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Bruce Lee – Mein letzter Kampf


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Filmdaten
Deutscher TitelBruce Lee – Mein letzter Kampf
OriginaltitelGame of Death
死亡遊戲
ProduktionslandUSA, Hongkong
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1978
Länge92 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieRobert Clouse
DrehbuchBruce Lee,
Jan Spears
ProduktionGolden Harvest
MusikJohn Barry
KameraGodfrey A. Godar
SchnittAlan Pattillo
Besetzung
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Filmdaten
OriginaltitelThe Game of Death
死亡的遊戲[1]
Erscheinungsjahr1972
Länge40 Minuten
Stab
ProduktionConcord Production
Golden Harvest
Besetzung
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Bruce Lee – Mein letzter Kampf (Originaltitel: Game of Death) sollte der fünfte Film von Bruce Lee werden, konnte aber wegen Lees frühzeitigen Todes nicht in der beabsichtigten Form fertiggestellt werden.

Konzept

Die grundlegende Idee Lees war es, die größten Athleten und Kämpfer der Welt in einem Film zusammenzubringen. Die Schlussszene von Game of Death spielt in einer Pagode, deren Etagen verschiedene Kampfkunststile repräsentieren, so dass Bruce in jeder Etage einem neuen Gegner gegenübersteht. Auf der obersten Ebene steht Jeet Kune Do.

Um dies zu realisieren, lud er von August bis Oktober 1972 die verschiedensten Kampfkünstler zu den Dreharbeiten nach Hongkong ein. Zuerst holte er seinen Protegé und sehr guten Freund Dan Inosanto, mit dem er sich im ersten Stockwerk ein Nunchaku-Duell liefert. Als Bruce erfuhr, dass sein Freund und Schüler Kareem Abdul-Jabbar, ein amerikanischer Basketball-Star, sich ebenfalls in Hongkong aufhielt, rief Bruce Lee ihn an und schlug ihm vor, mit ihm eine Kampfszene zu drehen, da es sehr beeindruckend sein würde, gegen einen Gegner, der fast einen halben Meter größer war als er, zu kämpfen. Nachdem Kareem begeistert zugesagt hatte, entstanden beeindruckende Kampfszenen. Zu einer weiteren Szene lud Bruce Lee den bekannten südkoreanischen Kampfkünstler und Sin-Moo-Hapkido-Gründer Ji Han-jae ein. Nach der Fertigstellung dieser Szenen wurde das Projekt zunächst unterbrochen, da Lee von Warner Brothers ein Angebot für einen Film mit dem Titel Enter the Dragon erhielt. Weil Lee auch endlich in den Vereinigten Staaten erfolgreich sein wollte, nahm er das Angebot an. Da die Dreharbeiten sich bis Mai/Juni hinzogen, hatte Lee nicht mehr die Möglichkeit, an der Fertigstellung von Game of Death zu arbeiten.

1978 nahmen der Regisseur Bob Clouse (Der Mann mit der Todeskralle) und der Produzent Raymond Chow die Fertigstellung von Game of Death (zu dem Lee zwar ein Drehbuch schrieb, welches aber erst 1999 in den Archiven von Golden Harvest wiedergefunden wurde) in die Hand. Das Ergebnis hatte nicht mehr viel Ähnlichkeit mit Lees ursprünglichem Konzept. Es wurden zu den schon vorhandenen Aufnahmen für Game of Death Ausschnitte aus Lees früheren Filmen und neu gedrehte Szenen hinzugefügt, und so entstand eine teilweise von der Realität abweichende Lebensgeschichte Lees.

Im Jahre 2000 erschien die Dokumentation Bruce Lee: Der Weg eines Kämpfers (Bruce Lee: A Warrior’s Journey) mit neuen, als verschollen geglaubten Original-Ausschnitten (41 Minuten + weitere Doku).

Zudem gibt es auch einen Nachfolger-Film Game of Death II (1981) sowie weitere Filme wie Bruce Lee in G.O.D. und Goodbye, Bruce Lee: Sein letztes Spiel mit dem Tod (1975 mit Bruce Li).

Außerdem gibt es den Film Bruce Lee – Das Spiel des Todes, in dem jedoch nicht Bruce Lee spielt. Die Optik und Details der Filme sind sehr unterschiedlich.

The Game of Death 1973

Auf der DVD Bruce Lee: Der Weg eines Kämpfers ist zudem eine genaue Beschreibung der geplanten Story vorhanden, welche mit koreanischen Schauspielern in knapp zwanzig Minuten zusammengefasst wurde. Bruce Lee wollte in diesem Film einen Mann namens Hai Tien darstellen, einen ungeschlagen zurückgetretenen Kampfkunstchampion, welcher mit seiner Schwester (Nora Miao war für diese Rolle vorgesehen) und seinem kleinen Bruder eine Reise durch Südost-Asien macht. Bei einem Zwischenstop am südkoreanischen Kimpo-Flughafen geraten seine Geschwister in die Hand eines Verbrecherbosses, welcher sie als Köder benutzen will, damit Hai Tien ihn unterstützt. Sein Plan: Er will einen gestohlenen koreanischen Nationalschatz, welcher in dem obersten Stockwerk einer Pagode verborgen ist, wieder zurückgewinnen. Hai Tien soll eine Gruppe von insgesamt sechs Leuten führen, fünf Kampfkünstler inklusive ihm selbst, und einem Schlossknacker, welcher sehr wahrscheinlich von Lee Qwan, mit dem Lee bereits in zwei seiner vorherigen drei Filme gespielt hatte, dargestellt werden sollte. Der Boss berichtet von einer anderen Gruppe, die versucht hat, die Pagode zu stürmen (ihr Anführer war ein Schüler Hai Tiens) aber das Unternehmen schlug fehl. Seither ist die Pagode verschlossen. Da der Boss die Geschwister von Hai Tien in seiner Gewalt hat, bleibt diesem keine andere Möglichkeit als mitzumachen. Als das sechsköpfige Team das Gelände der Pagode erreicht, wird es von zehn Karatekämpfern attackiert. Laut Gerüchten war Bolo Yeung der Darsteller für den Anführer dieser zehnköpfigen Gruppe. Nachdem die Karatekämpfer ausgeschaltet sind, erreicht das Team die Pagode. Der Schlossknacker öffnet die Tür, und Hai Tien und seine Gefährten betreten die Pagode, um sich den Weg nach oben zu kämpfen. Die erste Etage sollte von Hwang In-shik bewacht werden, welcher mit Lee schon in Die Todeskralle schlägt wieder zu aufgetreten war. Er war ein Kickexperte; sehr wahrscheinlich sollte der Stil des Kämpfers, den er darstellen sollte, Taekwondo sein. Für den Wächter der zweiten Etage hatte Lee seinen Schüler Taky Kimura vorgesehen; dieser sollte Elemente aus Wing Chun und Gottesanbeterinnenstil (Kung Fu) vermischt zeigen. In beiden Kampfkünsten werden überwiegend die Hände eingesetzt, und alle Tritte gehen unterhalb der Gürtellinie. Ab der dritten Etage wurden die Szenen gefilmt. Der Wächter wurde von Dan Inosanto dargestellt, er kämpft mit Escrima und Nunchaku. In der vierten Etage kam der Südkoreaner Ji Han-Jae zum Einsatz, welcher hauptsächlich mit Hebel- und Wurftechniken arbeitet, die aus dem Hapkido stammen. Der letzte und oberste Flur der Pagode wurde von einem Riesen bewacht, welcher keinen Kampfstil hat. Sein Darsteller war Kareem Abdul-Jabbar. Laut Lees Philosophie war dies die höchste Ebene der Kampfkunst, ein persönlicher Freikampfstil ohne klassische Grenzen.

Am Ende des Films taumelt ein erschöpfter Hai Tien die Stufen hinunter, wo ihn der Schlossknacker erwartet. Beide verlassen das Gelände. Laut Lees Skript wird der Boss von der Polizei verhaftet, und Hai Tien kann mit seinen Geschwistern die Reise fortsetzen. George Lazenby erläutert in mehreren Interviews, er habe am Ende des Films einen kurzen Auftritt und sollte eine Art Guru von Hai Tien sein.

Der gelbe Trainingsanzug

In den gedrehten Szenen von Game of Death trägt der von Lee gespielte Charakter eine sehr auffällige Kleidung: Einen gelben, einteiligen Trainingsanzug mit schwarzen Streifen an den Seiten. Lee trat in diesem Anzug auf, um zu symbolisieren, dass er sich keiner der bekannten und klassischen Kampfkunststile als zugehörig empfand. Er wollte damit zudem ausdrücken, dass man keine klassische Kluft tragen muss, um ein guter Kämpfer zu sein.

In dem Film Kill Bill – Volume 1 tritt die Hauptdarstellerin Uma Thurman am Ende in einer Kleidung auf, welche exakt die Farben des von Lee 1972 verwendeten Anzug hat. Der Regisseur Quentin Tarantino wollte damit laut eigener Aussage an die Eastern-Filme der 70er erinnern. Tarantino vertritt die Auffassung, dass die heutigen Kampfkunstfilme wie Tiger and Dragon zu sehr von Kameratricks denn von authentischer Leistung leben.

Im Playstation-Spiel Tekken tragen die Figuren Marshall Law und Forest Law ebenfalls diesen Anzug.

Adaptionen

  • Das Computerspiel Kung-Fu Master hat den Kampf in der fünfstöckigen Pagode zum Inhalt.
  • Der Kampf in der Pagode kommt in leicht abgewandelter Fassung als Minispiel in Shadow Hearts: From The New World vor.
  • Die Spongebob-Schwammkopf-Folge Der König des Karate parodiert den Pagodenkampf.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. The Game of Death (死亡的遊戲 ). Abgerufen am 22. Februar 2015.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bruce Lee – Mein letzter Kampf (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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