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Burg Stein (Thüringen)


Burg Stein

Alternativname(n): Burg Bischofstein
Entstehungszeit: 1230 bis 1400
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Burgstall, Wälle und Gräben, Mauerreste
Ständische Stellung: Adlige, Klerikale, Herzog
Ort: Lengenfeld unterm Stein
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Höhe: 401 m ü. NN

Die Burg Stein ist eine abgegangene Höhenburg auf 401 m ü. NN in Nordwestthüringen oberhalb des Orts Lengenfeld unterm Stein im Unstrut-Hainich-Kreis.

Geschichte

Die Burg wurde vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut und hatte wechselnde Besitzer. Schriftlich erwähnt wurde sie unter anderem 1298 als castrum Steyn.[1] Anfangs erscheint nur der Name „Stein“, der aber auch bei anderen Burgen in Westthüringen vorkommt (Schloss Altenstein) und deshalb nicht immer der später Bischofstein genannten Burg zuzuordnen ist. Wahrscheinlich wohnte aber bereits ein Tuto de Lapide 1234 auf dem Felsen über Lengenfeld. Erzbischof Gerhard I. von Mainz übertrug die Burg dem Edelherren Gottschalk von Plesse, der sie aber 1282 an Herzog Albrecht (der Lange) von Braunschweig verkaufen musste. Um 1300 gelangte die Burg an die Herren von Hardenberg, von denen sie Erzbischof Matthias von Buchegg 1326 zurückkaufte. Bei dieser Gelegenheit wird auch das oppidum (Städtchen, Burgflecken) erwähnt, dessen Reste sich als Stadtwüstung unterhalb der Burg im Gelände erhalten haben. Im 17. Jahrhundert verfiel die Burganlage, wurde aber noch als Amtssitz benutzt. Im 18. Jahrhundert wurde das heutige Schloss Bischofstein aus den Mauerresten der Burgruine Stein erbaut. Der Ort Lengenfeld unterm Stein hat seinen Namen von der Burg Stein. Auch ein in der Nähe liegender Felsvorsprung trägt den Namen „Stein“.

Stadt Stein

Am Fuße des Burgberges befand sich eine befestigte Siedlung mit der St. Georgs-Kapelle, die vermutlich der Versorgung der Burg gedient hat. Sie war mit der Burg über eine Mauer verbunden. Das "Oppidum" war aber sicher keine Stadt im rechtlichen Sinne, sondern mehr ein befestigter Markt oder Wirtschaftshof.

Das kurmainzische Amt Bischofstein

Zum Amt Bischofstein zählten die Dörfer Großbartloff, Diedorf, Döringsdorf, Ershausen, Faulungen, Geismar, Heyerode, Hildebrandshausen, Katharinenberg, Krombach, Lehna, Misserode, Lengenfeld, Wilbich. 1583 wurden die Dörfer Frieda (ehemals eichsfeldisch) und Döringsdorf (ehemals hessisch) zwischen Kurmainz und dem hessischen Landgrafen getauscht. Weiterhin gehörten zum Amt Bischofstein unter anderem die heutigen Wüstungen Stadt Stein, Hessel, Kubsdorf.[2]

Literatur

  • Rolf Aulepp: Mittelalterliche Wüstungen im Eichsfelder Teil des Kreises Mühlhausen, (Stadtwüstung Stein) – In: Eichsfelder Heimathefte Heft 1/1989, S. 89ff.
  • Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen und Schlösser in Thüringen, Wartberg-Verlag Gudensberg 2000, S. 308–309.
  • Paul Grimm, Wolfgang Timpel: Die ur- und frühgeschichtlichen Befestigungen des Kreises Mühlhausen, Mühlhausen 1972, S. 51f.
  • Hans Patze: Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands, Thüringen, 1989, S. 50f.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Johann Wolf: Politische Geschichte des Eichsfeldes. Göttingen 1793, Band 2, 3. Abschnitt, Seite 3: "castrum Stein situm apud cenobium Sanktimonialium dictus Celle"
  2. Johann Wolf: Politische Geschichte des Eichsfeldes. Göttingen 1792, Band 2, 3. Abschnitt, Seiten 5-8

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Burg Stein (Thüringen) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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