Butyrophenone - LinkFang.de





Butyrophenone


Dieser Artikel bedarf einer Überarbeitung.

Als Butyrophenone wird eine Gruppe von chemischen Verbindungen bezeichnet, die sich vom Butyrophenon (1-Phenylbutan-1-on) ableiten. Wegen ihrer antispychotischen (neuroleptischen) Wirkung werden viele Butyrophenone therapeutisch in der Psychiatrie eingesetzt, unter anderem zur Behandlung der Schizophrenie.

Beispiele

Wichtige Vertreter der Butyrophenone sind z. B.:

Wirkung

Die Zugehörigkeit zur Gruppe der Butyrophenone allein besagt noch nichts über die neuroleptische Wirkstärke einer Substanz. Allerdings gehören die stärksten (potentesten) aller bekannten Neuroleptika zu den Butyrophenonen: Benperidol, Trifluperidol und Haloperidol.

Den hochpotenten Butyrophenonen ist eine starke Affinität zu den Dopamin-Rezeptoren in bestimmten Bereichen des Zentralnervensystems gemeinsam, vor allem zum D2-Rezeptor. Die Blockade der dopaminergen Übertragung in den Basalganglien bewirkt dabei die typischen Begleiteffekte (Extrapyramidal-motorische Störungen, EPMS, siehe unten).

Neben der antipsychotischen besitzen die Butyrophenone auch eine antiemetische Wirkung.

Unerwünschte Wirkungen

Die niederpotenten Butyrophenone haben eher leichtere Nebenwirkungen, darunter im Vergleich mit den niederpotenten Phenothiazinen weniger vegetative Störeffekte. Die Schadwirkungen der hochpotenten Vertreter können aber prinzipiell auch bei den schwächeren auftreten, jedoch in der Regel weniger ausgeprägt.

Die hochpotenten Butyrophenone weisen eine hohe Rate unangenehmer Nebenwirkungen auf, darunter als Hauptproblem die Extrapyramidal-motorischen Störungen (EPMS), also Akathisien, Früh- und Spätdyskinesien, Parkinsonoid usw.

Ein weiteres großes Problem für die Compliance sind die medikamenteninduzierten Depressionen nach Butyrophenon-Einnahme. Ferner können Krampfanfälle, Störungen im Hormonhaushalt, Kopfschmerzen sowie Blutbildungsstörungen auftreten.

Eine gefährliche Komplikation ist das maligne neuroleptische Syndrom, das mitunter tödlich enden kann.

Geschichte

Die ersten Butyrophenone wurden gegen Ende der 1950er Jahre synthetisiert, als Pharmakologen und Chemiker ausgehend vom Pethidin nach antipsychotisch wirksamen Stoffen suchten.

Seit Mitte der 1960er Jahre fanden Haloperidol und andere Butyrophenone breite Anwendung in den psychiatrischen Kliniken.

Darreichungsformen und Besonderheiten

Wegen der relativen Unbeliebtheit speziell der hochpotenten Butyrophenone und der mangelnden Compliance vieler Patienten wurden schon früh Depotpräparate entwickelt, die den Wirkstoff nach Injektion langsam und kontinuierlich freisetzen. Das gebräuchlichste Medikament dieser Art ist das Haloperidol (HALDOL)-Decanoat.

Verwandte Substanzen

Die Diphenylbutylpiperidine können als Untergruppe bzw. Sonderformen der Butyrophenone aufgefasst werden. Sie werden ebenfalls als Neuroleptika eingesetzt.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Butyrophenone  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Beachten Sie unsere <a href="/wiki/Gesundheitshinweise">Gesundheitshinweise</a>

Kategorien: Antipsychotikum | Keton | Aromat | Stoffgruppe | Arzneistoff

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Butyrophenone (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.