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Christoph Leitl


Christoph Leitl (* 29. März 1949 in Linz, Oberösterreich) ist ein österreichischer Unternehmer und Politiker (ÖVP).

Leben

Christoph Leitl studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Johannes Kepler Universität Linz. 1973 wurde er zum Dr. rer. soc. oec. promoviert. Leitl ist Ehrenmitglied der K.Ö.St.V. Kürnberg zu Wien im ÖCV und der K.Ö.St.V. Mercuria Eferding im MKV.

Von 1977 bis 1990 war er Geschäftsführer der Firma Bauhütte Leitl-Werke Ges.m.b.H in Eferding.[1]

In der Nacht vom 13. auf den 14. September 1979 entkam Leitl knapp einem Entführungsversuch. Die Entführer wurden zwei Jahre später festgenommen. Später stellte sich heraus, dass auch die Entführung der Leitl-Kinder geplant war. Ein Mittäter hatte dieses Vorhaben jedoch vereitelt, da er kein Kind entführen wollte. Zum Dank besuchte Leitl den Mann mehrmals im Gefängnis und verschaffte ihm anschließend eine Stelle als Elektriker im Familienbetrieb.[2]

Politik

Von 1990 bis 2000 war Leitl Abgeordneter zum Oberösterreichischen Landtag und Wirtschaftslandesrat von Oberösterreich; von 1995 bis 2000 Landeshauptmannstellvertreter. Seit 1999 ist er Bundesobmann des Österreichischen Wirtschaftsbundes (Teilorganisation der ÖVP).

2000 trat er als sein Amt als Präsident der Wirtschaftskammer Österreich an (Nachfolger von Leopold Maderthaner). In dieser Funktion wurde er zweimal, 2004 und 2009, wiedergewählt. Er hat angekündigt, das Amt noch vor 2017 abzugeben.[3] Von 2002 bis 2005 bekleidete er außerdem in zwei Perioden das Präsidentenamt der Europäischen Handelskammerverbands EUROCHAMBRES (seit 2006 Ehrenpräsident).

Seit 2004 ist er Obmann der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft. Seit 2013 ist Leitl Ehrenmitglied des Europäischen Wirtschaftsbundes der Europäischen Volkspartei SME Europe,[4] nachdem er bereits von 2005 bis 2009 als Präsident der ehemaligen SME Union fungierte.[5]

Für Aufsehen sorgte Leitls Äußerung im Wahlkampf Anfang September 2013, Österreich sei „abgesandelt“ (heruntergekommen, abgewirtschaftet), sei im internationalen Vergleich lediglich noch Mittelmaß. Er bezog sich dabei auf das verschlechterte Ranking des Schweizer Wirtschaftsinstituts IMD.[6] Die Äußerung wurde innerhalb und außerhalb der ÖVP kontrovers aufgenommen. Trotz ähnlicher Aussagen (Maria Fekter bezeichnete den Standort Österreich als „ramponiert“) gab es auch viel Kritik, auch aus der eigenen Partei. Im internationalen Ranking stehe Österreich gut da, sei wettbewerbsfähig, es mangele allerdings an der Reformbereitschaft der Politik und an zukunftsfähigen Investitionen und Arbeitsmarkteffizienz. Damit sei Leitls Äußerung „zum Teil richtig.“[7]

Auszeichnungen

Weblinks

 Commons: Christoph Leitl  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. www.leitl.at
  2. Rolle rückwärts aus Lebensgefahr , Die Furche, 18. September 2007
  3. WK-Boss Leitl kündigt Amtsübergabe an. In: derStandard.at. Abgerufen am 30. Oktober 2015.
  4. [1] , Neuer europäischer Wirtschaftsbund wird Teil der ÖVP, MdEP Dr. Paul Rübig, 4. Juni 2013
  5. Präsidium der SME-UNION
  6. Alois Vahrner: Weder abgesandelt noch in Topform. Leitartikel in der Tiroler Tageszeitung, 5. September 2013
  7. Fakten-Check: „Österreich ist abgesandelt“ Die Presse, 4. September 2013
  8. „Höchster Malteser-Orden für Präsident Dr. Leitl“ , Malteserorden, 24. April 2006


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Christoph Leitl (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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