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Christen-Democratisch en Vlaams


Christen-Democratisch en Vlaams
Partei­vorsitzender Wouter Beke
General­sekretär Ludwig Caluwé
Stell­vertretende Vorsitzende Cindy Franssen
Griet Smaers
Gründung 1869 (Katholische Partei)
1945 (CVP)
2001 (CD&V)
Gründungs­ort Brüssel
Haupt­sitz Wetstraat 89
1040 Brüssel
Aus­richtung christdemokratisch
Farbe(n) orange
Parlamentssitze
18/150
Mitglieder­zahl 56.746 (2014)[1]
Mindest­alter 15 Jahre
Internationale Verbindungen CDI
Europaabgeordnete
2/21
Europapartei EVP
EP-Fraktion EVP
Website www.cdenv.be

Christen-Democratisch en Vlaams (CD&V) anhören?/i (deutsch Christlich-Demokratisch und Flämisch) ist eine christdemokratische Partei im belgischen Landesteil Flandern.

Gründung

Die erste katholische Partei (Katholieke Partij) in Belgien wurde 1869 als Verbond van Katholieke Kringen en der Conservatieve Verenigingen (Verband katholischer Kreise und konservativer Vereinigungen) gegründet, insbesondere auf Initiative des katholischen Anwalts und Politikers Charles Graf Woeste als Antwort auf den wachsenden Antiklerikalismus, der vor allem vom belgischen Liberalismus ausging. Von 1884 bis 1918 hatte die katholische Partei unter der Führung von Charles Woeste die absolute Mehrheit im Parlament und war in der Regierungsverantwortung.

1921 erfolgte die Umbenennung zur Katholieke Unie van arbeiders, burgers, middenstanders en landbouwers (Partei der Union der katholischen Arbeiter, Bürger, Bauern und Handwerker).

1936 erlitt die Union eine schwere Wahlniederlage; die Katholische Union (Katholieke Unie) ging im Katholischen Block (Katholieke Blok) auf.

Zeit nach 1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Eingliederung in die am 18./19. August 1945 gegründete Christelijke Volkspartij CVP (Christliche Volkspartei), die sich später aufteilte in die flämische Christelijke Volkspartij (CVP) sowie das Pendant Parti Social Chrétien (PSC) im französischen Sprachraum Belgiens.

2001 änderte die CVP (Christelijke Volkspartij) ihren Namen in CD&V (Christen-Democratisch en Vlaams). Sie wurde nur drittstärkste Partei in Belgien bei den Bundeswahlen 2003. Sie wurde 2004 aber die größte Partei Flanderns. Yves Leterme wurde der neue flämische Minister-Präsident.

Nach der Wahl 2007 stellte die CD&V mit Yves Leterme nach neunmonatiger Regierungskrise von März bis Dezember 2008 den Premierminister in einer Fünferkoalition. Yves Leterme trat nach Bekanntwerden einer Einflussnahme auf Richter in der Fortis-Affäre zurück. Ab dem 30. Dezember 2008 war der vormalige Kammervorsitzende im Abgeordnetenhaus Herman Van Rompuy Premierminister. Nachdem er jedoch am 19. November 2009 zum ersten ständigen Präsidenten des Europäischen Rates designiert wurde, legte er sein Amt als Premierminister am 25. November 2009 wegen Unvereinbarkeit nieder. Am gleichen Tag noch wurde Yves Leterme erneut zum Premierminister ernannt und führt seitdem seine zweite Föderalregierung.

Nach der flämischen Wahl 2009 wurde die CD&V erneut die größte Partei Flanderns. Kris Peeters, der schon seit 2007 der flämische Ministerpräsident war, wurde erneut Ministerpräsident.

Vorsitzende der CD&V war von 2008 bis 2010 Marianne Thyssen. Am 23. Juni 2010 trat sie infolge der Niederlage der CD&V bei den Föderalwahlen vom 13. Juni 2010 von der Parteispitze zurück. Wouter Beke wurde am 22. Dezember 2010 zum neuen Vorsitzenden gewählt, nachdem er das Amt nach dem Rücktritt Thyssens bereits kommissarisch übernommen hatte[2].

2012 gab es Gemeinderatswahlen in Belgien. Die CD&V könnte die größte lokale Partei bleiben.

Schwesterparteien

In Belgien ist die CD&V eine Schwesterpartei des CDH und der CSP. Andere große christdemokratische EVP-Mitglieder in Europa sind die CDU und die CSU in Deutschland, die CSV in Luxemburg und das CDA in den Niederlanden.

Fußnoten

  1. http://www.demorgen.be/binnenland/open-vld-telt-meeste-leden-a2106576/
  2. Zeitungsartikel aus „De Standaard“ vom 22. Dez. 2010 (niederländisch)

Weblinks

 Commons: Christen-Democratisch en Vlaams  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Belgische Partei | Politik (Flandern) | Christdemokratische Partei | Gegründet 2001

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Christen-Democratisch en Vlaams (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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