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Campeonato Sudamericano 1939


Campeonato Sudamericano 1939
Fußball-Südamerikameisterschaft 1939
Anzahl Nationen 5
Südamerikameister Peru 1825 Peru (1. Titel)
Austragungsort Peru 1825 Peru
Eröffnungsspiel 15. Januar 1939
Turnierende 12. Februar 1939
Spiele 10
Tore 47 (⌀: 4,7 pro Spiel)
Zuschauer 141.000 (⌀: 14.100 pro Spiel)
Torschützenkönig Peru 1825 Teodoro Fernández
(7 Tore)

Das Campeonato Sudamericano von 1939 war die 15. Ausspielung der südamerikanischen Kontinentalmeisterschaft im Fußball und fand vom 15. Januar bis zum 12. Februar zum dritten Mal in Peru statt. Die Peruaner übernahmen damit bereits zum zweiten Mal innerhalb von 4 Jahren die Gastgeberrolle. Das Turnier litt unter dem Fernbleiben der beiden Erstplatzierten der letzten Südamerikameisterschaft, Argentinien und Brasilien; daneben fehlten auch noch Bolivien und Kolumbien. Dafür startete zum ersten Mal seit dem Beitritt zur CONMEBOL im Jahre 1927 die Nationalmannschaft Ecuadors.

Das Turnier wurde wie gehabt im Ligasystem (Jeder gegen Jeden) ausgetragen. Bei Punktgleichheit auf dem ersten Platz war ein Entscheidungsspiel vorgesehen. Alle Spiele wurden, wie schon vor 4 Jahren im Estadio Guadelupe in Lima ausgetragen.

Sensationeller Sieger der Campeonato Sudamericano 1939 wurde erstmals Gastgeber Peru.

Spielergebnisse

15. Januar 1939
Paraguay - Chile 5:1 (?:1)
15. Januar 1939
Peru - Ecuador 5:2 (3:0)
22. Januar 1939
Uruguay - Ecuador 6:0 (1:0)
22. Januar 1939
Peru - Chile 3:1 (0:0)
29. Januar 1939
Uruguay - Chile 3:2 (2:2)
29. Januar 1939
Peru - Paraguay 3:0 (2:0)
5. Februar 1939
Chile - Ecuador 4:1 (3:1)
5. Februar 1939
Uruguay - Paraguay 3:1 (2:0)
12. Februar 1939
Paraguay - Ecuador 3:1 (1:0)
12. Februar 1939
Peru - Uruguay 2:1 (2:1)

Tabelle

Rang Land Tore Punkte
1 Peru 1825 Peru 13:04 8:0
2 Uruguay Uruguay 13:05 6:2
3 Paraguay 1842 Paraguay 09:08 4:4
4 Chile Chile 08:12 2:6
5 Ecuador Ecuador 04:18 0:8

Beste Torschützen

Rang Spieler Tore
1 Peru 1825 Teodoro Fernández 7
2 Peru 1825 Jorge Alcalde 5
Uruguay Severino Varela 5
4 Paraguay 1842 Marcial Barios 3
Paraguay 1842 Tiberio Godoy 3
Uruguay Pedro Lago 3
Uruguay Roberto Porta 3

Mannschaftsaufgebote

Peru 1825 Peru
Juan Honores (Torwart, Universitario de Deportes Lima), Víctor Marchena (Torwart, Sport Boys Lima), Jorge Alcalde (Sport Boys Lima), Teodoro Alcalde (Sport Boys Lima), Víctor Bielich (Deportivo Municipal), Segundo Castillo (Sport Boys Lima), Raúl Chappel (Sport Boys Lima), Arturo Fernández (Universitario de Deportes Lima), Teodoro Fernández (Universitario de Deportes Lima), Pedro Ibáñez (Sport Boys Lima), Orestes Jordán (Universitario de Deportes Lima), Adelfo Magallanes (Alianza Lima), Arturo Paredes (Sport Boys Lima), Pablo Pasache (Deportivo Municipal), Enrique Perales (Universitario de Deportes Lima), Juan Quispe (Alianza Lima), Carlos Tovar (Universitario de Deportes Lima)
Trainer: Jack Greenwell (England)

Peru war die große Sensation bei dieser Campeonato Sudamericano. Beflügelt vom Heimvorteil wuchs das Team über sich hinaus. Schon nach den glatten Auftaktsiegen gegen Ecuador und Chile wurde klar, dass der Gastgeber zum größten Konkurrenten der "Urus" bei diesem Turnier werden würde. Dass man dann aber noch den hoch favorisierten Rekord-Südamerikameister im direkten Vergleich mit 2:1 besiegen konnte, hatte eigentlich keiner den Peruanern so recht zugetraut. Doch angesichts der während des gesamten Turniers gezeigten Leistung war Peru ein würdiger Südamerikameister.

Uruguay Uruguay
Horacio Granero (Torwart, Central), Aníbal Luis Paz (Torwart, CA Bella Vista), Adelaido Camaití (CA Peñarol), Aníbal Ciocca (Nacional Montevideo), Oscar Chirimini (River Plate), Roberto Fager (Montevideo Wanderers FC), Eugenio Galvalisi (Rampla Juniors FC), Pedro Lago (Peñarol Montevideo), Ernesto Mascheroni (Peñarol Montevideo), Roberto Porta (Nacional Montevideo), Abdón Reyes (Sud América), Plácido Rodriguez (Rampla Juniors FC), Manuel Sanguinetti (River Plate), Obdulio Jacinto Varela (Montevideo Wanderers FC), Severino Varela (Peñarol Montevideo), General Viana (Central), Félix Zaccour (Sud América), Erebo Zunino (Peñarol Montevideo)
Trainer: Alberto Suppici

Uruguay war vor diesem Turnier der absolute Topfavorit. Nach dem Verzicht Argentiniens und Brasiliens glaubte die gesamte Fachwelt an einen sicheren achten Turniererfolg. Doch schon beim knappen 3:2-Erfolg über Chile zeigte die Mannschaft Schwächen, die sich dann im "Finale" gegen den Gastgeber aus Peru noch offensichtlicher zeigten. Das entscheidende Duell ging völlig unerwartet mit 1:2 verloren und der achte Titelgewinn war verspielt.

Paraguay 1842 Paraguay
Manuel González (Torwart), Víctor Encina (Torwart), Ricardo Aquino, Diego Ayala, Eustaquio Bareiro, Marcial Barrios, Fidelino Etcheverry, Ferreira, Tiberio Godoy, Milciades Gómez-Benítez, José Ibáñez, Antonio Invernizzi, Juan Félix Lezcano, Eduardo Mingo, Gabino Morín, Raúl Núñez-Velloso, Miguel Ortega, E. Romero, Lorenzo Velloso, Jacinto Villalba
Trainer: Manuel Fleitas-Solich

Paraguay startete furios in dieses Turnier. Der klare 5:1-Auftakterfolg gegen Chile ließ viel für den weiteren Turnierverlauf erwarten. Doch in den beiden folgenden Spielen konnten die Paraguayos die geweckten Erwartungen nicht erfüllen; in den Duellen mit Gastgeber Peru (0:3) und dem Topfavoriten Uruguay (1:3) war man chancenlos. So blieb nach einem abschließenden 3:1-Pflichtsieg über die schwachen Ecuadorianer am Ende nur Platz drei.

Chile Chile
Augusto Lobos (Torwart, Santiago Morning), Eduardo Simián (CF Universidad de Chile Santiago), José Avendaño (Magallanes Santiago), Osvaldo Carvajal (Unión Española Santiago), Jorge Córdova (Magallanes Santiago), Julio Córdova (Magallanes Santiago), Ascanio Cortés (Audax Italiano Santiago), Alfonso Domínguez (Unión Española Santiago); Roberto Luco (Colo Colo Santiago), Felipe Mediavilla (Unión Española Santiago), Julio Montero (Colo Colo Santiago), Raúl Muñoz (Magallanes Santiago), Gustavo Pizarro (Badminton Santiago), Luis Ponce (Magallanes Santiago), Guillermo Riveros (Audax Italiano Santiago), Humberto Roa (Audax Italiano Santiago), Enrique Sorrel (Colo Colo Santiago), Raúl Toro (Santiago Wanderers Valparaíso)
Trainer: Pedro Mazullo (Uruguay)

Chile startete außergewöhnlich schwach in dieses Turnier. Nach der deutlichen 1:5-Auftaktniederlage gegen Paraguay durfte man bereits weitergehende Ambitionen bei dieser Meisterschaft begraben. Danach konnte man sich von Spiel zu Spiel steigern, jedoch weitere Niederlagen gegen Peru (1:3) und Uruguay (2:3) nicht vermeiden. So feierte man erst im letzten Spiel gegen "Neuling" Ecuador (4:1) den ersten Turniersieg, der gleichzeitig Platz vier bedeutete.

Ecuador Ecuador
Humberto Vásquez (Torwart), Francisco Martínez (Torwart), Marino Alcívar (Hispanoamérica de la Habana), Manuel Arenas, Luis Arias, Fonfredes Bohórquez, Ernesto Cevallos, Leónidas Elizalde, Augusto Freire, Enrique Herrera, Luis Hungría, Jorge Laurido, José Merino, José Peralta, Eloy Ronquillo (CD Los Millonarios), Augusto Solís, Alfonso Suárez Rizzo (Hispanoamérica de la Habana), Ramón Unamuno, José Vasconez, Arturo Zambrano
Spielertrainer: Ramón Unamuno

Ecuador zahlte bei seiner ersten Copa-Teilnahme ordentlich Lehrgeld. In allen Duellen blieb das Team absolut chancenlos. Mit vier deutlichen Niederlagen in vier Spielen belegte der "Copa-Neuling" am Ende den fünften und letzten Platz.

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