Buckenhof - LinkFang.de





Buckenhof


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Erlangen-HöchstadtVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Uttenreuth
Höhe: 286 m ü. NHN
Fläche: 1,39 km²
Einwohner: 3139 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 2258 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91054
Vorwahl: 09131
Kfz-Kennzeichen: ERH, HÖS
Gemeindeschlüssel: 09 5 72 120
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Erlanger Straße 40
91080 Uttenreuth
Webpräsenz: www.buckenhof.de
Bürgermeister: Georg Förster
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Buckenhof ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Uttenreuth. Sie ist die flächenkleinste Kommune Bayerns.

Geographie

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn):

Spardorf, Uttenreuth, Erlangen

Geografische Lage

Die Gemeinde Buckenhof liegt am östlichen Stadtrand von Erlangen und an der Nordseite des Nürnberger Reichswaldes. Sie ist eine beliebte Wohngemeinde im Erlanger Umland und Teil der Metropolregion Nürnberg, einer von elf Metropolregionen in Deutschland. Geografisch betrachtet liegt sie im Tal der Schwabach.

Geschichte

Entstanden ist Buckenhof als ein Dorf am Rande des Reichswaldes zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1372 als Erbforsthube des Nürnberger Bürgers Hermann Remar, aus der das Schloss Puckenhof hervorging.

Das Gut befand sich von 1462 bis 1487 und 1501 bis 1848 im Besitz der Freiherren von Haller. Im Zweiten Markgrafenkrieg wurden die Gebäude am 29. Mai 1552 von markgräflichen Truppen niedergebrannt. In den Jahren 1564–1567 bauten die Haller das Schloss Puckenhof wieder auf. Seit 1850 ist es ein Jugendheim der Inneren Mission.

Überregionale Aufmerksamkeit erlangte Buckenhof ab 1709 bis etwa 1810 durch eine Heilquelle, die als Gesundbrunnen bekannt wurde. Sie führte zu einem Zustrom Heilungssuchender aus Nah und Fern. Das Wasser wurde getrunken, zur Zubereitung von Kaffee benutzt oder abgefüllt. Später jedoch versiegte die Quelle fast vollständig. Heute befindet sich an einem Hang unterhalb des Fußballplatzes nur noch ein verwittertes Bauwerk, das mit Gittern geschützt ist.

1778 wurde durch eine Naturkatastrophe der Wald zwischen Erlangen und Buckenhof entwurzelt. Er wurde daraufhin gerodet und zunächst als Ackerfläche genutzt, später mit Häusern bebaut.

Als Teil des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel Buckenhof im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern.

Zwischen 1886 und 1963 lag Buckenhof an der Bahnstrecke der Sekundärbahn, die von Erlangen nach Eschenau führte (bzw. nach Gräfenberg mit Umsteigen). An die Kurzform „Seku“ erinnert der Faschingsverein Seku-Narren mit seinem Namen.

Bevölkerungsentwicklung

Gemeinsam mit dem benachbarten Erlangen hatte Buckenhof nach dem Zweiten Weltkrieg bis etwa zum Jahr 2000 ein rasantes Bevölkerungswachstum, so dass es zu einer der am dichtesten besiedelten Gemeinden in Bayern wurde. Die außerordentliche Beliebtheit der Gemeinde, die sich unter anderen in hohen Grundstückspreisen widerspiegelt, erklärt sich durch die stadtnahe Lage angrenzend an Erlangen und die gleichzeitige Einbettung in die Natur des nahen Reichswalds und der unverbaubaren Schwabachwiesen (Überschwemmungsflächen). Selbst die im Februar 1980 geschlossene[2] Mülldeponie (der „Müllberg“) der Stadt Erlangen wurde inzwischen zum Naturparadies.

Politik

Beherrschendes politisches Thema war über Jahrzehnte die Errichtung einer Umgehungsstraße der Ortschaften Buckenhof, Uttenreuth, Weiher und Buckenhofer Siedlung in Erlangen für die Staatsstraße St 2240 von Erlangen nach Gräfenberg. Die von den staatlichen Planungsgremien bevorzugte Straßenführung durch den Sebalder Reichswald sollte hierbei dicht an der Wohnbebauung im Buckenhofer Süden vorbeiführen. Im Frühjahr 2011 wurde bekannt, dass die geplante Trassenführung bei Uttenreuth durch ein Gebiet verläuft, in dem mehrere geschützte Arten brüten, beispielsweise die Heidelerche. Eine Alternativroute, eine nördliche Umgehung des Uttenreuther Ortsteils Weiher, hätte ebenfalls an Buckenhof vorbeigeführt. Sie stieß aber bei noch mehr Bürgern, insbesondere auch in Uttenreuth, auf Ablehnung. Die Planungen wurden daher im Juni 2012 endgültig eingestellt. Im August 2013 wurden jedoch zur Entlastung der Anwohner lärmmindernde Maßnahmen (Flüsterasphalt) an der bisherigen Strecke durchgeführt.

Ende 2011 wurde dem Gemeindegebiet eine zusätzliche Fläche zugeordnet, die sich auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei befindet und vorher zur Gemeinde Spardorf gehörte. Dort ist die Ansiedlung eines Lebensmitteldiscounters geplant.

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder, dazu kommt noch der hauptamtliche Bürgermeister.

CSU SPD FW UBB-Buckenhof Gesamt
2014 3 2 8 3 16 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter blauem Schildhaupt gespalten von Rot und Grün, im Ganzen auf den Teilungen belegt mit einem goldenen Kronenkreuz; vorne ein einspringender, schwarz gefüllter silberner Seitensparren, hinten ein silberner Nadelbaum.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Schloss Puckenhof, Rathaus, Hallerhof (Gemeindezentrum inkl. Demonstrationsanlage für alternative Energien), Friedhofskapelle

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Buckenhof

Persönlichkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Buckenhof ist durch die Staatsstraße 2240 mit Erlangen und den Nachbargemeinden Spardorf und Uttenreuth verbunden. Mit Ausnahme der Hauptstraße (Gräfenberger Straße = Staatsstraße 2240) gilt überall Tempo 30 und rechts vor links. Lange Zeit war eine Umgehungsstraße durch den nahegelegenen Buckenhofer Forst geplant, die jedoch aufgrund von Brutstätten geschützter Arten auf der geplanten Trasse verworfen wurde.

Buckenhof ist durch die Buslinie 285 der Erlanger Stadtwerke sowie die Linien 208, 209 und 210 der OVF an den VGN angeschlossen. Innerhalb des Ortes gibt es ein auf die Linie 285 abgestimmtes Linienbedarfstaxi.

Früher hatte Buckenhof Anbindung an die Bahnstrecke Erlangen–Eschenau; die Strecke wurde stillgelegt [s.o.]. Es gab Diskussionen bzw. Planungen zur Neuerrichtung einer Stadt-Umland-Bahn, die die Orte Nürnberg, Erlangen, Herzogenaurach und Uttenreuth T-förmig miteinander verbinden sollte. Der Ostast über Buckenhof entfiel jedoch nach einem Bürgerentscheid des Landkreises Erlangen-Höchstadt im April 2015.

Öffentliche Einrichtungen

Freizeit- und Sportanlagen

Sportplatz, Tennisplatz, 2 Rodelhügel, Kegelbahn, Halfpipe, Aquariumsanlage des Vereins „Toxotes

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. nordbayern.de

Weblinks

 Commons: Buckenhof  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt | Buckenhof | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Buckenhof (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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