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Canadian Arrow


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Der Canadian Arrow (deutsch: Kanadischer Pfeil) ist eine geplante Rakete zur privaten bemannten Raumfahrt des Kanadiers Geoff Sheerin in London, Ontario, Kanada. Das Projekt nahm am Wettbewerb um den X-Prize teil. Die zweistufige Rakete basiert auf der deutschen A4 und wurde ausgehend von den Originalbauplänen weiterentwickelt. Sie soll drei Astronauten in den Weltraum befördern.

Technik

Die erste Stufe ist wiederverwendbar und wird bei ihrer Trennung von vier Fallschirmen abgebremst, bevor sie im Meer landet. Die zweite Stufe beherbergt die drei Astronauten. Sie ist gleichzeitig als Sicherheitssystem bei einem Fehlstart oder bei Flugproblemen während des Aufstiegs ausgelegt. So kann sie vorzeitig gezündet werden und die Astronauten können durch sich seitlich öffnende Luken das Gefährt verlassen. Bei einem normalen Flugverlauf wird die zweite Stufe nach dem Brennschluss der ersten Stufe und deren Abwurf gezündet. Das Triebwerk wird mit Alkohol und flüssigen Sauerstoff betrieben und bietet kurz nach der Zündung eine Schubkraft von 75.5 kN. Die Schubkraft wird erst nach längerer Brenndauer automatisch auf maximal 254 kN erhöht. Die Rakete ist ca. 16,5 Meter lang. Sie soll eine Gesamthöhe von rund 100 Kilometern erreichen. Die Landung geschieht mittels drei Fallschirmen im Wasser.

Start und Landeplätze

Als Startplätze, über die noch nicht entschieden ist, kommen die Churchill Launch Range in Nordmanitoba, Kanada oder das Virginia Space Flight Center auf Wallops Island in den USA in Frage.

Planetspace

Der Gründer von Canadian Arrow, Geoff Sheerin, gründete am 17. Mai 2005 in Chicago zusammen mit einem anderen Investor das Projekt Planetspace. An diesem Projekt sind mehrere bekannte Unternehmen beteiligt darunter Lockheed Martin, Boeing, ATK, Space Florida, PTC Corporation, SPACEHAB und MEHTA Engineering. Ziel des Unternehmens ist es, Weltraumtouristen ins All zu befördern, die Versorgung der ISS sowie Besatzungswechsel der ISS sicherzustellen. Zum Einsatz sollte die mehrstufige Rakete Athena III kommen.

Die NASA nahm jedoch das Angebot aus Budgetgründen nicht an, sondern erstellte eine weitere Ausschreibung. In der zweiten Ausschreibung gewann das Unternehmen Orbital Sciences Corporation mit dem Raumtransporter Cygnus. Da sich dieses System jedoch als deutlich kostspieliger als das von Planetspace erwies, reichte Planetspace eine formelle Beschwerde ein. Durch eine Refinanzierung und die Beteiligung ausschließlich von US-Banken konnte die Entwicklung fortgeführt werden.

Siehe auch

Weblinks


Kategorien: Kanadische Raumfahrt | Raketentyp (Raumfahrt)

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