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Brombachsee


Der Brombachsee ist eine Stauseeanlage in Mittelfranken in den Landkreisen Weißenburg-Gunzenhausen und Roth, bestehend aus

Überblick

Alle drei Seen haben einen Stauraum von insgesamt 154 Millionen Kubikmetern und Gesamtwasserfläche von 12,1 Millionen Quadratmetern. Der Brombachsee bildet das Herzstück des Fränkischen Seenlandes, einer für Tourismus und Wasserwirtschaft genutzten, künstlichen Seenlandschaft. Er ist der größte See in Franken und der flächenmäßig zweitgrößte Stausee Deutschlands. Benannt ist er nach seinem Abfluss, dem Brombach.

Im Zuge der Wasserregulierung des Main-Donau-Kanals und zur Wasserversorgung des wasserarmen Nordbayern sowie zur Naherholung und für den Fremdenverkehr wurden ab den 1970er Jahren die Stauseen geschaffen. Bei Hochwasser am Pegel Gern bei Ornbau wird dem Altmühlsee Wasser über den Altmühlzuleiter zugeführt. Dort wird es zwischengespeichert und bei Pegelüberschreitung über den Altmühlüberleiter an den Kleinen Brombachsee abgegeben. Von dort aus fließt das Wasser zunächst über den Großen Brombachsee und den Brombach in die Schwäbische Rezat, bei Georgensgmünd in die Rednitz und anschließend weiter nach Nürnberg, bevor es über die Regnitz den Main erreicht. Somit kann Wasser, das normalerweise über die Altmühl in der Donau landen würde, bei Bedarf in Richtung Main umgeleitet werden. Das Bauvorhaben wurde auf Initiative des Abgeordneten Ernst Lechner am 16. Juli 1970 vom Bayerischen Landtag beschlossen und vom Talsperren-Neubauamt Nürnberg in mehreren Baustufen durchgeführt. Die Arbeiten wurden in den späten 1990ern vollendet und das Gesamtbauwerk am 20. Juli 2000 offiziell eingeweiht.[1]

Lage, Naturschutz und Verkehr

Der Brombachsee liegt etwa 30 km südlich von Nürnberg im Süden Mittelfrankens zwischen Gunzenhausen im Westen und Pleinfeld im Osten.[2] Anrainergemeinden sind Absberg, Pfofeld, Spalt und Pleinfeld. Der Große Brombachsee liegt etwa drei Meter tiefer als die beiden Vorsperren. Der See liegt größtenteils im Spalter Hügelland.

Es liegen fünf Naturschutzgebiete am Brombachsee:[3] Brombachmoor, Grafenmühle, Halbinsel im Kleinen Brombachsee, Sägmühle und Stauwurzel des Igelsbachsees.

Zu touristischen Zwecken verkehrt in den Sommermonaten auf dem Großen Brombachsee die Brombachsee, ein Trimaran, der mit seiner Architektur und Konstruktion in Europa einmalig ist, zwischen den Anlegestellen Ramsberg, Absberg, Enderndorf, Allmannsdorf und Pleinfeld.

Abgegangene Ortschaften

Zum Bau der drei Stauseen des Brombachsees mussten die Einöden Beutelmühle, Birkenmühle, Furthmühle, Grafenmühle, Griesmühle, Hühnermühle, Langweidmühle, Neumühle, Scheermühle, Spagenhof, Sägmühle, Ziegelhütte, Öfeleinsmühle sowie ein Betonwerk abgerissen werden. Die Anwesen und ihre Fluren wurden dafür vom Bayerischen Staat aufgekauft. Die Langweidmühle und die Furthmühle wurden an anderen Stellen neu errichtet, die Hühnermühle, die Birkenmühle, die Neumühle, die Scheermühle und die Grafenmühle sowie Spagenhof und Ziegelhütte blieben trotz fehlender Bebauung als Ortsteilname von Pfofeld, Pleinfeld und Absberg erhalten. Der Birkenhof nördlich von Absberg zwischen den beiden Gewässern Igelsbach und Gänsbach, dessen Flur ebenfalls im Großen Brombachsee versank, bestand bereits 1962 nur noch als Scheune. Die durch den Stauseebau aufgegebene Mandlesmühle, heute östlich des Großen Brombachsees gelegener Ortsteil von Pleinfeld, wird vom Wasserwirtschaftsamt Ansbach als Informationszentrum „Fränkisches Seenland“ genutzt.

Kunst, Kultur und Geschichte

Rund um den Brombachsee sind zahlreiche Kunstwerke errichtet.[4] Im Jahreslauf finden vielfältige Veranstaltungen in den Anrainergemeinden statt. Zwei Kilometer südlich des Brombachsees verlief die Strecke 14 des Weltkulturerbes des Limes.[5]

Weblinks

 Commons: Brombachsee  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Geschichte des Brombachsee
  2. Lage auf Bayernatlas
  3. Naturschutzgebiete am Brombachsee
  4. Kunst am Brombachsee
  5. Limes beim Brombachsee

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Brombachsee (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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