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Bundesamt für Verkehr


Bundesamt für Verkehr BAV
Hauptsitz Ittigen
Vorsteher Peter Füglistaler
Aufsicht Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK
Website www.bav.admin.ch

Das Bundesamt für Verkehr BAV (französisch Office fédéral des transports OFT , italienisch Ufficio federale dei trasporti UFT , rätoromanisch Uffizi federal da traffic UFT ; deutscher Name bis 1979 Eidgenössisches Amt für Verkehr EAV) ist eine Bundesbehörde der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Es befasst sich mit dem öffentlichen Verkehr in der Schweiz, seien dies Eisen-, Seilbahnen, Trolleybusse, Autobusse und Schiffe. Es setzt die Politik der Regierung (Bundesrat), des Parlaments und der Schweizer Stimmberechtigten (Souverän) im Bereich des öffentlichen Verkehrs um. Das BAV ist dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK unterstellt. Im Amt arbeiten 276 (Stand: Sommer 2009) Mitarbeiter in den fünf Abteilungen Betriebswirtschaft und Organisation, Infrastruktur, Finanzen, Sicherheit sowie Politik. Als Direktor amtiert seit Juni 2010 Peter Füglistaler, der zuvor Mitglied der Geschäftsleitung der SBB war.[1] Sein Vorgänger, Max Friedli, leitete das Amt von 1994 bis Mai 2010.[2]

Das BAV engagiert sich für einen leistungsfähigen, umweltfreundlichen, sicheren und attraktiven öffentlichen Verkehr, indem es Vorschriften für dessen Sicherheit erlässt und diese überwacht. Daraus ergibt sich eine enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen des öffentlichen Verkehrs (konzessionierte Transportunternehmen KTU) und der Politik. Das Amt will durch optimale Rahmenbedingungen die Qualität des öffentlichen Verkehrs laufend verbessern. Hiermit soll eine umweltfreundliche Verkehrspolitik unterstützt werden, die auf eine Senkung von Abgasen und Lärmimmissionen zielt. Zudem soll der öffentliche Verkehr gemäss dem Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) bis spätestens 2023 auch barrierefrei (behinderten- und seniorengerecht) ausgestaltet sein. Im Zentrum stehen für die nächsten Jahrzehnte die vier Grossprojekte (Bahn 2000, NEAT, HGV-Anschlüsse und die Lärmsanierung des Eisenbahnnetzes) des FinöV-Fonds (Bundesbeschluss über Bau und Finanzierung von Infrastrukturvorhaben des öffentlichen Verkehrs). Aktiv wirkt das Amt bei der Verlagerung des Strassengüterverkehrs auf die Schiene mit und realisiert die Beschlüsse der Politik.

Aufsichtsbehörde

Das Bundesamt für Verkehr ist die Aufsichtsbehörde im öffentlichen Verkehr. Es kontrolliert die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs auf die Einhaltung der erlassenen Vorschriften. Einerseits geschieht dies durch nicht angekündigte Betriebskontrollen. Andererseits kommt diese Aufsichtsrolle auch bei der Behandlung von Plangenehmigungen, Konzessionen und der Erteilung von Betriebsbewilligungen zum Tragen. Das Bundesamt für Verkehr steht auch im Kontakt mit der Industrie und begleitet die Entwicklung und Erprobung von neuen Produkten für den öffentlichen Verkehr. Ziel ist es, der Bevölkerung einen sicheren öffentlichen Verkehr zu präsentieren.

Gestalter

Eine weitere wichtige Aufgabe umfasst jene des Gestalters. Das Amt bestellt bei den Unternehmen des öffentlichen Verkehrs bestimmte Dienstleistungen (wie Strecken), basierend auf den politischen Vorgaben. Dabei führt das BAV keine Planungen von Infrastrukturbauten durch, das übernehmen die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs selber. Wohl aber werden diese Projekte, sofern sie den Leitlinien der Verkehrspolitik entsprechen, genehmigt. Damit die Transportunternehmen finanziell über die Runden kommen, verteilt das BAV die vom Bund gesprochenen Subventionen in der Höhe von 3,2 Milliarden Schweizer Franken (2005). Das BAV trägt somit Wesentliches an der Ausgestaltung des öffentlichen Verkehrssystems in der Schweiz bei.

Weitere Aufgaben

Die Öffentlichkeitsarbeit, die Beantwortung parlamentarischer Vorstösse zum öffentlichen Verkehr und die Replik auf Fragen und Anregungen aus der Bevölkerung gehören zu den Aufgaben des Amtes.

Einzelnachweise

  1. Von den SBB zum BAV NZZ Online, 16. Dezember 2009
  2. BAV-Direktor Max Friedli geht in Pension , NZZ Online, 14. August 2009

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesamt für Verkehr (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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