Es fühlt sich seit der Gründung dem engagierten und kulturell anspruchsvollen Film verpflichtet. Es verfügt über einen Kinosaal mit 134 Sitzplätzen.

Das Kino war am 17. Februar 1972 in Hamburg an der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Kino (AG Kino) beteiligt, einem bundesweiten Netzwerk von derzeit 290 unabhängigen Kinos (Stand Februar 2007). Das Netzwerk wurde zu dem Zweck gegründet, Selbsthilfe und gegenseitige Unterstützung bei der Auffindung verschollener Filme, der Recherche nach Neuentdeckungen, der Gestaltung von Programmreihen und der Interessenvertretung gegenüber den Filmverleihern und der etablierten Kino-Branche anzubieten. 2003 hat sich die AG Kino mit der Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. zur Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater zusammengeschlossen.

1973 gründete Gert Settje mit Reinhold Garske das Bremer Kommunalkino, das bis zu seinem Umzug nach Walle 1993 im Cinema beheimatet war. Das Kommunalkino zeigte im Rahmen dieser Zusammenarbeit Filme in den Räumlichkeiten des Cinema. Am 7. Mai 1974 wurde als erster Film des Kommunalkinos im Cinema Ostertor Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt? gezeigt. Diese Kooperation endete 1993, als das Kommunalkino in ein eigenes Kino, das Kino 46 in Bremen-Walle, umzog und so über eigene Räumlichkeiten verfügte.

Die heutigen Betreiber des Kinos sind die Kinder von Gert Settje: Andrea und Thomas Settje, als Settje GbR. Ab dem 21. März 2013 wird die Programmplanung und Bespielung durch die Bremer Filmkunsttheater, zu denen bereits drei weitere Bremer Programmkinos gehören, durchgeführt.[1]

Trivia

In Sven Regeners Roman Neue Vahr Süd wird das Cinema Ostertor erwähnt, da die Wohngemeinschaft des Protagonisten Frank Lehmann über dem Cinema Ostertor im selben Gebäude angesiedelt wurde. Dreharbeiten zur Verfilmung von Neue Vahr Süd fanden im Mai 2010 im Ostertorviertel statt. Hierzu wurde das Kino für zwei Tage geschlossen und u. a. die Fassade des Hauses temporär wieder in das Erscheinungsbild der frühen 80er-Jahre umgestaltet.

Weblinks

Quellen

  1. Cinema Ostertor fusioniert mit Filmkunsttheatern , Weser Kurier vom 19.März 2013

Kategorien: Kultur (Bremen) | Programmkino | Kino (Deutschland) | Kinogebäude in der Freien Hansestadt Bremen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Cinema im Ostertor (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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