Christian Ludwig von Hardenberg - LinkFang.de





Christian Ludwig von Hardenberg


Christian Ludwig von Hardenberg (* 3. November 1700 in Hardenberg; † 26. November 1781 in Hannover) war hannoverscher Feldmarschall.

Herkunft

Christian Ludwig von Hardenberg entstammte dem niedersächsischen Adelsgeschlecht derer von Hardenberg. Seine Eltern waren Christian Ludwig von Hardenberg (1663–1736), landschaftlicher Lizentkommissar in Hannover, und der Katharina Sybille von Dörnberg. Auch die Brüder waren im Staatsdienst:

  • Friedrich Karl (1696–1763), hannoverscher Geheimer Kammerrat, Oberhofbau- u. Gartendirektor, Gesandter in Wien (1750), sowie Wirklicher Geheimer Rat und Kriegspräsident.
  • August Ulrich (1709–1778), hannoverscher Geheimer Rat, Kriegsrat, Gesandter
  • Hans Christoph (* 1703, ⚔ 1747), hannoverscher Oberst und Generaladjutant
  • Georg Wilhelm (1705–1774), Deutsch-Ritter und Ordenskomtur sowie kursächsischer Generalmajor

Leben

Schon früh begann er eine militärische Karriere im sardischen Militär und trat später in die Dienste des Kurfürsten von Braunschweig-Lüneburg (Hannover). Während des Polnischen Thronfolgekrieges (1733–1735/38) nahm er mit den hannoverschen Truppen am Rheinfeldzug gegen Frankreich teil und sammelte dabei erste Kriegserfahrungen. Wenige Jahre später diente er während der Österreichischen Erbfolgekriege (1740–1748) in den Niederlanden und stieg dabei zum Oberst der Fußgarde (von Ilten) auf.[1] Nach dem Krieg erhielt von Hardenberg das Infanterieregiment von Druchtleben (No. 6-A ab 1776 No. 6), das seine Garnison in Göttingen hatte.

Zu Beginn des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) hatte Hardenberg bereits den Rang eines Generalmajors erreicht und befehligte sieben Grenadierbataillone. In der Schlacht bei Hastenbeck (26. Juli 1757) kommandierte er persönlich vier dieser Bataillone und deckte mit diesen später den Rückzug der geschlagenen Observationsarmee. Im Dezember 1757 befehligte Hardenberg die Belagerung der Festung Harburg. Im folgenden Jahr kommandierte er erneut bei Düsseldorf am Rhein gegen die französische Armee und wurde später Kommandant der Festung Lippstadt. Diesen Posten behielt er bis zum Jahre 1760 und erhielt danach wieder kleinere Feldkommandos.

Nach dem Krieg stieg Hardenberg im Jahre 1776 zum Oberbefehlshaber der hannoverschen Armee auf und blieb auf diesem Posten bis zu seinem Tod am 26. November 1781. Seine Leiche wurde zur Beisetzung nach Göttingen überführt, wobei der junge Fähnrich und spätere preußische Heeresreformer Gerhard von Scharnhorst (1755–1813) die militärische Eskorte anführte. Seine letzte Ruhestätte fand er im Hardenbergischen Erbbegräbnis der Patronatskirche von Bühle.

Familie

1749 heiratete er Anna Sophia Ehrengart von Bülow (aus Essenrode, Schwester von Friedrich Ernst von Bülow)[2], mit der er acht Kinder zeugte. Der älteste Sohn dieser Verbindung war der spätere preußische Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg (1750–1822). Die Tochter Christiane Maria Charlotte heiratete den Johann Heinrich Joseph Georg von Flemming (1752–1830), den Sohn des sächsischen Generals Karl Georg Friedrich von Flemming, Anna (Anette) Sibylle (* 3. November 1751; † 25. Juli 1808 in Berlin) wurde Oberhofmeisterin der Prinzessin Wilhelmine von Preußen und war mit Albrecht Adolph Wilhelm von Münchhausen (* 23. Juli 1742; † 29. Februar 1784) verheiratet, dann gab es noch Ludwig Friedrich (* 28. April 1756; † 7. März 1818) hannoverscher Oberhauptmann zu Grohnde sowie Georg (1765–1816), preußischer Landjägermeister des Fürstentums Bayreuth.

Literatur

  • Bernhard von PotenHardenberg, Christian Ludwig von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 13, Duncker & Humblot, Leipzig 1881, S. 492 f.
  • Joachim Niemeyer/Georg Ortenburg (Hg.): Die Chur-braunschweig-lüneburgische Armee im Siebenjährigen Kriege: Das "Gmundener Prachtwerk". Beckum 1976.
  • Johann Wolf, Geschichte des Geschlechts von Hardenberg, Band 2, S.200ff

Einzelnachweise

  1. Niemeyer/Ortenburg: 35
  2. Jakob Caro: Bülow, Hans Graf von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 3, Duncker & Humblot, Leipzig 1876, S. 533–538.


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Christian Ludwig von Hardenberg (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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