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Burgstall Wahlmich


Burgstall Wahlmilch

Alternativname(n): Weilerburg, Wilerburg, Wilburg, Burg Wiler
Entstehungszeit: Mittelalterlich
Burgentyp: Höhenburg, Hanglage
Erhaltungszustand: Burgstall
Ort: Waldaschaff-„Flur Wahlmich“
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Höhe: 210 m ü. NN

Der Burgstall Wahlmich, auch Weilerburg oder Wilerburg genannt, ist eine abgegangene mittelalterliche Höhenburg im Flurbereich Wahlmich westlich von Waldaschaff im Landkreis Aschaffenburg in Bayern. Die Burg war als erster Stammsitz der Herren von Weiler Ursprung der Ortschaft Waldaschaff.

Geographische Lage

Von der ehemaligen Burganlage ist oberirdisch nichts mehr erhalten. Sie befand sich etwa 1,5 Kilometer westlich der Kirche von Waldaschaff nahe dem heutigen Schloss Weiler südlich der Autobahn A3 bei 210 m ü. NN auf der nördlichen Hangseite eines Hügels der in früheren Zeiten als "Rückwand des Kaylberges in der Keul, führt den Namen Wilburg und ist wahrscheinlich im Bauernkrieg zerstört wurden".[1] Von hier aus konnte das Aschafftal in den Spessart kontrolliert werden.

Beschreibung

1286 wird es als Stammschloß der Weiler genannt, ist aber vermutlich um Jahrzehnte älter. Die Weiler waren Vasallen der Grafen von Rieneck.[2] Die Burg stand damit ähnlich wie die gleichfalls abgegangene Burg Kugelnberg zwischen dem Aschaffenburger Territorium der Kurmainz und den Herrschaften des Spessarts, den Grafen von Rieneck und dem Bistum Würzburg und ging vermutlich in den Auseinandersetzungen Rieneck-Mainz im 13. Jahrhundert unter bzw. wurde von den Herren von Weiler später verlassen, als diese sich im nahen Weiler nach dem Deutschen Bauernkrieg einen neuen Stammsitz zum Schloss Weiler ausbauten. Das Geschlecht der Weiler starb 1655 aus. Die Besitztümer wurden schon 1648 in einem Mainzer Lehensbrief an Philipp Erwein von Schönborn verkauft. Dabei wird auch die Wahlmich (Waldburg) und der nahe Hockenhof genannt.[3]

Der Burgstall ist ein Bodendenkmal nach der Bayerischen Denkmalliste, die auf Basis des bayerischen Denkmalschutzgesetzes vom 1. Oktober 1973 erstellt wurde.[4] Neuzeitliche Entnahme (bis ins beginnende 19. Jahrhundert) von Lehm in Gruben hat das Gelände weiter überformt. Eine vermutete Vorburg oder eine Burgsiedlung nordöstlich unterhalb des Burgstalls wurden beim Ausbau der A3 vor wenigen Jahren beseitigt.

Heutige Nutzung

Für den Verein für Heimatpflege in Waldaschaff e.V. ist die Erforschung der Burgstelle eines der Hauptprojekte. Ziel ist eine archäologische Ausgrabung, die neue Erkenntnisse zur Burg, ihren Besitzern und der Besiedlung des Tales liefern soll. Am 3. Mai 2016 wurde mit den Ausgrabungen auf der Wahlmich begonnen; die Arbeiten werden durch das Archäologische Spessartprojekt und interessierte Laien ausgeführt.[5]

Literatur

  • Heinrich Habel und Helga Himen (Bearb.): Denkmäler in Bayern - Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler: Band VI. Unterfranken. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.). München 1985.
  • Björn-Uwe Abels: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Unterfrankens. (Materialhefte zur bayerischen Vorgeschichte, Reihe B, Band 6). Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1979, ISBN 3-7847-5306-X, S. 70.
  • Wilhelm Büttner: Geschichte des Dorfes Waldaschaff und der Pfarrei Keilberg, Paul Pattloch Verlag, Aschaffenburg 1961, ohne ISBN, darin S. 25-62

Weblinks

 Commons: Burgstall Wahlmich  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eintrag zu Burg Wahlmich bei „Alle Burgen“ (Ein Verzeichnis der festen Häuser)
  • Burgstelle Wahlmich Fotos des Vereins für Heimatpflege in Waldaschaff auf www.heimatpflege-waldaschaff.de, abgerufen am 7. Mai 2016

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Wilhelm Büttner: Geschichte des Dorfes Waldaschaff und der Pfarrei Keilberg, Paul Pattloch Verlag, Aschaffenburg 1961, ohne ISBN, S. 39. Online
  2. Wilhelm Büttner: Geschichte des Dorfes Waldaschaff und der Pfarrei Keilberg, Paul Pattloch Verlag, Aschaffenburg 1961, ohne ISBN, S. 20 ff. Online
  3. Wilhelm Büttner: Geschichte des Dorfes Waldaschaff und der Pfarrei Keilberg, Paul Pattloch Verlag, Aschaffenburg 1961, ohne ISBN, S. 48 Online
  4. Denkmalliste Waldaschaff des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, Nr. D-6-6021-0029, Mittelalterlicher Burgstall, nachqualifiziert (Stand 19. August 2014)
  5. Verein für Heimatpflege Waldaschaff e.V.

Kategorien: Ehemalige Burganlage im Landkreis Aschaffenburg | Bodendenkmal im Landkreis Aschaffenburg | Waldaschaff | Höhenburg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Burgstall Wahlmich (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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