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Bundesstraße 49


Dieser Artikel beschreibt die Bundesstraße 49 in Deutschland. Zur gleichnamigen Straße in Österreich siehe Bernstein Straße.
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Bundesstraße 49 in Deutschland
  
Karte
Basisdaten
Betreiber: Deutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Alsfeld
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Straßenende: Langsur
(})
Gesamtlänge: ca. 317 km [1]

Bundesland:

Ausbauzustand: siehe unten

Die Bundesstraße 49 (Abkürzung: B 49) ist eine der längeren deutschen Bundesstraßen. Sie führt durch Hessen und Rheinland-Pfalz bis zur luxemburgischen Grenze.

Streckenführung

Die B 49 beginnt in der Stadt Alsfeld in Mittelhessen. Nach 55 km als ruhige, meist bergab durch den Vogelsberg führende Straße erreicht sie vor der Universitätsstadt Gießen (Gießener Ring) die Anschlussstelle Gießen-Ursulum der A 485, in die sie hier mündet. Nach dieser Unterbrechung verläuft die Trasse der B 49 ab der Anschlussstelle Gießen-Bergwerkswald der A 485 entlang der Lahn vierstreifig über das Kreuz Wetzlar-Ost / A 45 der Goethestadt Wetzlar, dort über den Zubringer Anschlussstelle Wetzlar-Dalheim B 277 / A 480 (70 km) durch den 300 m langen Dalheimer Lärmschutztunnel und weiter vorbei an der alten Residenzstadt Weilburg (90 km) zur alten Domstadt Limburg an der Lahn (114 km).

Von Gießen bis Limburg führt die Europastraße 44 über die B 49. Auf den letzten fünf Kilometern vor Limburg teilt sich die B 49 den Weg mit der B 54. Diese Teilstrecke gehört zu dem acht Kilometer langen, vierstreifigen Streckenabschnitt zwischen der Abfahrt der B 49 Obertiefenbach-West und der Anschlussstelle Limburg-Nord der Bundesautobahn A 3, der volkstümlich Lange Meil bezeichnet wird.

Von Limburg bis Montabaur wird die Straße auf 20 km durch die A 3 ersetzt. Auf dieser Autobahn wird auch die Landesgrenze von Hessen nach Rheinland-Pfalz überquert. Von Montabaur (137 km) am Rande des Westerwaldes führt die B 49 nun weiter südwestlich durch den Naturpark Nassau ins Rheintal nach Koblenz (159 km).

Über die Pfaffendorfer Brücke passiert die B 49 den Rhein, schlängelt sich durch Koblenz zum rechten Moselufer bis Treis-Karden (204 km) und führt über Cochem (216 km) bis nach Alf, am linken Moselufer. Hier biegt die B 49 von der Mosel ab und führt über die Höhen der Südeifel nach Wittlich (270 km).

Ab hier wird die B 49 wieder auf 31 km durch Autobahnen ersetzt, bis kurz vor die Innenstadt von Trier (301 km). Hier trifft die B 49 wieder auf die Mosel, an deren Ufer sie die letzten 16 km bis Wasserbilligerbrück an der luxemburgischen Grenze führt.

Zwischen Alf und Trier verläuft entlang der Mosel die Bundesstraße 53.

Die Gesamtstreckenlänge der B 49 beträgt etwa 317 km, wovon aber die Autobahn-Teilstücke zwischen Limburg und Montabaur (20 km) sowie Wittlich und Trier (31 km) prinzipiell abzuziehen sind.

Neubau der Ortsumgehung Reiskirchen und Lindenstruth

Im Bereich Reiskirchen und Reiskirchen/Lindenstruth ist der Bau einer Ortsumgehung – der sogenannten Südumgehung[2] – geplant. Dieser Variante wurde jetzt nach jahrelanger Diskussion vor der nördlichen Alternative entlang der A 5 der Vorzug gegeben, obwohl diese aus ökologischer Sicht (bspw. der FFH-Richtlinie) wesentlich mehr Probleme aufwirft. Der Vorentwurf liegt inzwischen vor, so dass mit dem Bau der ca. 4,5 km langen Trasse ab 2009 gerechnet werden kann. Das Regierungspräsidium Gießen hat Ende Februar 2008 das Anhörungsverfahren für den Bau der Südvariante[3] eingeleitet.[4] Ein von den „Naturfreunden Jossolleraue“ angestrengtes Bürgerbegehren, das zu einem Bürgerentscheid über diese Streckenvariante führen sollte, wurde im April 2008 von der Gemeinde Reiskirchen abgelehnt. Die Befürworter des Bürgerbegehrens reichten daraufhin Mitte Mai 2008 Klage beim Verwaltungsgericht ein, welches am 26. September 2008 entschied, dass das Bürgerbegehren zulässig sei.[5] Der Bürgerentscheid fand am 22. März 2009 statt.[6] Im Vorfeld des anstehenden Bürgerentscheids hatten am 16. Januar 2009 die Kritiker der Südvariante zu einer Bürgerversammlung geladen in der das Thema der Trassenführung erneut kontrovers diskutiert wurde.[7] 66 % der Stimmen wurden im Bürgerentscheid zugunsten der umstrittenen Südvariante abgegeben.[8] Sollte der Landerwerb für den Bau der Trasse planmäßig verlaufen, ist nun mit einem Baubeginn im Jahre 2011 zu rechnen.[9][10] Das Anhörungsverfahren wurde Anfang 2013 abgeschlossen, so dass sich die geplante Baumaßnahme nunmehr im Planfeststellungsverfahren befindet. [11]

Vierstreifiger Ausbau zwischen Wetzlar und Limburg

Mit dem Fall der Mauer und der Öffnung der Grenzen in Europa änderten sich vor allem für Deutschland die Richtungen der Hauptverkehrsströme und die Bedeutung der Verkehrsachsen. War für Westdeutschland vorher die Nord-Süd-Richtung bedeutsam gewesen, gewannen nach dem Mauerfall die historischen Ost-West-Ströme wieder an Bedeutung. So wirkten sich die veränderten Fahrgewohnheiten auch auf die Bundesstraße 49 mit ihrem West-Ost-Verlauf dramatisch aus, sodass die bisher relativ sichere Straße durch eine Erhöhung der Verkehrsdichte nun unfallträchtige Streckenbereiche verzeichnen musste. Auf dem Streckenabschnitt im Gebiet der Gemeinde Beselich ereigneten sich im Jahr 1992 insgesamt 74 Verkehrsunfalle, davon 21 mit Personenschäden. Die Anzahl der Fahrzeuge und auch die jährlichen Unfallzahlen hatten sich hier gegenüber dem Jahr 1989 mehr als verdoppelt.[12]

Die B 49 wird zurzeit zwischen Wetzlar und Limburg auf einer Länge von ca. 30 km komplett vierstreifig ausgebaut. Der Ausbau erfolgt abschnittsweise, für jeden Abschnitt ist die Schaffung von Baurecht erforderlich. Der Ausbau begann 2004 und wird noch mehrere Jahre andauern. Derzeit befinden sich der erste, sechste, zwölfte sowie der dreizehnte Abschnitt in Betrieb, die Abschnitte zwei, drei, vier, fünf und elf befinden sich im Bau.

Nach einem Bericht der Wetzlarer Neuen Zeitung[13] wird der Ausbau zwischen Wetzlar und Limburg etwa 60 Millionen Euro teurer als vor sieben Jahren geplant. Laut Bundesverkehrsministerium ist mit dem Ende des Ausbaus in den nächsten zehn Jahren zu rechnen. Der ehemalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee stellte für die Jahre 2009/2010 im Rahmen des Projekts „Bauen und Verkehr“ 17,9 Millionen Euro bereit, die für den u. g. elften Bauabschnitt verwendet werden sollen.[14]

Beseitigung von Unfallschwerpunkten

Das Teilstück der B 49 zwischen Wetzlar und Weilburg war in der Vergangenheit sehr unfallreich, insbesondere die Auf- und Abfahrten im Bereich Solms. Immer wieder kam es zu Unfällen mit Toten und Schwerverletzten. Dementsprechend wurde unter anderem in dem besonders problematischen Abschnitt zwischen Wetzlar und Solms-Niederbiel 1997 eine bauliche Trennung der Richtungsfahrbahnen mit einer Stahlgleitwand vorgenommen.

In den Folgejahren war der Abschnitt zwischen Solms-Niederbiel und Leun-Biskirchen durch die dreistreifige Trassenführung ein weiterer Unfallschwerpunkt, so dass auch hier auf gesamter Länge im Jahr 2008 die dritte Fahrbahn entfiel und man eine Stahlgleitwand montieren ließ.[15]

Aufgrund des weiterhin auffällig hohen Unfallgeschehens wurden im September 2011 die verbliebenen dreistreifigen Abschnitte im Lahn-Dill-Kreis ummarkiert und mit einer Stahlgleitwand versehen, so dass nur noch ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung stand. Im März 2012 wurde auf den Abschnitten zwischen Biskirchen und Tiefenbach sowie Leun und Solms jeweils wieder ein dritter Fahrstreifen markiert, wobei die Richtungsfahrbahnen aber weiterhin mit Stahlgleitwänden voneinander getrennt sind.

Geschichte

Ursprünge

Der Ausbau der Straße von Koblenz über Montabaur nach Limburg unter kurtrierischer Herrschaft erfolgte im Jahr 1789. Noch heute wird die Straße im Limburger Raum als „(lange) Meil“ bezeichnet. Zugrunde liegt ihr eine alte Straßenführung, die schon früh den Verkehr von Trier und aus dem Moselgebiet in Koblenz auffing und über Montabaur, Limburg, Weilburg und Wetzlar weiter nach Hessen und Thüringen leitete („Die Thüringische Straße“).[16]

Frühere Strecken und Bezeichnungen

Die Paris-Koblenzer Straße wurde am 16. Dezember 1811 zur Route impériale Nr. 21 erklärt.[17] Ab 1815 wurde sie als Trier-Koblenzer Staatsstraße bezeichnet.

Die 1932 eingeführte Fernverkehrsstraße 49 (FVS 49) führte ursprünglich über Alsfeld hinaus nach Lauterbach (Hessen) und Fulda.[18]

Änderungen durch den Bau der autobahnähnlichen Straße zwischen Gießen und Limburg

Die in den 1960er und zu Beginn der 1970er Jahre gebaute autobahnähnliche Straße zwischen Limburg und Gießen erhielt in dem als Kraftfahrstraße ausgewiesenen Abschnitt von der Anschlussstelle Weilburg-West bis zum Gießener Ring zunächst die Bezeichnung B 429. Die B 49 führte noch ab Weilburg-West über den alten Trassenverlauf der alten Reichsstraße durch das Stadtzentrum Weilburg zum Tiergartenknoten über Braunfels und Solms nach Wetzlar, hier durch das südliche Stadtzentrum gemeinsam mit der B 277 und ab dem Abzweig Wetzlar-Franzenburg über Dutenhofen und Kleinlinden ins Gießener Stadtzentrum. Sowohl die Westtangente des Gießener Rings (Anfang der 1970er Jahre fertiggestellt) als auch die Südspange des Gießener Rings mit der Kleinlindener Talbrücke (Eröffnung 12. November 1979) trugen zunächst die Bezeichnung B 429. Lediglich der nicht als Kraftfahrstraße ausgewiesene Abschnitt zwischen Weilburg-West und Limburg der neuen Straße Gießen–Limburg (im Volksmund auch Schnellstraße oder Lahn-Schnellweg genannt) hatte die Bezeichnung B 49, weil er im Wesentlichen auf der Trasse der alten Reichsstraße entstand. Die B 429 war somit in Zeiten des Booms des Fernstraßenbaus in der Bundesrepublik Deutschland die wichtigste Ost-West-Achse in Mittelhessen. Im Rahmen des Abstufungskonzepts der Bundesregierung für Bundesstraßen wurde die alte Streckenführung der B 49 zwischen Weilburg und Gießen schrittweise aufgegeben.

1980 wurde der Abschnitt Tiergarten Weilburg – Braunfels – Wetzlar (Leitzplatz) zur Landesstraße (L 3451) umgewidmet. Der Abschnitt Weilburg-West – Stadtmitte – Tiergarten erhielt die Bezeichnung nach der verlängerten B 456. Aufgrund eines Formfehlers verband man jedoch nicht Teile der B 49. Die Nord-Süd-Stadtdurchfahrt von Wetzlar (Karl-Kellner-Ring – Bergstraße – Frankfurter Straße) erhielt alleine die Bezeichnung B 277. Die bisherige B 429 zwischen Weilburg-West und der Anschlussstelle Wetzlar-Ost, dem Knoten mit der A 45 (Sauerlandlinie) bekam die Bezeichnung B 49. Die Kraftfahrstraße ab Wetzlar-Ost über Lahnau bis zum Gießener Ring behielt die Bezeichnung B 429. Der Abschnitt der „alten Reichsstraße 49“ von Wetzlar (Franzenburg) über Dutenhofen und Kleinlinden nach Gießen behielt bis 1988 die Bezeichnung B 49. Nun entschloss man sich, auch die letzten Teile der „alten Straße“ aufzugeben.

Gleichzeitig wurde das Konzept verfolgt, im Rahmen des „Konzepts zur Abstufung autobahnparalleler Bundesstraßen“ die gesamten Bundesstraßen im Gießener Stadtgebiet (B 3, B 49, B 457) zu Landes- und Kreisstraßen abzustufen. Gegen diese Lösung hatten die Städte Gießen und Wetzlar Widerspruch eingelegt, da sie Nachteile bei der Straßenunterhaltung befürchteten. Trotz des Widerspruchs wurde die vierstreifige Kraftfahrstraße von Wetzlar-Ost über Lahnau bis zum Gießener Ring in B 49 umbenannt. Für drei Jahre bestand somit zwischen Gießen und Wetzlar das Kuriosum, dass zwei Straßen mit der Bezeichnung B 49 bestanden.

Die Städte Gießen und Wetzlar einigten sich mit dem Bundesverkehrsministerium dahingehend, dass innerstädtische Abschnitte der ehemaligen Bundesstraßen im Rahmen der Abstufung größtenteils noch mit Bundesmitteln saniert wurden. Später, 1995, wurde der südliche Teil der B 277 zur Landesstraße umgewidmet, so dass auch im Stadtgebiet Wetzlar wie im Stadtgebiet Gießen keine Bundesstraßen mehr bestehen. Seit 1988 heißt somit die Kraftfahrstraße auf der gesamten Länge zwischen Gießen-Bergwerkswald (Knoten A 485) und Limburg-Nord (Knoten A 3) B 49 und nur noch die Westtangente des Gießener Rings B 429.

Vierstreifiger Ausbau zwischen Wetzlar und Limburg

Die B 49 wird zwischen Wetzlar und Limburg vierstreifig ausgebaut. Dies wird in kurzen, insgesamt dreizehn Teilabschnitten vollzogen. Der Ausbau wird für nötig gehalten, um zunehmenden Transitverkehr und zusätzlichen Verkehr der nicht fertiggestellten A 48 durch das Lahntal zu leiten. Die bauliche Umsetzung erfolgt kontinuierlich entsprechend den verkehrlichen und finanziellen Möglichkeiten: Als erstes wurde der dreizehnte Abschnitt realisiert, und zwar ab dem September 2000, als bei Wetzlar eine vierstreifige Verlängerung bis zur Ausfahrt „Altenberger Straße“ und eine Lärmschutzeinhausung durch den Stadtteil Dalheim errichtet wurde.

Seit 2000 wurden folgende Abschnitte fertiggestellt:

1.1. Unmittelbar östlich von Limburg (Ahlbach) bis Obertiefenbach. Seit 39. KW 2007 für den Verkehr freigegeben. Ausführung Fa. Kirchner.
1.2. Obertiefenbach bis Rastanlage. Am 3. September 2008 für den Verkehr freigegeben. Ausführung Fa. Schnorpfeil.[19]
2. AS Obertiefenbach/Ost bis Abfalldeponie. [20][21] Die Bauarbeiten für den 2. Abschnitt begannen im August 2012 und wurden 12 Monate später abgeschlossen. [22]
4. Gemarkungsgrenze Beselich/Merenberg bis Merenberg/Allendorf, AS West. Baubeginn am 3. September 2008[19]; Fertiggestellt im Dezember 2011 und am 6. Dezember 2012 in Betrieb genommen.[23][24][25]
5. Merenberg/Allendorf, AS West bis Merenberg/Allendorf, AS Ost. Baubeginn am 3. September 2008[19]. Der Abschnitt wurde gemeinsam mit dem 4. Abschnitt am 6. Dezember 2012 in Betrieb genommen. [25]
6. Abschnitt nahe Weilburg (Weilburger Kreuz). Am 21. Dezember 2006 für den Verkehr freigegeben. Ausführung Fa. Kirchner.
12. Abschnitt Solms-Oberbiel / Wetzlar-Dalheim. Beginn der Bauarbeiten im August 2006 mit dem Neubau der Unterführung B 49 (Radweg und Landwirtschaftliche Fahrzeuge) bei Dalheim. Die Brücke wurde im November 2007 fertiggestellt, Ausführung Fa. Scholz Bau.

Baubeginn Unterführung/Brücke bei Schleusenhaus Oberbiel, August 2008, Ausführung Fa. STRABAG. Am 28. März 2009 wurde damit begonnen, südlich der bestehenden Fahrbahnen zwei neue Fahrstreifen anzulegen und der Abschnitt am 8. Februar 2010 für den Verkehr freigegeben.[26] Alle vier Fahrstreifen waren aber erst ab der 15. KW 2010 befahrbar, da zum Zeitpunkt der offiziellen Freigabe noch nicht alle Bauarbeiten abgeschlossen waren. Ausführung Fa. Schnorpfeil.

13. Einhausung Wetzlar-Dalheim.

Folgende Abschnitte befinden sich derzeit in Bau:

3. Abfalldeponie bis Gemarkungsgrenze Beselich/Merenberg.[27] Neubau eines 4,3 km langen und 51 Millionen Euro teuren Abschnitts. Die Fertigstellung war für das Frühjahr 2014 vorgesehen.[20][21] Die Aufnahme der Bautätigkeiten wurde aber zunächst ausgesetzt, da gegen den Bebauungsplan geklagt wurde.[28][29][30] Nachdem die Klage vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig abgewiesen wurde,[31] waren die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt erneut ausgeschrieben worden, sodass mit einem Baubeginn ab Juli 2012 zu rechnen war.[32] Im dritten Abschnitt sollten die Bauarbeiten für die neue Brücke, ca. 750 m südlich von Beselich, im Mai 2012 beginnen.[23] In Höhe der Abfalldeponie wurden Mitte Juni 2012 die Straßenbauarbeiten begonnen.[33][34] Die Brücke über die künftige Trasse in Höhe der Abfalldeponie wurde Anfang September 2013 fertiggestellt. Mit dem Bau der AS Heckholzhausen Ost wurde in der 13. KW 2014 begonnen. Die umfangreichen Erdbewegungen für die neue - südlich gelegene - Trasse begannen Anfang Mai 2014. Ende 2015 wurde mit dem Bau der 280 m langen Brücke über das Kerkerbachtal begonnen. [35]
8. AS Leun/Biskirchen bis AS Braunfels/Tiefenbach (schwierige Trassenführung wegen Nähe zur Bahnstrecke und der ggf. erforderlichen Umbettung der Lahn). Der Abschnitt ist planfestgestellt und Ende September 2014 wurde mit dem Bau der AS Biskirchen begonnen. [36]
11. AS Solms bis Solms/Kloster Altenberg (Schwierige Trassenführung am Kloster Altenberg); Planfeststellungsbeschluss am 29. September 2008[37]; von Mai 2010 bis Juni 2011 wurde in Höhe Solms-Oberbiel eine neue Rad-Gehwegunterführung gebaut[38] Die Fertigstellung der gesamten Maßnahme war bis Oktober 2012 geplant.[39] Da aber seitens einer Anliegerfirma Klage eingereicht wurde, ist mit einer Fertigstellung erst mit Ende 2014 zu rechnen.[40] Die großflächigen Bauarbeiten haben im Februar 2013 begonnen. [41][42] In der 38. KW 2013 wurde mit Rodungsarbeiten unterhalb des Klosters Altenberg begonnen. Ende November 2014 wurde der vierstreifige Abschnitt zwischen der Schleuse Oberbiel und der AS Oberbiel freigegeben.[43] Im September 2015 wurde der Abschnitt zwischen der künftigen, zur Fahrtrichtung Gießen gehörenden, Abfahrt Oberbiel und der Anschlussstelle Solms fertiggestellt. [44] Von Hessen Mobil wird inzwischen das Ende 2017 als Fertigstellungstermin für den gesamten Abschnitt genannt.[24]

Folgende Abschnitte befinden sich derzeit noch in Planung:

7. Löhnberg bis Biskirchen (Wegen Nähe der Trasse zur Bahnlinie, Naturschutz und Heilquellenschutz eine planerische Herausforderung). Baubeginn des Knotens Löhnberg für Frühjahr 2008 geplant. Der Bauabschnitt wurde Ende 2012 fertiggestellt.[45][46] [28]
9. Braunfels/Tiefenbach und Leun (Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig)
10. Leun und Solms. Der Ausbau des 4,5 km langen Abschnitts soll rund 40 Millionen Euro kosten und etwa drei Jahre dauern. Alleine 19 Millionen Euro sollen auf den Bau der Brücken entfallen. Das Regierungspräsidium Gießen hat inzwischen das straßenrechtliche Anhörungsverfahren eingeleitet. Das Planfeststellungsverfahren läuft.[47]

Ausbauzustand

Der Ausbauzustand der B 49 gliedert sich wie folgt:

Abschnitt Streifen Trennstreifen Bemerkung
62 Alsfeld – 485 Gießen-Ursulum 2 nein  
485 Dreieck Bergwerkswald – L 3020 Solms-Oberbiel 4 ja autobahnähnlich
L 3020 Solms-Oberbiel – L 3020 Biskirchen 2 ja (Stahlgleitwand)  
L 3020 Biskirchen – L 3044 Löhnberg 2 ja (Stahlgleitwand) kreuzungsfrei
L 3044 Löhnberg – L 3109 Merenberg-West 4 ja autobahnähnlich
Merenberg-West – L 3322 Beselich-Obertiefenbach 2 (Baustelle) ja (Stahlgleitwand)  
L 3322 Beselich-Obertiefenbach – 3 Limburg an der Lahn 4 ja autobahnähnlich
3 Montabaur – L 327 Horressen 2 nein mit Ausnahme der Anschlussstelle (A 3) kreuzungsfrei
L 327 Horressen – K 113 Neuhäusel 2 nein  
K 113 Neuhäusel – 261 Eitelborn 3 nein kreuzungsfrei
261 Eitelborn – 42 Koblenz-Pfaffendorfer Brücke 4 ja autobahnähnlich
42 Koblenz-Pfaffendorfer Brücke – 9 Koblenz-Saarplatz 4 nein städtisch
9 Koblenz-Saarplatz – 1 Wittlich 2 nein  
602 Trier – K 134 Konz 4 ja städtisch; Fahrbahntrennung in Trier streckenweise nicht vorhanden
K 134 Konz – 1 Grenzübergang Wasserbilligerbrück/Wasserbillig 2 nein  

Lkw-Maut

Seit dem 1. August 2012 wird auf den Abschnitten Gießen-Bergwerkswald (A485) – Wetzlar-Dalheim sowie Obertiefenbach – Limburg-Nord (A3) eine Lkw-Maut erhoben.[48]

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Bundesstraße 49  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Davon 51 km durch Autobahnen ersetzt
  2. Geplanter Verlauf der Ortsumgehung Reiskirchen. In: openstreetmap.org. Abgerufen am 13. Dezember 2011 (Karte).
  3. Seite nicht mehr abrufbar , Suche in Webarchiven: ASV Fulda
  4. Regierungspräsidium Gießen leitet Anhörungsverfahren für die Südumgehung ein. In: rp-giessen.hessen.de. Regierungspräsidium Gießen, 28. Februar 2008, abgerufen am 13. Dezember 2011 (Pressemitteilung).
  5. Rüg: Bürgerbegehren gegen Südumgehung zulässig. In: giessener-allgemeine.de. Gießener Allgemeine, 26. September 2008, abgerufen am 13. Dezember 2011 (Zeitungsartikel).
  6. Rüg: Bürgerentscheid zur Südumgehung am 22. März 2009. In: giessener-allgemeine.de. Gießener Allgemeine, 5. November 2008, abgerufen am 13. Dezember 2011 (Zeitungsartikel).
  7. Seite nicht mehr abrufbar , Suche in Webarchiven: Gießener Anzeiger vom 19. Januar 2009
  8. Seite nicht mehr abrufbar , Suche in Webarchiven: Gießener Anzeiger vom 23. März 2009
  9. la: »Einvernehmen herstellen, um Enteignungen zu vermeiden«. In: giessener-allgemeine.de. Gießener Allgemeine, 3. Juli 2009, abgerufen am 13. Dezember 2011 (Zeitungsartikel).
  10. Baubeginn für Umgehung 2011 „vollkommen illusorisch“. In: giessener-anzeiger.de. Gießener Anzeiger, 16. Juni 2010, abgerufen am 13. Dezember 2011 (Zeitungsartikel).
  11. Gießener Anzeiger vom 6. Februar 2013: RP: Südumgehung kann kommen
  12. Franz-Josef Sehr: Unfallserien und deutsche Einheit. In: Florian Hessen 3/1993. Munkelt Verlag, Wiesbaden 1993, S. 28–29.
  13. B49-Ausbau vermutlich deutlich teurer (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  14. Seite nicht mehr abrufbar , Suche in Webarchiven: Gießener Anzeiger vom 6. Dezember 2008
  15. ASV Dillenburg: Seite nicht mehr abrufbar , Suche in Webarchiven: Verkehrssicherheit auf der B 49 wird erhöht
  16. Hermann Josef Roth: Der Westerwald. vom Siebengebirge zum hessischen Hinterland. DuMont, Köln 1981, ISBN 3-7701-1198-2.
  17. Liste des routes impériales 1 à 50. WikiSara, abgerufen am 13. Dezember 2011 (französisch).
  18. Conti-Atlas für Kraftfahrer. 1934 (Straßenkarte).
  19. 19,0 19,1 19,2 Erster Bauabschnitt freigegeben, weitere Bauarbeiten gestartet. In: giessener-allgemeine.de. Gießener Allgemeine, 3. September 2008, abgerufen am 13. Dezember 2011 (Zeitungsartikel).
  20. 20,0 20,1 Gemeindevertretung beschließt Bebauungsplan für neue B 49 bei Heckholzhausen: 1. Spatenstich Ende August geplant. In: beselich.de. Gemeinde Beselich, 8. Juni 2009, abgerufen am 13. Dezember 2011.
  21. 21,0 21,1 Erster Spatenstich des zweiten und dritten Bauabschnitts bei Beselich. In: wirtschaft.hessen.de. Wirtschaftsministerium Hessen, 22. September 2009, abgerufen am 13. Dezember 2011 (Pressemitteilung).
  22. www.mittelhessen.de vom 13. August 2013: Freie Fahrt auf der B 49
  23. 23,0 23,1 www.mittelhessen.de: "B 49 bleibt fest in Baggerhand" vom 22. März 2012
  24. 24,0 24,1 Limburg-Weilburg/Lahn-Dill-Kreis - Limburg/Wetzlar - B49 - 4-streifiger Ausbau bei Hessen Mobil
  25. 25,0 25,1 Mittelhessen.de vom 7. Dezember 2012: Ein B 49-Nadelöhr ist beseitigt
  26. hp: B 49: Verkehr rollt auf vier Spuren. In: giessener-allgemeine.de. Gießener Allgemeine, 8. Februar 2010, abgerufen am 13. Dezember 2011 (Zeitungsartikel).
  27. Grünes Licht aus Leipzig für den Ausbau der B49
  28. 28,0 28,1 dick: So weit ist der Ausbau der B 49. In: fnp.de. Frankfurter Neue Presse, 14. November 2010, abgerufen am 13. Dezember 2011 (Zeitungsartikel).
  29. Frankfurter Neue Presse (Hrsg.): Wann geht’s weiter mit der B 49? 23. November 2010 (Zeitungsartikel).
  30. Frankfurter Neue Presse (Hrsg.): B 49: Alles ruht nach Spatenstich. 13. Januar 2011 (Zeitungsartikel).
  31. Frankfurter Neue Presse (Hrsg.): B 49: Beschwerde abgewiesen. 10. Februar 2011 (Zeitungsartikel).
  32. Ausschreibungstext auf www.ausschreibungen-deutschland.de
  33. Nassauische Neue Presse vom 15. Juni 2012: Es geht voran auf der B 49
  34. Geplanter Verlauf der neuen Trasse bei Heckholzhausen. In: openstreetmap.org. Abgerufen am 23. Februar 2013 (Karte).
  35. Nassauische Presse vom 6. Januar 2016: Start für die neue Brücke
  36. Von Amtswegen: Vierspuriger Ausbau der B 49 zwischen Biskirchen und Tiefenbach: Regierungspräsidium Gießen leitet Anhörungsverfahren ein. In: giessener-zeitung.de. Gießener Zeitung, 18. März 2009, abgerufen am 13. Dezember 2011 (Zeitungsartikel).
  37. pm: B 49: »Grünes Licht« für weiteren Ausbau. In: giessener-allgemeine.de. Gießener Allgemeine, 29. September 2008, abgerufen am 13. Dezember 2011 (Zeitungsartikel).
  38. pm: B 49 wird am Freitagabend bei Oberbiel gesperrt. In: giessener-allgemeine.de. Gießener Allgemeine, 19. Mai 2010, abgerufen am 13. Dezember 2011 (Zeitungsartikel).
  39. Seite nicht mehr abrufbar , Suche in Webarchiven: Hessische Ausschreibungsdatenbank
  40. "Erst ein Drittel ausgebaut" auf www.mittelhessen.de vom 23. März 2012
  41. www.mittelhessen.de vom 16. Februar 2013: An der B 49 fallen Bäume
  42. www.mittelhessen.de vom 29. April 2013: Grünes Licht für Abschnitt 11
  43. Mittelhessen.de: Bundesstraße ist am Sonntag voll gesperrt (Online-Artikel vom 24. Oktober 2014)
  44. Nassauische Presse vom 11. September 2015: Ausbau der B 49 bei Solms geht in die letzte Phase
  45. B 49-Ausbau soll zügig vorangehen
  46. Sperrung der B 49 zwischen Biskirchen und Löhnberg
  47. Gießener Anzeiger (Hrsg.): 17. Januar 2009, S. 7 (Zeitungsartikel).
  48. www.hr-online.de: Lkw müssen auf 14 Strecken blechen (Memento vom 6. Februar 2013 im Webarchiv archive.is)


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