Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft - LinkFang.de





Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft


Osterreich  Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
Österreichische Behörde
Staatliche Ebene Bund
Stellung der Behörde Oberste Bundesbehörde
Gründung 1848
Hauptsitz Wien 1, Stubenring
Behörden­leitung Reinhold Mitterlehner, Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
Haushaltsvolumen 4,42 Mrd. EUR (2015)[1]
Website www.bmwfw.gv.at

Das seit 1. März 2014 als Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft bezeichnete österreichische Bundesministerium ist einerseits für Wirtschaftspolitik, Gewerbe und Industrie und andererseits für Wissenschaft und Forschung zuständig. Es ist mit 1. März 2014 aus dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend hervorgegangen, hat jedoch die Kompetenzen des aufgelassenen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung übernommen und die Zuständigkeiten für Familien und Jugend dem neu gegründeten Bundesministerium für Familien und Jugend abgegeben.

Das österreichische Wirtschaftsministerium bildete sich aus einem Handels- und Gewerbeministerium (zeitweise auch Arbeitsministerium), Industrie-, Energie- und Bautenministerium, mit öffentlichen Arbeiten (zeitweise auch Verkehrsministerium), welche sich noch aus Monarchiezeiten herleiten.

Mit dem Arbeitsministerium Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, dem Technologieministerium Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft gibt es derzeit in Österreich noch drei weitere Ministerien für wirtschaftliche Angelegenheiten, die sich speziell um Arbeitsmarktpolitik, um Forschung und Entwicklung, respektive um Land-, Forst- und Wasserwirtschaft kümmern.

Das österreichische Familienministerium (mit Jugend) wurde 1983 von Fred Sinowatz geschaffen (und umfasste zeitweise auch Frauen und Konsumentenschutz oder war mit einem Sozialministerium vereint).

Bundesminister

In der derzeitig amtierenden Bundesregierung Bundesregierung Kern ist Reinhold Mitterlehner (ÖVP) Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. Staatssekretärinnen für Familie und Jugend waren bis April 2011 Christine Marek bzw. Verena Remler (ÖVP).

Kompetenzen

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Mit der Umbildung der Ministeriumsstruktur unter Kanzler Fayman wurden die Agenden der Wirtschaftspolitik mit dem der Familienpolitik, einem klassischen Kernportefeuille eines Sozialministeriums, zusammengefasst, gleichzeitig aber die Arbeitsmarktpolitik, ebenfalls eine Aufgabe eines Wirtschaftsministerium, dem Sozialministerium zugeteilt, sodass sich heute zwei Ministerien sowohl um sozialpolitische wie um wirtschaftsrelevante Angelegenheiten kümmern. Diese Aufteilung ist eine Reaktion auf die Lage in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2007.

Der Bereich des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend umfasst zurzeit die Rechtsmaterie von ca. 110 Bundesgesetzen, 625 Verordnungen und zahlreichen Kundmachungen sowie bilateraler und multilateraler Abkommen, die im Bundesgesetzblatt kundgemacht sind.

Das BMWFW ist zuständig für:

Organisation

Das Bundesministerium ist folgendermaßen gegliedert:

  • Bundesminister
    • Generalsekretär
    • Verwaltungsbereich Wissenschaft und Forschung[2]
      • Kabinett
      • Interne Revision
      • Ombudsstelle für Studierende
      • Geschlechterspezifisches (bzw. Gender)- und Diversitätsmanagement
      • Sektion I: Universitäten, Fachhochschulen, Personalmanagement, Raum
      • Sektion II: Wissenschaftliche Forschung, internationale Angelegenheiten
      • Sektion III: Budget; Wissenschaftsvermittlung; Öffentlichkeitsarbeit; Zentrale Dienste; Informations- und Kommunikationstechnologie; Förderung und Beratung für Studierende; Anerkennungsfragen und Internationales Hochschulrecht; Protokoll; Support International
    • Verwaltungsbereich Wirtschaft[3]

Beim Bundesministerium sind die Bundeswettbewerbsbehörde und die Qualitätskontrollbehörde für Abschlussprüfer und Prüfungsgesellschaften (QKB) eingerichtet.

Historische Entwicklung

  Handels- / Industrie­ministerium Bauten­ministerium Arbeits­ministerium Familien­- und Jugendministerium
Wirtschafts­ministerium
1848 Ministerium für Handel und öffentliche Arbeiten      
1861–1867 Ministerium für Handel und Volkswirtschaft
1918 Staatsamt für Gewerbe, Industrie und Handel und Staatsamt für Kriegs- und Übergangswirtschaft
1919 Staatsamt für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten
1920 Bundesministerium für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten
1923–1938 Bundesministerium für Handel und Verkehr Bundesministerium für soziale Verwaltung
1945 Staatsamt für Industrie, Gewerbe, Handel und Verkehr
1945–1966 Bundesministerium für Handel und Wiederaufbau
1966–1987 Bundesministerium für Handel, Gewerbe und Industrie Bundesministerium für Bauten und Technik 1983 Bundesministerium für Familie, Jugend und Konsumentenschutz

1987
Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten Bundesministerium für Arbeit und Soziales Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie
1995 Bundesministerium für Jugend und Familie
1997 Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales 1996 Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie

2000
Die meisten Angelegenheiten des Wirtschaftsministeriums werden mit dem Ressort Arbeit zusammengefasst, diverse operative Angelegenheiten, vor allem Straßenbau, gehen an das Verkehrsministerium, das Ressort Wasserwirtschaft an das Land- und Forstwirtschaftsministerium. Die Sozialagenden werden mit dem Familienministerium zusammengelegt.
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen
2003
Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz
2007
Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend
2008 Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend  
2014 Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Bundesministerium für Familien und Jugend  

Weblinks

 Commons: Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bundesfinanzgesetz 2015. Bundesministerium der Finanzen, abgerufen am 14. Januar 2016 (PDF; 4,12 MB, Seiten 337, 374 und 394).
  2. Geschäfts- und Personaleinteilung des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft - Verwaltungsbereich Wissenschaft und Forschung, 1. März 2014
  3. Geschäfts- und Personaleinteilung des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft - Verwaltungsbereich Wirtschaft, 1. März 2014

Siehe auch


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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