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Buxheim (Oberbayern)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: EichstättVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 495 m ü. NHN
Fläche: 22,53 km²
Einwohner: 3659 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 162 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85114
Vorwahl: 08458
Kfz-Kennzeichen: EI
Gemeindeschlüssel: 09 1 76 118
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 2
85114 Buxheim
Webpräsenz: www.buxheim.eu
Bürgermeister: Peter Doliwa (Freie Wähler)
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Buxheim ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Eichstätt.

Lage

Buxheim liegt auf der Südlichen Frankenalb im Naturpark Altmühltal im Landkreis Eichstätt, etwa acht Kilometer westlich von Ingolstadt.

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Das Gemeindegebiet umfasst die Gemarkung Buxheim mit dem Gemeindehauptort und das Pfarrdorf Buxheim sowie die Einzelhöfe Moosbauer, Moosmühle, Hessenhof und Reinboldsmühle sowie die Gemarkung Tauberfeld mit dem Kirchdorf Tauberfeld.

Nachbargemeinden

Buxheim grenzt im Nordosten an die Gemeinde Hitzhofen, im Osten an die Gemeinde Eitensheim, im Südosten an den Markt Gaimersheim, im Süden an die Kreisfreie Stadt Ingolstadt, im Westen an den Markt Nassenfels sowie im Nordwesten an die Gemeinde Adelschlag.

Geschichte

In der Flur Sandbuck des Ortes wurden mittelsteinzeitliche Funde gemacht. Westlich von Buxheim ist eine römische Siedlung nachgewiesen.

Pussenesheim, ein eichstättisch-bischöflicher Meierhof, ist erstmals in einer Urkunde vom 5. Februar 908 erwähnt und gehörte wohl zur Grundausstattung des um 745 entstandenen Bistums Eichstätt. Für 1179 ist der Ort als Besitz des Eichstätter Domkapitels nachgewiesen, bestätigt in einer Urkunde von Papst Alexander III. Anfang des 12. Jahrhunderts wird der Ort unter Bischof Eberhard bei einem Gütertausch Puhsenshaim genannt. Bis Mitte des 13. Jahrhunderts gab es einen Ortsadel; so erscheint 1204 ein Sifrit von Bussensheim in einer Urkunde. 1305 wurde der Ort bei dem Streit um das Hirschberger Erbe – das Geschlecht der Eichstätter Schutzvögte war mit Gebhard VII. von Hirschberg ausgestorben – dem Bischof von Eichstätt Konrad II. von Pfeffenhausen zugesprochen.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort verwüstet und danach wieder aufgebaut. In weiteren Kriegen wurde Buxheim 1641 und 1704 geplündert.

Buxheim wurde am 1. April 1971 um die Gemeinde Tauberfeld vergrößert.[2] Anlässlich der Kreisgebietsreform, die am 1. Juli 1972 in Kraft trat, wechselte der mittelfränkische Landkreis Eichstätt mit Buxheim in den Regierungsbezirk Oberbayern. Im überwiegend landwirtschaftlich orientierten Ort gab es 1983 bei 1752 Einwohnern 41 Vollerwerbs- und 28 Nebenerwerbsbetriebe.

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Buxheim (Oberbayern)

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Buxheim hat 16 Mitglieder.

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)[3]

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit dem 21. September 1999 Peter Doliwa von den Freien Wählern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Die Kath. Pfarrkirche St. Michael in der Ortsmitte von Buxheim wurde 1911 durch den Münchener Architekten Hans Schurr in neubarocken Formen errichtet. Erhalten blieb der stattliche Turm der 1629 erbauten Vorgängerkirche, der im Kern aus den Jahren um 1340 stammt und dessen Obergeschosse wohl noch im 17. Jahrhundert nach Plänen des Eichstätter Hofbaumeisters Jakob Engel von Giovanni Battista Camessina errichtet wurden; 1735 wurde die Kuppel repariert. Zur Innenausstattung zählen neben den frühklassizistischen Altären (um 1780, die Figuren wohl von Joseph Anton Breitenauer) eine barocke Kanzel (um 1670/80), eine Schnitzfigurengruppe der Heiligen Anna mit Maria (um 1520) sowie zwei Gemälde aus dem säkularisierten Kloster Notre-Dame in Eichstätt von Josef Anton Glanschnig (bezeichnet 1736). Der benachbarte Pfarrhof stammt vom Beginn des 17. Jahrhunderts, das Benefiziatenhaus aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Es befand sich bis um das Jahr 1919/20 eine Brauerei in fürstbischöflichem Besitz in der Ortsmitte von Buxheim. Dazu gehörten ein Brauhaus, mehrere Stadel und landwirtschaftliche Anwesen, sowie großflächiger Grundbesitz. Im Jahre 1918 wurde die Brauerei in private Hände verkauft und um 1919/20 abgebrochen. Letzter Brauereibesitzer war Otto Schanz. Das fürstbischöfliche Steinwappen, dass über dem Torbogen des Brauereigebäudes angebracht war, gilt als letztes Überbleibsel der Brauerei und fand sein Dasein beim Neubau des Gemeindeamtes, eingelassen in die Nordmauer, oberhalb des Haupteinganges. Das Wappen trägt die Inschrift Joannes Anton D. G. Episcopus et 5. R. Imperii Princeps Eystetensis und ist mit der Jahreszahl 1729 versehen.

Baudenkmäler

Liste der Baudenkmäler in Buxheim (Oberbayern)

Quellenangaben

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 456
  3. Kommunalwahl 2008 (PDF-Datei; 383 kB)

Literatur

  • Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 52 (1937), S. 14, 40, 42; 59 (1961/62), S. 57f.
  • Karl Zecherle: Kirchen und Klöster im Kreis Eichstätt, Eichstätt: Landkreis Eichstätt 1983, S. 94f.
  • Der Eichstätter Raum in Geschichte und Gegenwart, Eichstätt: Sparkasse Eichstätt, 2. erweiterte Auflage 1984, S. 176–178 (Buxheim), 288 (Tauberfeld)

Weblinks

 Commons: Buxheim  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Buxheim (Oberbayern) | Ort im Landkreis Eichstätt | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Buxheim (Oberbayern) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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