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Bruchhausen-Vilsen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: DiepholzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Samtgemeinde: Bruchhausen-Vilsen
Höhe: 14 m ü. NHN
Fläche: 72,53 km²
Einwohner: 7234 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 100 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27305
Vorwahl: 04252
Kfz-Kennzeichen: DH
Gemeindeschlüssel: 03 2 51 048
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lange Str. 11
27305 Bruchhausen-Vilsen
Webpräsenz: www.bruchhausen-vilsen.de
Bürgermeister: Peter Schmitz
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Bruchhausen-Vilsen (Plattdeutsch: Brooksen-Vilsen) ist ein Flecken im Landkreis Diepholz in Niedersachsen. Der Flecken Bruchhausen-Vilsen ist ein staatlich anerkannter Luftkurort sowie Mitgliedsgemeinde und Sitz der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen.

Geographie

Bruchhausen-Vilsen befindet sich etwa 30 km südlich von Bremen, 100 km südwestlich von Hamburg und ca. 70 km nord-westlich von Hannover.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Bruchhausen-Vilsen gehören außer dem namensgebenden Ort die Ortsteile Berxen, Bruchhöfen, Bruchmühlen, Dille, Engeln, Gehlbergen, Heiligenberg, Homfeld, Nenndorf, Oerdinghausen, Riethausen, Scholen, Stapelshorn, Weseloh und Wöpse.

Geschichte

Ursprünglich bestand Bruchhausen-Vilsen aus den drei Flecken Mohr, Vilsen und Bruchhausen. Bruchhausen wurde erstmals 1189 urkundlich erwähnt, Vilsen im Jahre 1227. Bruchhausen wurde in der Vergangenheit auch Altenbruchhausen genannt, um es vom nicht weit entfernten Neubruchhausen unterscheiden zu können. In der Topographia Braunschweig und Lüneburg aus dem Jahre 1654/1658 wird Bruchhausen erwähnt. Im Jahr 1976 wurde Bruchhausen-Vilsen als Luftkurort anerkannt. Von 1983 bis 1988 fand in Bruchhausen-Vilsen zu Pfingsten alljährlich das Bruchhausen-Festival statt.

Eingemeindungen

Im Jahr 1870 wurden Mohr und Bruchhausen zur Gemeinde Bruchhausen vereinigt. Die Flecken Bruchhausen und Vilsen wurden 1929 durch eine Zusammenlegung zum Flecken Bruchhausen-Vilsen.

Am 1. März 1974 wurden die bis dahin selbständigen Orte Berxen, Homfeld und Wöpse eingemeindet.[2] Seit 1974 ist Bruchhausen-Vilsen Verwaltungsmittelpunkt der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen.

Am 1. November 2011 wurden Bruchhausen-Vilsen und Engeln zum neuen Flecken Bruchhausen-Vilsen zusammengeschlossen.[3]

Einwohnerentwicklung

Jahr 1961 1970 1987 1992 1997 2002 2007 2008 2009 2010 2011
Einwohner 3078 3483 5022 5360 6113 6138 6009 6005 5944 5926 6986

(1961: 6. Juni, 1970: 27. Mai[2], ab 1987: jeweils zum 31. Dezember[4])

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat aus Bruchhausen-Vilsen setzt sich aus 23 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011) [5]

Wappen

Beschreibung: Gespalten: auf der linken Seite in Gold eine aufrecht stehende schwarze Bärentatze mit roten Krallen, hinten viermal von Silber und Blau geständert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Die erste Museumseisenbahn Deutschlands, seit 1966 betrieben vom Deutschen Eisenbahn-Verein, fährt fahrplanmäßig an Wochenenden vom 1. Mai bis 3. Oktober mit historischen Fahrzeugen von Bruchhausen-Vilsen nach Asendorf. Besonders bei Kindern beliebt sind Nikolaus-Fahrten an den Wochenenden im Advent. Ausstellungsräume mit Ausstellungen zu verschiedenen Themen rund um die Kleinbahn, sowie die umfangreiche Fahrzeugsammlung (ca. 100 Fahrzeuge) sind an den Betriebstagen zu besichtigen.

Bauwerke

Kirchen

Die St.-Cyriakus-Kirche in Vilsen ist eine im romanischen Stil erbaute Kirche. Sie wurde erstmals 1227 urkundlich erwähnt und gehörte zum Kloster Heiligenberg.

Im Ortsteil Bruchhausen befindet sich die Bartholomäus-Kirche, die nach dem Bartholomäus-Markt, dem heutigen Brokser Heiratsmarkt, benannt wurde.[6]

Mühlen

Wassermühlen

Als Mühle des Prämonstratenserklosters wurde die Klostermühle Heiligenberg erstmals 1370 von einem Müller nachweislich erwähnt. 1543 geht die Mühle sowie das Kloster in Staatsbesitz über. 1986 wurde die Mühle restauriert. Nach einem Umbau 1996 eröffnete ein Restaurant sowie ein Hotel mit Galerieräumen in der Mühle.

Die Wassermühle Bruchmühlen war die untere Mühle des Klosters von Heiligenberg. Sie befindet sich einige hundert Meter von der oberen Mühle entfernt. Urkundlich erwähnt wurde sie erstmals im Jahre 1532. Die Anlegung eines massiven Grundwerkes sowie die Reparatur des Mühlenhauses erfolgte 1749. Die Mühle befindet sich seit 1886 im Privatbesitz der Familie Hüneke. Das Wasserrad wurde 1990/1991 restauriert, bis zum Frühjahr 1996 wurden täglich etwa drei Tonnen Getreide gemahlen.

Windmühlen

Im Flecken Bruchhausen-Vilsen gibt es eine Windmühle, nämlich die Behlmer Mühle in Engeln. In den Ortsteilen der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen gibt es weitere vier Windmühlen (siehe Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen#Windmühlen).

Parks

In Bruchhausen-Vilsen gibt es einen Park („Kurpark“), in dem auch regelmäßig Musikveranstaltungen ausgetragen werden. Der Park grenzt an das Vilser Holz. Zu Ehren des Arztes und Botanikers David Heinrich Hoppe, der in Vilsen geboren wurde, und dessen Wirken von überregionaler Bedeutung war und ist, befindet sich im Kurpark eine bronzene Gedenktafel (Größe: 55 x 90 cm). Sie trägt folgenden Text:

Dr. med. David Heinrich Hoppe / geb. 15. Dezember 1760 in Vilsen / gest. 1. August 1846 in Regensburg. / D. H. Hoppe gründete mit / gleichgesinnten Freunden / 1790 in Regensburg die 1. / „Botanische Gesellschaft“. / Der Botaniker, Apotheker / und Arzt D. H. Hoppe hat / mehr als 200 Pflanzenarten / erstmals beschrieben und / ihnen ihre wissenschaft- / lichen Namen gegeben.

Nach Hoppe wurde eine Straße benannt, die nördlich der Kleinbahn etwa parallel zur Straße Am Bürgerpark verläuft.

In der Nähe des Kleinbahn-Bahnhofs wurde 2007 ein Wasser-Erlebnisspielplatz eingerichtet.

Beim Forsthaus Heiligenberg findet innerhalb eines 2,5 ha großen, von einem Ringwall umschlossenen Areals alljährlich ein Rosenfest statt.

Kunst im öffentlichen Raum

Über die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen verstreut, manchmal etwas versteckt, finden sich ein paar sehr unterschiedliche Skulpturen und Objekte von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region. Diese Kunst-Objekte sind aus den verschiedensten Materialien gestaltet – aus Bronze, Metall und aus Ziegelstein:

  • im Ortsteil Vilsen auf dem Engelbergplatz ein Brunnen mit der Bronzeskulptur Die Wringerin (1991) von Robert Enders
  • im Kurpark eine Stele mit Haus (Metall, 2003) von Gerd Friedrich. Diese Stele wurde anlässlich der Ausstellung „Kunst im Park“ der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen aufgestellt
  • im Ortsteil Heiligenberg bei der Klostermühle ein Objekt (Metall, 2001) des Künstlers Bernhard Hanzal. Es gehört zum Kunstpfad „Kunst-Umwege“. Am Forsthaus findet sich das Objekt Hang zur Kunst von Rainer Seliger (Ziegelsteinkegel, 1999)

Naturdenkmäler

Am Rande und in der näheren Umgebung des Kurparks blüht alljährlich in größerer Anzahl von Mitte Juli bis Mitte August die wildwachsende Orchidee Breitblättrige Stendelwurz (Epipactis helleborine).

Sport

In der Gemeinde sind drei Sportvereine vorhanden, der SV Bruchhausen-Vilsen als reiner Fußballverein, der TV Bruchhausen-Vilsen, der mehrere Sportarten anbietet und die HSG Bruchhausen-Vilsen als reiner Handballverein.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Schiene

Bruchhausen-Vilsen hat seit 1899 einen Bahnhof an der Bahnstrecke Eystrup–Syke der Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya. Seit 1972 findet hier nur noch Güterverkehr statt, außerdem Fahrten mit historischen Triebwagen und Sonderzüge als Zubringer zur Museumseisenbahn. Planmäßigen Zubringerverkehr gibt es auch während des Brokser Heiratsmarktes mit Haltepunkt auf dem Festplatz. Seit 2007 fährt an jedem ersten und vierten Sonntag, an Feiertagen und zum Heiratsmarkt der Kaffkieker von Syke nach Eystrup und zurück. Es werden auch wieder Durchbindungen nach Bremen Hauptbahnhof gefahren. Auf der Bahnstrecke Bruchhausen-Vilsen–Asendorf wurde der Güterverkehr 1971 eingestellt, seit 1966 verkehren dort Museumszüge des Deutschen Eisenbahn-Vereins.

Straße

Bruchhausen-Vilsen liegt an der B6, einer wichtigen Verkehrsanbindung Richtung Bremen und Hannover. Mit der Niedersächsischen Spargelstraße führt eine von Deutschlands Ferienstraßen durch den Flecken.

ÖPNV

Die Buslinie 150 bedient die Strecke von Hoya nach Bremen.

Fahrrad

Die Achtertour ist ein sehr beliebter Radrundweg durch EystrupHoya–Bruchhausen–Vilsen.

Ansässige Unternehmen

Öffentliche Einrichtungen

Bruchhausen-Vilsen verfügt über einen Kurpark und ein Freibad. Seit Anfang 2009 verfügt das Schulzentrum über eine Mensa mit Mehrzweckhalle, die hauptsächlich für den Schulsport, sowie den Vereinssport genutzt wird. Darüber hinaus ist auch die Nutzung als Veranstaltungshalle für Aufführungen u. ä. mit bis zu 2.000 Besuchern möglich.

Bildung

In Bruchhausen-Vilsen gibt es eine Grundschule, Hauptschule, Realschule sowie ein Gymnasium mit Oberstufe.[7] Um der stetig wachsenden Schülerzahl am Gymnasium durch Einrichtung der Oberstufe gerecht werden zu können, wurden neue Räume erstellt. Dieser Bauabschnitt wurde Ende 2009 abgeschlossen. Außerdem gibt es auch eine freie Waldorfschule, die sich neben dem städtischen Schulkomplex befindet. Der Neubau der Schule wurde mit dem Spatenstich am 2. März 2010 begonnen. Seit Ende September 2010 ist die neue Waldorfschule in Betrieb.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Sonstiges

Der Brokser Heiratsmarkt in der letzten Augustwoche ist ein Jahrmarkt mit Attraktionen wie der traditionellen Junggesellenversteigerung. Am letzten Markttag findet ein Viehmarkt statt. Der Markt ist in der ganzen Gegend bekannt und hat in etwa dieselbe Größe wie der Bremer Freimarkt.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014  (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 191.
  3. Gesetz über die Neubildung des Fleckens Bruchhausen-Vilsen, Landkreis Diepholz. Vom 8. Dezember 2010
  4. LSKN-Online
  5. http://www.bruchhausen-vilsen.de/files/wahl/Flecken2011.html
  6. Kirchen in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen
  7. Gymnasium Bruchhausen-Vilsen
  8. Dirk Böttcher: LÜER, (1) Kurt, in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 239; online über Google-Bücher
  9. Manfred Rasch: Spilker, Heinrich Ludwig Adolf. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 24, Duncker & Humblot, Berlin 2010, ISBN 978-3-428-11205-0, S. 698 (Digitalisat ).

Kategorien: Bruchhausen-Vilsen | Gemeinde in Niedersachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bruchhausen-Vilsen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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