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Carl Helmut Steckner


Carl Helmut Steckner (* 30. März 1916 in Halle (Saale); † 14. November 2003 in Hamburg) war ein deutscher Maler, Fotograf, Journalist und Regionalforscher.

Leben

Als Schüler u. a. von Charles Crodel an der Burg Giebichenstein und Assistent an der Berliner Bauakademie schuf Steckner Wand- und Glasmalereien (u. a. St. Martin in Muffendorf und St. Bonifatius in Fulda-Horas), fotografierte für seine Veröffentlichungen und illustrierte Bücher (u.a. Herbert Hoffmann / Vera v. Claer: Antiker Gold- und Silberschmuck (1986)); sein Tätigkeitsschwerpunkt lag in der Erforschung der Geschichte des Ortenau-Kreises bzw. des Hanauerlandes in seinem Straßburger Kontext. Dazu übersetzte er 1979 Gallien. Leben und Kultur in römischer Zeit von Paul-Marie Duval für Reclam und veröffentlichte kulturgeschichtliche Buchbeiträge sowie Aufsätze u.a. in der Zeitschrift Die Ortenau. Er wirkte in der Bodendenkmalpflege mit, engagierte sich in den Museen Straßburgs und beim Aufbau des Museums Breisach und des Stadtmuseums der von ihm erforschten Festungsstadt Kehl, die Festung Kehl.

Familie Steckner

In Mücheln (Geiseltal) (Steckner-Haus von 1750[1]), Leipzig (Steckner-Passage Petersstraße/Thomasgasse)[2] und in Halle (Saale) ansässige Kaufmanns- und Bankiersfamilie[3] (Bankgebäude der Deutschen Bank am Markt, früher Reinhold Steckner)[4]. Der Kaufmannsfamilie Steckner gehörte "Steckners Weinberg", heute Steinmeister-Weinberg bei Naumburg (Saale).[5] Auch "Steckner's Berg" bei Merseburg erinnert an die Familie.[6]

An Stiftungen der Familie haben sich erhalten Gemälde[7] (zudem von Carl Helmut Steckner bewahrte kunstgeschichtlich bedeutsame Architekturteile aus der Stadt Halle) in der Moritzburg (Halle) und im Stadtmuseum Halle [8]

Bauten

  • Weddy-Poenicke & Steckner AG. Halle, Leipziger Str. 6[9]
  • Ehemalige Textilfabrik Steckner, Halle, Viehhofstraße 2
  • Wohn- und Kontorhaus Steckner mit Café Bauer, Halle, Große Steinstraße 58
  • Villa Steckner, Halle, Neuwerk 7, seit 1975 Fachbereich Design und Verwaltung der Kunsthochschule Burg Giebichenstein
  • Bankhaus Steckner am Markt in Halle
  • Steckner-Passage in Leipzig (zerstört)
  • Steckners Weinberg, Weinberg des Kaufmanns Richard Steckner (1853–1912) bei Naumburg, Lage Steinmeister; Weinberghaus aus dem 18. Jh. mit Anbauten nach 1895 [10]
  • Erbbegräbnis Richard Steckner, Stadtgottesacker Halle

Literatur

  • Gallien: Leben und Kultur in römischer Zeit. Text von Paul-Marie Duval. Aus d. Franz. übers. von Carl Helmut Steckner. Stuttgart: Reclam, 1979 ISBN 3-15-010288-X.
  • Carl Helmut Steckner: Die Kehler Festung von 1781. Ein Beitrag zu Vaubaun's Befestigungstechnik. In: Die Ortenau, 59, 1979, S. 256-261.
  • Carl Helmut Steckner: Die Festung Kehl. In: Burgen und Schlösser in Mittelbaden. Sonderband Die Ortenau, 1984, S. 260-261.
  • Das Archäologische Museum von Strassburg. Text von Bernadette Schnitzler und Malou Schneider. Übertr. von Carl Helmut Steckner. Musées de Strasbourg, Strasbourg 1985.
  • Das Elsässische Museum in Strassburg. Text von Georges Klein. Übertr. von Carl Helmut Steckner. Musées de Strasbourg, Strasbourg 1986.
  • Strassburg, Colmar, Elsass: Sonderteil: D. Kathedralbaukunst d. Gotik von Carl Helmut Steckner u.a. HB-Verlags- und Vertriebs-Ges., Hamburg 1986 (HB-Kunstführer 20).
  • Angelika Sadlau, Helmut Schneider, Carl Helmut Steckner: Die Lange Bruck: 600 Jahre Wege zum Nachbarn, Kehl 1989.
  • Carl Helmut Steckner: August Karl Wilhelm Weissenbruch (1744–1826). In: Peter Neumann (Hrsg.): Saarländische Lebensbilder. Bd. 4, 1989, ISBN 3-925036-20-2.
  • Carl-Helmut Steckner: Breisach, in: Hans-Rudolf Neumann (Hrsg), Historische Festungen im

Südwesten der Bundesrepublik Deutschland; Stuttgart 1995, S. 7-16.

  • Carl-Helmut Steckner: Festungen in Vorderösterreich, in: Vorderösterreich - nur die Schwanzfeder des Kaiseradlers - Die Habsburger im deutschen Südwesten; Stuttgart 1999, S. 373-383.
  • Bertram Jenisch unter Mitarbeit von Valerie Schoenenberg, Karl Helmut Steckner und Rolf Jogerst: Kehl. Archäologischer Stadtkataster Baden Württemberg, Bd. 25, Esslingen 2004 ISBN 3-927714-72-0.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. [1]
  2. http://www.leipzig-lexikon.de/STRASSEN/01046.htm
  3. http://forum.ahnenforschung.net/archive/index.php/t-39290-p-3.html Adressbuch Halle 1888
  4. [2]
  5. Paul Mebes, Um 1800. Architektur und Handwerk im letzten Jahrhundert ihrer traditionellen Entwicklung, Bruckmann: 1908, Abb. 16 http://www.lexikus.de/Um-1800-Architektur-und-Handwerk-im-letzten-Jahrhundert-ihrer-traditionellen-Entwicklung-Band-2
  6. http://heimatblatt-merseburg.de/geschichte/geschichte-bis-1500/
  7. Die Reinhold Steckner-Stiftung. Städtisches Museum für Kunst und Kunstgewerbe, Halle an der Saale, 1905
  8. http://www.mz-web.de/halle-saalekreis/dauerausstellung-in-halle-der-fluch-des-pharao-,20640778,22379362.html
  9. http://www.leerstehende-baudenkmale.de/baudenkmale/sachsenanhalt/stadthalle/kaufhausleipziger/startkaufhausleipziger.htm
  10. Steckners Weinberg zeichnet sich aus durch den erhaltenen Aussichtsturm auf der Höhe und das darunterliegende barocke Weinberghaus http://www.naumburg-almrich.de/2000%20-%202009/2%200%200%209/Der%20Koehlmannsche%20Weinberg/Der%20Koehlmannsche%20Weinberg.html


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Carl Helmut Steckner (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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