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Calciumgluconat


Strukturformel
Keine Zeichnung vorhanden
Strukturformel ohne Kristallwasser
Allgemeines
Name Calciumgluconat-Monohydrat
Andere Namen

E 578

Summenformel C12H22CaO14 · H2O
CAS-Nummer
  • 299-28-5 (wasserfrei)
  • 66905-23-5 (Monohydrat)
ATC-Code
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 448,39 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

178 °C [1]

Löslichkeit

30 g·l−1 in Wasser (20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
Bitte die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Calciumgluconat ist das Calciumsalz der Gluconsäure.

Calciumgluconat wird als Säureregulator in der chemischen Industrie aber auch in der Lebensmittelindustrie verwendet. Es wird Lebensmitteln als Komplexbildner, Säureregulator oder Stabilisator zugesetzt. Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Bezeichnung E 578 ohne Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) für Lebensmittel allgemein zugelassen.

Wegen seiner guten Resorptionseigenschaften ist Calciumgluconat u. a. in der Form des besser löslichen Doppelsalzes Calciumlactatgluconat Bestandteil vieler Calciumpräparate und wird in diätischen Lebensmitteln verwendet. Calciumgluconat hat einen Calciumgehalt von 9 % und eine Löslichkeit in Wasser von 35 g/L bei 25 °C. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Verwendung als so genannter Rieselhilfsstoff.

In der Notfallmedizin kommt Calciumgluconat als Antidot zum Einsatz. Hier wird es beispielsweise lokal bei Verätzungen und systemisch bei Vergiftungen mit der sehr giftigen und ätzenden Flusssäure bzw. Fluorwasserstoff (HF)[2] und Fluoriden[3] eingesetzt. Wirksamer Bestandteil dabei sind die Calciumionen (Ca2+), die in wässriger Calciumgluconatlösung vorliegen. Die Calciumionen verbinden sich mit den freien Fluoridionen (F) im Körper, die für die schädliche Wirkung der Flusssäure verantwortlich sind, unter Bildung des unlöslichen Calciumfluorids (CaF2) und machen sie somit unschädlich. Außerdem sorgt das Calciumgluconat dafür, dass sich der Calciumspiegel, der aufgrund der Reaktion von körpereigenem Calcium mit Fluoridionen gesunken ist, wieder normalisiert. Notfalls können als Erste-Hilfe-Maßnahme auch andere calciumhaltige Mittel verabreicht werden; beispielsweise kann es helfen, Milch zu trinken, um damit die Resorption der Fluoridionen zu hemmen.[4]

In der Veterinärmedizin wird Calciumgluconat meist zur Therapie hypokalzämischer Zustande genutzt. Diese treten besonders häufig in akuter Form bei Milchkühen um den Geburtszeitpunkt herum auf und werden dann als Milchfieber, Kalbefieber oder Gebärparese bezeichnet.

Zur Prävention der Osteoporose trägt eine vermehrte Calcium-Aufnahme von etwa 1 g/Tag bei (Basistherapie DVO).

Calciumgluconat wird auch zur Soforttherapie einer Hyperkaliämie eingesetzt, um der K+-bedingten Depolarisation, besonders am Herzen, entgegenzuwirken. Dabei müssen die Kontraindikationen, Hypercalcämie und Digitalisierung, beachtet werden. Die Dosierung beträgt 10 ml Calciumgluconat 10 %, die Wirkung ist kurzfristig (30 Minuten).[5]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Datenblatt Calciumgluconat (PDF) bei Merck, abgerufen am 19. Januar 2011.
  2. Eintrag zu Flußsäure . In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 13. November 2013.
  3. Eintrag zu Fluoride . In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 13. November 2013.
  4. Jürgen Stein(Hrsg.): Praxishandbuch klinische Ernährung und Infusionstherapie. Springer 2003, ISBN 978-3-642-55896-2, S. 120, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  5. Innere Medizin - Herold - Kapitel Hyperkaliämie.
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Kategorien: ATC-A12 | ATC-D11 | Lebensmittelzusatzstoff | Antidot | Calciumverbindung | Carbonsäurensalz | Arzneistoff

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Calciumgluconat (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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