Bruck in der Oberpfalz - LinkFang.de





Bruck in der Oberpfalz


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: SchwandorfVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 368 m ü. NHN
Fläche: 44,43 km²
Einwohner: 4439 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 100 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92436
Vorwahlen: 0 94 34
Kfz-Kennzeichen: SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD
Gemeindeschlüssel: 09 3 76 117
Marktgliederung: 22 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Rathausstraße 7
92436 Bruck i.d.OPf.
Webpräsenz: www.marktbruck.de
Bürgermeister: Hans Frankl (Freie Wähler)
}
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Bruck in der Oberpfalz (amtlich: Bruck i.d.OPf.) ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf.

Geographie

Geographische Lage

Bruck liegt in der Oberpfalz im Naturpark Oberer Bayerischer Wald, ca. 35 Kilometer nordöstlich von Regensburg an der Bundesstraße 85. Ortsteile sind Vorderthürn, Hinterthürn und Kellerhof, Sollbach mit den früheren Gemeindeteilen Kobl, Wackenried, Ried, Gipfelberg und Sulzmühl, Schöngras mit den früheren Gemeindeteilen Kölbldorf und Hofing, Mögendorf sowie Mappach. Durch Bruck fließt der Sulzbach, der im Hammersee in Bodenwöhr entsteht und in Nittenau in den Regen mündet.

Gemeindegliederung

Bruck i.d.OPf. hat 22 Ortsteile[2]:

Geschichte

Der Ort ist urkundlich um 1140 erstmals als Brugge urkundlich belegt. Als Markt wird Bruck am 25. April 1343 greifbar, denn damals trugen Reymar der Jüngere von Schwarzenburg und seine Schwester den Herzögen von Oberbayern Bruck als Lehen auf, d. h. sie stellten sich unter deren Schutz. Danach erscheint Bruck wieder in einer Verkaufsurkunde vom 19. Juni 1345 des Ulrich von Satzenhofen, einem Schwager des Reymar von Schwarzenburg, in der Bruck an die Pfalzgrafen Ruprecht der Ältere und Ruprecht der Jüngere veräußert wird.[3]

Das Halsgericht über den Markt Bruck war ein Lehen der Landgrafen von Leuchtenberg. Um 1396 übertrugen sie dieses dem Dietrich Hofer von Lobenstein. Am 3. Mai 1470 traten die Brüder Hans und Dietrich Hofer von Lobenstein ihre Gerechtsame zu Bruck an den Pfalzgrafen Otto II. ab. Dieser bestätigte am 15. Mai 1468 dem Rat und der Gemein die alten Rechte, insbesondere das Recht viermal im Jahr einen Jahrmarkt abzuhalten. In dem am 12. Juli 1489 verliehenen Freiheits- und Privilegienbrief wird dem Markt auch das Ummauerungsrecht verliehen. Vermutlich steht dies in Zusammenhang mit den Hussiteneinfällen seit Beginn des 15. Jahrhunderts.

Allerdings wurde mit dem Mauerbau erst nach 1527 auf Befehl des Pfalzgrafen Friedrich begonnen, wobei auch daran gedacht war, Vaganten und Raubgesindel abzuhalten. Die errichtete Mauer war 15 Fuß hoch, besaß 12 Halbtürme und drei Tore.

In dem Freiheitsbrief von 1489 wird auch zwischen der Niedergerichtsbarkeit, die in der Selbstverwaltung des Marktes stand, und der hohen Strafgerichtsbarkeit unterschieden, die von dem durch den Landesherren eingesetzten Pfleger ausgeübt wurde. Ein weiterer Amtmann war als Gerichts-, Markt- und Polizeidiener vorgesehen. Pfleger und Amtmann kam auch die Aufgabe zu, die Privilegien des Marktes zu schützen. Diese Privilegien wurden auch von späteren Landesherren (Kurfürst Friedrich V. von 1615, Kurfürst Maximilian von 1628) bestätigt.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Bruck von den Schweden völlig zerstört, was in der Folgezeit zu einer hohen Verschuldung führte. Selbst in dem Gewerbesteuerkataster von 1809 wird die wirtschaftliche Situation des Marktes durch Joseph Anton von Destouches als äußerst ungünstig dargestellt. Durch die Montgelas’schen Reformen wurde die Selbstverwaltung des Marktes weiter eingeschränkt und die von dem Markt ausgeübte niedere Gerichtsbarkeit 1808 ganz aufgehoben. Durch das Edikt von 1818 erhielt der Markt seine Selbstverwaltung in eingeschränkter Form wieder zurück.

Mit Entscheid vom 1. Juli 1972 kam Bruck zu dem Landkreis Schwandorf.

Eingemeindungen

Im Jahr 1945 oder 1946 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Mappach, Mögendorf und Vorderthürn eingegliedert. Am 1. Juli 1971 kamen Schöngras und Sollbach hinzu.[4] Zum 1. November 2013 kam ein Stück des aufgelösten gemeindefreien Gebiets Einsiedler und Walderbacher Forst hinzu.[5]

Politik

Marktgemeinderat

Marktgemeinderatswahl 2008[6]
Wahlbeteiligung: 62,25 %
 %
50
40
30
20
10
0
42,48 %
27,71 %
18,61 %
11,20 %
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Die Marktgemeinderatswahl am 2. März 2008 führte zu folgender Verteilung der 16 Sitze:[7]

Bürgermeister

Die Bürgermeisterwahl am 11. Januar 2009 führte zu folgendem Ergebnis:[8][9]

  • Hans Frankl (FW): 43,87 %
  • Robert Feuerer (CSU): 38,47 %
  • Helmut Faltermeier (SPD): 13,72 %
  • Rudi Sommer (GRÜNE): 3,93 %

Die beiden stärksten Kandidaten traten am 25. Januar 2009 in einer Stichwahl gegeneinander an, die Hans Frankl (FW) mit 53,29 % der Stimmen gegen Robert Feuerer (CSU) gewann, der 46,71 % erzielte.[10][11]

Wappen

Blasonierung: In Blau über silbernen Wellen eine goldene Holzbrücke, auf der ein rot gekrönter und rot bewehrter goldener Löwe schreitet. Wappen seit Ende des 15. Jahrhunderts. Der pfalzbayerische Löwe erinnert an die Ortsherrschaft der Wittelsbacher.[12]

Partnerstädte

Partnerstädte von Bruck sind:[13]

Verkehr

An das Autobahnnetz ist Bruck durch die 15 Kilometer entfernte Bundesautobahn 93 angeschlossen (von Süden kommend: Anschlussstelle Teublitz (35); von Norden kommend: Anschlussstelle Schwandorf Mitte (33) in Richtung Cham – B 85). Die gut ausgebaute Bundesstraße 85 verläuft direkt neben dem Markt (in der Region wegen der teilweise vierspurigen Strecken auch Bayerwaldautobahn genannt), und die Kraftfahrstraße B 16n, die direkt nach Regensburg führt, kann man von der ca. 7 Kilometer entfernten Nachbarstadt Nittenau erreichen.

Ein Bahnhof befindet sich in der benachbarten Gemeinde Bodenwöhr. Der Zugbetrieb wird durch die Oberpfalzbahn gewährleistet. Die Linie verläuft von Schwandorf nach Furth im Wald über Bodenwöhr-Nord, Roding und Cham. Zwischen 1907 und 1955 befand sich im Ort eine Haltestelle an der Bahnstrecke Bodenwöhr–Nittenau. Diese Bahnstrecke wird heute nur noch von Güterzügen befahren.

Der Flugplatz Nittenau-Bruck hat den ICAO-Code EDNM und liegt zwischen den beiden Ortschaften Nittenau und Bruck.

Initiative Donau-Moldau-Bahn

Hauptartikel: Donau-Moldau-Bahn

Die Stadt Regensburg hat zusammen mit anderen ostbayerischen Kommunen und Institutionen in den vergangenen Jahren eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Schieneninfrastruktur in Ostbayern ergriffen. Hierbei soll eine Neubaustrecke zwischen Regensburg und Pilsen entstehen, auf welcher die Fernverkehrszüge von München nach Prag fahren sollen. Sollte das Projekt verwirklicht werden, so ist es wahrscheinlich, dass Bruck-Schöngras und Nittenau einen Bahnhof an dieser neuen Schienentrasse bekommt.

Sport

Die Spielvereinigung Bruck wurde 1925 gegründet.

Sehenswürdigkeiten

  • Reste der Marktbefestigung, Halbtürme aus dem Jahre 1489
  • Heimat- und Bauernmuseum Mappach
  • Wallfahrtskirche St. Sebastian
  • Katholische Pfarrkirche St. Ägidius
  • Sandoase Sulzbach

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Bruck in der Oberpfalz

Feste

  • Bürgerfest jedes Jahr im Juli
  • Weihnachtsmarkt

Personen

Bildergalerie

Literatur

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1044&attr=OBJ&modus=automat&tempus=20111207/224823&hodie=20111207/224823
  3. Ingrid Schmitz-Pesch, 1986, besonders S. 414 ff.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 559.
  5. Verkündung
  6. http://www.marktbruck.de/unser-markt/wahlen/marktgemeinderatswahl-02032008.html
  7. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=376&suchbegriff=3
  8. http://www.marktbruck.de/unser-markt/wahlen/buergermeisterwahl-11012009.html
  9. http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10073&pk=342856
  10. http://www.marktbruck.de/unser-markt/wahlen/bgm-stichwahl-25012009.html
  11. http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=3077&pk=349324&p=1
  12. http://www.marktbruck.de
  13. Markt Bruck: Partnerstädte Abgerufen am 23. Mai 2011.

Weblinks

 Commons: Bruck in der Oberpfalz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Bruck in der Oberpfalz | Ort im Landkreis Schwandorf | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bruck in der Oberpfalz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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