Bundesstraße 243 - LinkFang.de





Bundesstraße 243


Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/DE-B
Bundesstraße 243 in Deutschland
Karte
Basisdaten
Betreiber: Deutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Hildesheim
(})
Straßenende: Anschlussstelle Großwechsungen
(})
Gesamtlänge: 108 km
  davon in Betrieb: 108 km
  davon in Planung: ca. 8,9 km

Bundesland:

Ausbauzustand: Ausbauzustand

Die Bundesstraße 243, kurz B 243, führt von Hildesheim über Seesen (Anschluss an die Bundesautobahn 7) zur Bundesautobahn 38 bei Großwechsungen.

Die mittlerweile geläufige alternative Bezeichnung für den größtenteils autobahnähnlichen Abschnitt Seesen–Osterode–AS Großwechsungen Nord ist Westharzschnellstraße (in Anspielung auf die Nordharzschnellstraße).

Verlauf

Gebietskörperschaften

Gemeinsame Streckenführung

  • Von Seesen bis zur AS Ildehausen bzw. AS Kirchberg gemeinsam mit der B 248
  • Zwischen den AS Münchehof und AS Münchehof-Süd gemeinsam mit der B 242
  • In Osterode zwischen AS Osterode-Mitte und AS Osterode-Süd gemeinsam mit der B 241
  • Zwischen Herzberg und AS Bad Lauterberg-West gemeinsamer Verlauf mit der B 27

Ausbauzustand

Der Ausbauzustand der B 243 gliedert sich wie folgt:

Abschnitt Streifen Trennstreifen Kreuzungsfreiheit Bemerkung
1 Hildesheim (Schützenallee) – K 301 Hildesheim (Kurt-Schumacher-Straße) 4 teilweise nein städtisch
K 301 Hildesheim (Kurt-Schumacher-Straße) – L 485 4 ja ja autobahnähnlich
L 485 248 Seesen-West 2 nein nein ländlich
248 Seesen-West – 64 (Schlackenmühle) 4 ja nein
64 (Schlackenmühle) – K 27 Herzberg (Lonauer Straße) 4 ja ja autobahnähnlich
K 27 Herzberg (Lonauer Straße) – L 521 Herzberg (Juesholzstraße) 4 teilweise nein städtisch
L 521 Herzberg (Juesholzstraße) – L 604 AS Steina 4 ja ja autobahnähnlich
L 604 AS Steina – (Steinbruch Wolfskuhle) 3 teilweise ja autobahnähnlich
(Steinbruch Wolfskuhle) – K 4 AS Großwechsungen-Nord 2 nein nein ländlich
AS Großwechsungen-Nord – 38 AD Großwechsungen 4 ja ja autobahnähnlich

Überquerte Gewässer

Geschichte

Ursprung

Die befestigte Kunststraße (Chaussee) zwischen Seesen und Osterode wurde 1785 bis 1795 als Verlängerung der Frankfurter Straße erbaut und als Thüringer Straße bezeichnet.

Die Reichsstraße 243 zwischen Hildesheim und Nordhausen wurde um 1937 eingerichtet.

Die Bundesstraße wurde durch die deutsche Teilung unterbrochen und ist erst seit dem 18. November 1989 wieder durchgehend befahrbar, als ein Grenzübergang zwischen Nüxei und Mackenrode eingerichtet wurde. In der DDR hatte die Teilstrecke zwischen Mackenrode und Nordhausen die Bezeichnung Fernverkehrsstraße 243.

Ersetzungen

Die Teilstrecke zwischen Seesen und Barbis wurde 1979 aufgrund der Verteilerfunktion im Südharzraum autobahnähnlich ausgebaut. Nach dem Mauerfall und dem dadurch erhöhten Verkehrsaufkommen wurde die „gelbe Autobahn“ („Westharzschnellstraße“) 2014 bis Steina verlängert (siehe Ausbauplanungen).
Bei Großwechsungen wurde die Bundesstraße 2012 an die A 38 angeschlossen (siehe Ausbauplanungen). Die ehemalige Strecke führte weiter zur B 80 bei Nordhausen.

Die ursprünglichen Strecken wurde herabgestuft zu folgenden Straßen[3]:

  • Gemeindestraße, B 242 und K 65 (Landkreis Goslar)
  • K 21, K 27, Gemeindestraße, tw. K 9, Gemeindestraße und tw. K 32 (Landkreis Osterode)
  • K 28 (Landkreis Nordhausen)

Außerdem liegt zwischen Hildesheim und Seesen – speziell im Abschnitt Bockenem–Seesen – die A 7 parallel. Trotz der geringen Verkehrsbedeutung wurde dieser Streckenabschnitt (noch) nicht heruntergestuft.

LKW-Maut

Seit dem 2015 wird auf den als Kraftfahrstraße ausgewiesenen Teilabschnitten Schlackenmühle (B 64)–Ortseingang Herzberg, Ortsausgang Herzberg–AS Barbis sowie AS Bad-Lauterberg-West–AS Steina eine LKW-Maut erhoben.[1][2] Dieses Stück ist Teil der Abkürzung zwischen den Autobahnen 7 und 38 und stellt 60 Kilometer Abkürzung dar. Auf dem etwa 500 Meter langen Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Barbis und der Odertalbrücke gibt es allerdings keine Maut.

Ausbauplanungen

Die B 243 soll zwischen der Anschlussstelle Barbis mit der B 27 und der Anschlussstelle Großwechsungen der A 38 verlegt bzw. vierspurig ausgebaut werden. Dies geschieht, damit die Orte von den Ortsdurchfahrten entlastet werden.

Verkehrseinheit II (Ortsumgehung Barbis und Osterhagen)

Die VKE II ist eine 8,6 km lange Ortsumgehung. Sie beginnt am Knotenpunkt mit der B 27 (AS Bad Lauterberg West) und endet kurz vor Nüxei. Wichtige Teile dieses Abschnittes sind unter anderem die Winkeltalbrücke (650 m) sowie die Odertalbrücke (528 m) . Neben den oben genannten Talbrücken entstanden noch sechs Unterführungen sowie eine Überführung und eine Geh- und Radwegbrücke. Zu den oben genannten Maßnahmen wurden noch insgesamt 2,2 km lange Anschlüsse gebaut.

Der Planfeststellungsbeschluss ist am 30. Dezember 2005 ergangen, am 30. Oktober 2008 war der Baubeginn. Die Fertigstellung war zunächst für Herbst 2012 geplant, verzögerte sich jedoch bis Anfang September 2014.[4] Der Bau dieser Verkehrseinheit war mit 60,2 Millionen Euro veranschlagt[5], kostete jedoch zuletzt 98 Millionen Euro. Die feierliche Verkehrsfreigabe durch Enak Ferlemann und Daniela Behrens fand am 5. September 2014 auf Höhe der Fußgängerbrücke („Lau2“) statt.

Verkehrseinheit III (niedersächsischer Teil der Ortsumgehung Mackenrode)

Die VKE III beginnt am Baukilometer 19,350 (Ende VKE II) und endet südlich von Tettenborn an der Grenze zwischen Niedersachsen und Thüringen (Baukilometer 22,985). Sie hat eine Länge von 3,655 km. Die Einleitung des Planfeststellungsverfahren war am 12. September 2008. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 20. November 2009. Sie wird außer in einem FFH-Gebiet (hier RQ 10,5) in dem RQ 15,5 (2-1 System) gebaut. Im Zuge dieser Verkehrseinheit müssen außerdem 1,239 km Anschlüsse, 5 Unterführungen (Gesamtlänge: 40,5 m), eine Überführung (Länge: 20,5 m) und eine PWC-Anlage erbaut werden. Ebenfalls muss die L 604 auf einem kurzen Abschnitt verlegt werden, hier wird eine Grünbrücke errichtet werden.[6][7]

Verkehrseinheit IV (thüringischer Teil der Ortsumgehung Mackenrode)

Die VKE IV beginnt an der Grenze von Niedersachsen und Thüringen und endet an der AS Mackenrode. Dieser kurze Abschnitt bildet zusammen mit der VKE III die Ortsumgehung Mackenrode. Die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens war, genau wie bei VKE III, am 12. September 2008.

Verkehrseinheit V (Anschluss an die A 38)

Die VKE V beginnt an der (ehemaligen) Kreisstraße 4 nördlich von Großwechsungen. In dieser Verkehrseinheit liegen fünf Brücken (Gesamtlänge: 109,76 m) Sie läuft östlich von Großwechsungen in Richtung A 38. Dort trifft sie in einem Dreieck (linksliegende Trompete) auf die A 38. Sie ist autobahnähnlich (Straßenquerschnitt RQ20) ausgeführt. Diese 3,5 km lange Verkehrseinheit kostete 19 Mio Euro. Mit inbegriffen war außerdem eine etwa einen Kilometer lange Verbindungsstraße (RQ11) von der alten Bundesstraße über die Anschlussstelle zur K 4 nördlich von Großwechsungen. Diese ist der Zubringer zur neuen Schnellstraße und daher bis zum Bau der Ortsumfahrung Günzerode ebenfalls Bundesstraße. Sie ersetzt außerdem die alte Verbindung B 243–Großwechsungen (K 4 und L2068 (heutige K 31)), die parallel verlief.

Der Planfeststellungsbeschluss erging am 18. Oktober 2005. Baubeginn war am 21. August 2009.[8] Die Eröffnung dieses Teilstückes fand am 5. Dezember 2012 statt.[9]

Ortsumgehung Herzberg

Nach der Fertigstellung sämtlicher Bauabschnitte wird einzig die Stadt Herzberg weiterhin durch eine Ortsdurchfahrt der dann zwischen A 7 und A 38 kreuzungsfrei ausgebauten B 243 belastet sein. Für diese noch zu realisierende Ortsumgehung wurde noch keine Entscheidung über den Trassenverlauf getroffen.[10] Diese Planungsverzögerung ist nicht zuletzt auf Widerstände aus Herzberg selbst zurückzuführen.[11] Die Stadt Herzberg hat im Zuge der Vorbereitung des nächsten Bundesverkehrswegeplanes um die Einstufung der Ortsumgehung als Vordringlichen Bedarf gebeten. Dies wird vom Landkreis Osterode unterstützt. Geplant ist ein 4-streifiger Verlauf ohne Standstreifen.[12]

Tourismus

Ferienstraßen

Landschaftlich reizvolle Strecken

  • Hildesheim – Wesseln - Nette [13]
  • Bockenem – Seesen [14]
  • Herzberg – Nüxei (Harzrand, insbesondere der Steinberg, das Odertal und das Winkeltal)
  • Nüxei – Anschlussstelle Großwechsungen-Nord (Oberes Helmetal, Nordthüringer Hügelland)

Weblinks

 Commons: Bundesstraße 243  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Karte der mautpflichtigen Straßen Deutschlands
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 Beschilderung entlang der Strecke
  3. OSM-Relation 3241079 ursprünglicher Verlauf der B 243 in der OpenStreetMap
  4. Freigabe der B 243 rückt näher , abgerufen am 26. Juli 2014
  5. Meldung auf der Seite des Landes Niedersachsen , abgerufen am 11. September 2009
  6. Meldung auf der Seite des Landes Niedersachsen , abgerufen am 30. August 2009
  7. Meldung des Planfeststellungsbeschluss auf der Seite des Landes Niedersachsen , abgerufen am 20. November 2009
  8. Spatenstich B 243n von der AS Großwechsungen – K4. Abgerufen am 30. August 2009.
  9. Pressemeldung der NNZ-online , abgerufen am 5. Dezember 2012
  10. Durch Ackerland oder Naturschutzgebiet
  11. Antrag zur Umgehungsstraße
  12. Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplans – Teil Straße; Ergebnisniederschrift über die Regionalkonferenz für Kommunen und Kammern in Braunschweig am 11.10.2012
  13. Der große ADAC-Jubiläumsatlas, 2000, Seiten 181 & 207.
  14. Der große ADAC-Jubiläumsatlas, 2000, Seite 207.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesstraße 243 (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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