Bundesstraße 61 - LinkFang.de





Bundesstraße 61


Dieser Artikel beschreibt die Bundesstraße 61 in Deutschland. Zur gleichnamigen Straße in Österreich siehe Günser Straße.
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Bundesstraße 61 in Deutschland
 
Karte
Basisdaten
Betreiber: Deutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Bassum
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Straßenende: Rheda-Wiedenbrück}

Bundesland:

Ausbauzustand: siehe unten
Bundesstraße 61 in Bielefeld (Ostwestfalendamm)

Die Bundesstraße 61 (Abkürzung: B 61) ist eine Nord-Süd-Verbindung vom Raum Bremen nach Ostwestfalen.

Verlauf

Die Straße beginnt in Bassum und führt über Sulingen nach Nordrhein-Westfalen. Im Grenzbereich wurde sie mehrmals verlegt und neu gebaut, so dass einige Städte und Dörfer umfahren werden können. So liegt ihr Beginn nicht mehr wie früher im Ortszentrum von Bassum. Sie zweigt nunmehr von der als Ortsumgehung ausgebauten Bundesstraße 51 ab.

Auf Höhe des westfälischen Petershagen kreuzt die Landesstraße 770 (L 770) mit ihrer Weserbrücke die B 61 und verbindet sie mit der Bundesstraße 482 auf der Ostseite der Weser. Diese Verbindung ist wichtig für den Güterverkehr, da die B 482 direkt zur A 2 führt, während die B 61 15 km südlich von Petershagen mitten durch die Stadt Minden führt. Daher ist die B 482 für den Fernverkehr geeigneter und in diesem Abschnitt entsprechend belastet.

Hinter Minden erreicht man nach einem „Autobahnkreuz“ mit der B 65 durch den 2002 neu gebauten Weserauentunnel die Stadt Porta Westfalica. Von dort aus kann man über die kurz vor dem Tunnelbau erneuerte Weserbrücke auf die in diesem Bereich unmittelbar parallel zur B 61 nach wie vor am anderen Weserufer verlaufende B 482 wechseln. Diese Alternativroute über die A 2 wird vor allem vom Transitverkehr benutzt um die nach dem Tunnel nur noch zweistreifig mit mehreren Ortsdurchfahrten am Fuße des Wiehengebirges nach Bad Oeynhausen verlaufende B 61 zu meiden. Im selbigen Stadtgebiet nimmt die B 61 zwischen Rehme und Löhne den Verkehr der noch unterbrochenen A 30 auf. Obwohl die B 61 hier vierstreifig ist, herrscht aufgrund vieler Ampeln und der hohen Verkehrsdichte, die von der Bedeutungszunahme der Ost-West-Verbindungen nach der Wiedervereinigung Deutschlands herrührt, regelmäßig Verkehrschaos. Die durchschnittliche Belastung liegt an Werktagen bei etwa 50.000 Kfz (Stand 2005). Die Lücke der A 30 soll bis 2017 geschlossen werden. In diesem Rahmen wird auch die B 61 nördlich des Ortsbereiches von Rehme an die neue A 30 als Zubringer angeschlossen, wodurch die Ortsteile Hahnenkamp und Dehme vom Durchgangsverkehr entlastet werden.

Nach rund 500 Metern Unterbrechung durch die A 30 im Bereich Löhne wird die B 61 über das Dreieck Löhne nach Süden in Richtung Herford weitergeführt. Auf einer Länge von ca. 2,5 bis 3 km hat die B 61 sogar Autobahnquerschnitt, da auf dieser Trasse einmal eine von Gießen nach Bremen verlaufende Fortführung der A 5 geplant war.

Im Norden von Herford bildet die B 61 gemeinsam mit der aus Richtung Lübbecke kommenden B 239 die nördliche und westliche Stadtumgehung. Gemeinsam verlaufen diese Straßen auf einer Länge von ca 3,5 km, teils im Autobahnquerschnitt. Während die B 239 2007 bis zur A 2 an der AS Herford/Bad Salzuflen vierstreifig und kreuzungsfrei, allerdings ohne Standstreifen, ausgebaut wurde, ist die B 61 ab dem Herforder Südwesten, wo sie die B 239 verlässt und Richtung Bielefeld weiterführt, wieder normal trassiert.

Im Bereich Herford und Bielefeld sind die wechselnden Querschnitte auf eine in den 1960er und 1970er Jahren geplante A 47 zurückzuführen. Da diese Planungen nicht mehr verfolgt werden, soll die B 61 langfristig stellenweise verbreitert werden. Im Bielefelder Stadtteil Milse befindet sich, allerdings eher aus Bielefeld kommend, ein weiteres Nadelöhr entlang der B 61, das die Verkehrsplaner durch einen - von lokalen Bürgerinitiativen und Naturschützern bekämpften[1] - vierstreifigen Ausbau in den Griff bekommen wollten. Von dort an, wo die B 61 die Ortsdurchfahrt durch Bielefeld beginnt, ist sie bereits vierstreifig ausgebaut und den Verkehrsmengen weitgehend gewachsen. Im Innenstadtbereich, etwa fünf Kilometer weiter, verschwenkt die B 61 zunächst provisorisch über die Walther-Rathenau-Straße zum 535 Meter langen Ostwestfalentunnel, der eine Vorleistung für die ehemals als A 35 geplante, aber ebenfalls umstrittene Neutrassierung der B 66 in Richtung A 2 darstellt, um dann über die Stadtautobahn Ostwestfalendamm über den Bielefelder Pass in den Bielefelder Süden zu führen – hier ist die B 61 teilweise sogar sechsstreifig ausgebaut.

In Bielefeld-Brackwede geht die B 61 schließlich in den Autobahnzubringer der A 33 über, welche nach der Vollendung Paderborn und Osnabrück verbinden und die z. T. sehr belastete B 68 ersetzen soll. Geplant ist, den Autobahnzubringer hinter dem Autobahnkreuz mit der A 33 als dreistreifige Ortsumgehung für den Bielefelder Stadtteil Ummeln weiterzuführen, um die bestehende B 61 zu entlasten, die ab Brackwede zweistreifig direkt durch Ummeln weiterführt.

Hinter Ummeln verläuft die Bundesstraße an den Gütersloher Ortsteilen Isselhorst und Avenwedde-Bahnhof vorbei nach Gütersloh. Ab der Ortseinfahrt Gütersloh wird die Bundesstraße vierstreifig und erfüllt den Zweck eines Stadtrings. Zwar ist die B 61 im Stadtbereich nicht kreuzungsfrei, doch sind die Ampelanlagen aufeinander abgestimmt, so dass man bei einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h (erlaubt sind im Stadtbereich 70 km/h) auf einer Grünen Welle durch die Stadt fährt. Ab dem Industriegebiet Süd führt die B 61 dann wieder zweistreifig über den Ortsteil Kattenstroth nach Rheda-Wiedenbrück.

Dort trifft sie auf die B 55, die eine weitere Vorleistung für die A 47 sein sollte. Der bisherige letzte Abschnitt über Oelde-Stromberg, Beckum, Hamm, Bergkamen-Overberge, Kamen und Lünen wurde zur Landesstraße zurückgestuft.[2]

Geschichte

Die Strecke zwischen Minden und Herford wurde bereits 1800 als Teil der preußischen Fernstraße von Minden nach Koblenz gebaut. Im Jahre 1828 war die Fortsetzung dieser Straße über Bielefeld, Gütersloh und Wiedenbrück bis Lippstadt fertiggestellt, wo sie in die (spätere) Bundesstraße 1 mündete. Bei der 1932 eingeführten Nummerierung des Straßennetzes wurde jedoch die später gebaute Straße über Hamm nach Unna als Linienführung der damals noch Fernverkehrsstraße 61 (FVS 61) genannten und ab 1934 als Reichsstraße 61 (R 61) bezeichneten Straße gewählt. Bis zur Sanierung in den 1970er Jahren verlief die Straße, die viel Verkehr aus dem Ruhrgebiet nach Ostwestfalen und zurück brachte, mitten durch die Altstadt von Minden. Erst die Stadtsanierung ermöglichte es den Verkehr neu zu ordnen und die Verkehrsströme als Tangenten am Stadtkern vorbeilaufen zu lassen.

Ausbauzustand

Der Ausbauzustand der B 61 gliedert sich wie folgt:

Abschnitt Streifen Trennstreifen Bemerkung
51 Bassum − L 764 Minden 2 nein  
L 764 Minden − L 534 Minden 4 ja städtisch
L 534 Minden − L 876 Porta Westfalica 4 ja autobahnähnlich
L 876 Porta Westfalica − 30 Bad Oeynhausen 2 nein  
30 Bad Oeynhausen − L 860 Bad Oeynhausen 4 nein städtisch
L 860 Bad Oeynhausen − 30 AK Löhne 4 ja als Autobahn ausgebaut
30 AK Löhne − L 860 Löhne 4 ja autobahnähnlich
L 860 Löhne − K 7 Herford 2 nein  
K 7 Herford − 239 Herford 4 ja autobahnähnlich
239 Herford − Bielefeld-Rabenhof 2 nein  
Bielefeld-Rabenhof − L 778 Bielefeld-Ostwestfalendamm 4 ja städtisch
L 778 Bielefeld-Ostwestfalendamm − L 756 Bielefeld-Ostwestfalendamm 4 ja autobahnähnlich
L 756 Bielefeld-Ostwestfalendamm − Bielefeld-Südring 4 ja städtisch
Bielefeld-Südring − K 37 Gütersloh 2 nein  
K 37 Gütersloh − Gütersloh-Hans-Böckler-Straße 4 ja städtisch, größtenteils Trennstreifen
Gütersloh-Hans-Böckler-Straße − 64 Rheda-Wiedenbrück 2 nein  
64 Rheda-Wiedenbrück − 55 Rheda-Wiedenbrück 4 ja autobahnähnlich

Ausbaupläne

Im Norden von Herford ist geplant, die Strecke zwischen dem Ausbauende der gemeinsamen Trasse mit der B 239 im Bereich der Füllenbruchstraße und dem Abzweig der B 239 an der Goebenstraße vierstreifig auszubauen. Die Baulänge beträgt rund 1,5 km. Der Erörterungstermin zum Planfeststellungsbeschluss fand am 8. Mai 2015 statt.[3][4]

Zwischen Löhne und Herford wird seit 2015 ein Radweg angelegt. Zugleich wird diese Strecke allerdings künftig nicht mehr als B 61 gewidmet sein, sondern zur Landesstraße rückgestuft, denn nach erfolgtem Ausbau der Knickstraße / Witteler Straße zwischen Löhne und Autobahnanschluss „Exter“ der A2 ab 2016 wird dieser neue Autobahnzubringer als B 611 bezeichnet werden. Zitat Landesbetrieb Straßen NRW: „Der Bund will keine parallel zur Autobahn verlaufende Bundesstraße“.[5][6]

Zwischen dem Dreieck Löhne und dem Ausbauende am Kreisel auf dem Wittel entsteht eine neue Auf- und Abfahrt um ein Industriegebiet zu erschließen.[7]

Zwischen der "Dehmer Spange" in Bad Oeynhausen-Dehme und dem Weserauentunnel in Porta Westfalica soll in dem neuen vorläufigen Bundesverkehrswegeplan 2030 ein Neubau der Trasse bis zum Jahr 2030 festgeschrieben werden.[8]

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Bundesstraße 61  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. »Neue Westfälische« vom 24. und 27. Mai sowie vom 7. Juni 2008
  2. Straßensystem in Nordrhein-Westfalen
  3. Bezirksregierung Detmold „Ausbau der B 61, Herford, Nordring bis B 239“ abgerufen am 8. Mai 2015.
  4. Bezirksregierung Detmold „ Informationen zum Erörterungstermin in dem Planfeststellungsverfahren Ausbau der B 61 Herford Nordring bis B 239“ abgerufen am 8. Mai 2015.
  5. Ein Radweg für die B 61. Neue Westfälische, 20. Februar 2015, abgerufen am 1. November 2015.
  6. Hoffnung auf baldigen Ausbau. Westfalenblatt, 8. Juli 2015, abgerufen am 1. November 2015.
  7. Dirk Windmöller: 90 Lkw-Ladungen Erde täglich auf die B 61 Baustelle. Neue Westfälische, 26. April 2016, abgerufen am 8. Mai 2016.
  8. Bundesverkehrswegeplan S.128


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesstraße 61 (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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