Bw Hamburg-Altona - LinkFang.de





Bahnbetriebswerk Hamburg-Altona

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Das Bahnbetriebswerk Hamburg-Altona (abgekürzt: Bw Hmb-Altona) befand sich im Stadtteil Hamburg-Altona-Nord westlich der Harkortstraße (früher Rainweg) und direkt anschließend an den südlich gelegenen Kopfbahnhof Hamburg-Altona.

Geschichte

Das Bahnbetriebswerk wurde ab 1890 von den Preußischen Staatseisenbahnen bzw. deren Königlich Preußischer Eisenbahndirektion Altona (ab 1922 RBD AltonaReichsbahndirektion) beim Umbau der Bahnhofsanlagen in der damals selbstständigen Stadt Altona/Elbe erstellt. Nachdem die Stadt Altona 1937 durch das Groß-Hamburg-Gesetz Teil des Landes Hamburg wurde, änderte sich der Name in RBD Hamburg. Diese ging 1949 in der Bundesbahn­direktion Hamburg auf.

Von der Eröffnung im Jahr 1895 an war es eines der größten Bahnbetriebswerke im Deutschen Reich und war 1910 mit zwei Ringlokschuppen für 16 bzw. 4 Maschinen vor zwei Drehscheiben sowie einem 57-ständigen Doppel-Ringlokschuppen (23 plus 34 Plätze) mit zwei 16-Meter-Drehscheiben ausgestattet. Zusätzlich gab es mehrere kleine Rechteck-Lokschuppen. Die Preußischen Staatsbahnen hatten damals diese Anlage auf preußischem Boden errichtet, um dort nach Fertigstellung des 1906 in Betrieb genommenen Hamburger Hauptbahnhofs Schnellzüge zu versorgen. Während seiner gesamten Zeit als Dampflok-Bahnbetriebswerk wurden die Maschinenanlagen stets auf dem aktuellen technischen Niveau gehalten, daher gab es im Laufe der Zeit zahlreiche kleinere und größere Umbauten. Markant waren die beiden zunächst einzelnen 16 Meter-, ab 1928 ineinandergreifenden 23-Meter-Drehscheiben, die so nur im Bahnbetriebswerk Hamburg-Altona anzutreffen waren. Das Bw Altona beheimatete zunächst Preußische G 3, Preußische G 4.2 und Preußische T 3, nach 1920 versuchsweise BR 04, für FD 25/26 renommierte das Bw mit BR 05. Bei den Luftangriffen auf Hamburg im Zweiten Weltkrieg wurde das Bw nur gering beschädigt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Umlaufpläne des Bahnbetriebswerks Hamburg-Altona sahen hochwertige Zugbespannungen vor. Die 1962 hier beheimateten 39 Maschinen der Baureihe 03 fuhren anfangs noch Bebra und Göttingen an. Mit der 1965 durchgeführten Elektrifizierung der Bahnstrecke Hannover–Hamburg und der Strecke nach Osnabrück kurz darauf verloren die Dampflokomotiven des Betriebswerks Altona ihre beiden wichtigsten Strecken nach Süden bzw. Südwesten. Altona bekam Dieseltriebwagen und hatte schon 1952–1956 bei der Modernisierung des Bws lange Triebwagenhallen errichtet, aber auch den markanten Wasserturm. Bis 1972 bespannten Dampfloks der DR-Baureihe 01.10 Schnell- und Eilzüge auf der Marschbahn nach Westerland, dann endete die Dampflokunterhaltung im Bw.

1953 zogen die ersten Fernverkehrstriebwagen VT 08.5 ein. Sie kamen ab 1963 im Fährverkehr auf der Vogelfluglinie zum Einsatz. Die Gliederzüge der DB-Baureihe VT 10.5 wurden hier beheimatet. 1975 wurden hier die TEE-Triebzüge der Baureihen 601 und 602 zusammengezogen. 1981 verließen sie Altona, weil durch Einführung zweiklassiger Intercity ihre Zeit abgelaufen war.

Nach der Auflösung des Bahnbetriebswerks Hamburg-Altona am 31. Dezember 1982 übernahm das Bahnbetriebswerk Hamburg-Eidelstedt seine Funktion, bis 1991 dienten die Anlagen noch zum Abstellen von Lokomotiven.[1]

Im Jahr 1982 musste der Doppelringlokschuppen 90 Jahre nach seinem Bau für die Neutrassierung der S-Bahngleise abgerissen werden. Die charakteristischen Drehscheiben wurden um das Jahr 2000 entfernt. Der 1954/55 errichtete Bahnwasserturm ist 2010 noch erhalten. Teile des ehemaligen Bahnbetriebswerks sind denkmalgeschützt (Denkmalliste Hamburg-Altona , ID 38881)

Literatur

  • Wolfgang Klee: Eisenbahnen in Hamburg. Eisenbahn Journal special 5/97, ISBN 3-89610-020-3, S. 40–53
  • Benno Wesmüller, Joachim Lawrenz: Stets auf der Höhe der Zeit. Das Bw Hamburg-Altona. In: Bahnbetriebswerke. Bahn EXTRA 6/2002 ISSN 0937-7174 , S. 48–57.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Frank Muth: Vielseitiger Endpunkt Altona. In: eisenbahn-magazin. Nr. 2, 2015, ISSN 0342-1902 , S. 41.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnbetriebswerk Hamburg-Altona (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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