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Bremgarten bei Bern


Bremgarten
Staat: Schweiz
Kanton: Bern BE
Verwaltungskreis: Bern-Mittelland
BFS-Nr.: 0353
Postleitzahl: 3047
Koordinaten:
Höhe: 490 m ü. M.
Fläche: 1.90 km²
Einwohner: 4353 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 2291 Einw. pro km²
Website: www.3047.ch

Ansicht von Südosten auf einen Teil der Gemeinde Bremgarten

Karte

Bremgarten bei Bern ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Kantons Bern.

Geographie

Bremgarten liegt ca. 4 km nördlich der Schweizer Bundesstadt Bern, mit der sie eine gemeinsame Grenze verbindet. Es liegt an den gegen die Aare abfallenden letzten Ausläufern des Frienisbergplateaus. Gegenüber der Stadt Bern im Süden bildet die Aare eine natürliche Grenze. Im Westen und Norden grenzt die Gemeinde an Kirchlindach, im Osten an Zollikofen.

Der Siedlungsraum ist – bedingt durch die Süd- und Osthanglage – auf drei Ebenen terrassenförmig angelegt. Im Birchi öffnet sich der Blick auf die Berner Alpenkette. Auf der mittleren Ebene liegt der eigentliche Dorfkern mit Schulen, Sportplatz, Post und Einkaufsmöglichkeiten. Am Aarelauf liegen die Quartiere Ländli, Seftau und Aarehalde.

Die Kantonsstrasse Kalchackerstrasse verbindet als grosse 40 m über Aareniveau gelegene Hauptachse in westlich-östlicher Richtung den Ortsausgang bei Stuckishaus mit dem Schloss Bremgarten und dient als Verteiler in alle Richtungen, den auch der öffentliche Verkehr in einer direkten 13-minütigen Verbindung zum Bahnhof Bern nutzt.

Geschichte

Die ältere Geschichte von Bremgarten beginnt ums Jahr 1000: Damals entstand auf der Halbinsel eine Holzburg und, wohl nur wenig später, eine kleine romanische Kirche. Burg, Burgstädtchen und Kirche bildeten in den beiden folgenden Jahrhunderten das Zentrum der mittelalterlichen, 1185 erstmals urkundlich erwähnten Herrschaft der Herren von Bremgarten, die von Wohlen bei Bern bis Worblaufen reichte. Die aufstrebende Stadt Bern nahm nach den sagenhaften Schlachten am Donnerbühl und im Jammertal 1298 Bremgarten ein und verkaufte es 1306 an den seit 1180 in Münchenbuchsee residierenden Johanniterorden. Im Zug der Reformation von 1528 gelangte der geistliche Besitz erneut an die Stadt, die 1545 die nunmehr weltliche Herrschaft im ungefähren Umfang der heutigen Gemeinde an Hans Franz Nägeli verkaufte. Dieser wohl bedeutendste Schlossherr von Bremgarten baute die Burg zu einer Schlossanlage im Stil der Zeit um, während die Kirche ihr gotisches Erscheinungsbild aus dem frühen 14. Jahrhundert beibehielt.

Mit einer ersten baulichen Expansion im 18. Jahrhundert begann Bremgartens jüngere Geschichte: Das Schloss Bremgarten wurde neu gebaut, mehrere Landsitze, grössere Bauernhöfe sowie zahlreiche Kleinbauern- und Gewerbehäuser entstanden. Ende des 19. Jahrhunderts setzte mit dem Ausbau der bedeutenden Industrieanlagen in der benachbarten Felsenau ein nächster Wachstumsschub ein, der allerdings zu einer Verschärfung der alten sozialen und wirtschaftlichen Probleme führte.

1946 wollte Bremgarten seine Selbständigkeit aufgeben, doch die Stadt Bern lehnte eine Eingemeindung ab. Eine kräftige Finanzspritze löste in den 1950er Jahren die letzte bauliche Expansion in der nur 1,9 km² grossen Gemeinde aus. In den nächsten Jahrzehnten wurde hier mehr gebaut als in allen Jahrhunderten zuvor. Das bäuerlich-dörfliche Bremgarten wandelte sich zu einer von Einfamilienhäusern und verdichteten Wohnquartieren geprägten Agglomerationsgemeinde. Mit dem Ausbau des Strassennetzes und des öffentlichen Verkehrs, mit dem Bau von grossen Schul- und anderen Gemeindeanlagen wurde auch die Infrastruktur den neuen Verhältnissen angepasst. Zwei Ortsplanungen lenkten die Entwicklung und tragen dazu bei, dass mit der Aarelandschaft, dem Hoger und dem Birchiplateau ausgedehnte, naturnahe Erholungsräume erhalten bleiben.

Bis 1880 hiess die Gemeinde noch Bremgarten Herrschaft (zur Unterscheidung von der im gleichen Jahr mit Kirchlindach fusionierten Gemeinde Bremgarten Stadtgericht).

Neubrück

Die älteste Aarebrücke im Raum Bern ist die Neubrück bei Bremgarten. Sie wurde 1534/35 erbaut. Die mit Ziegeln überdachte Holzbrücke erstreckt sich 93 m über die Aare. Sie verbindet Bremgarten mit der Hauptstrasse 236, die durch den Bremgartenwald nach Bern führt. Die Brücke befindet sich auf Berner und Kirchlindacher Gemeindeboden.

Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der Kulturgüter in Bremgarten bei Bern

Politik

Die Wähleranteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2015 betrugen: SP 24,9 %, SVP 19,5 %, BDP 10,9 %, GPS 11,3 %, FDP 15,7 %, glp 9,8 %, CVP 3,2 %, EVP 1,8 %, EDU 0,7 %.[2]

Sonstiges

Die als Bremgarten bekannte Rennstrecke, auf der von 1934 bis 1954 der Grosse Preis der Schweiz für Automobile sowie zwischen 1949 und 1954 der Grosse Preis der Schweiz für Motorräder ausgetragen wurde, lag nicht in der Gemeinde Bremgarten, sondern im Bremgartenwald, der zur Stadt Bern gehört.

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Bremgarten bei Bern  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. >Wahlen 2015 : Resultate der Gemeinde Bremgarten. Kanton Bern , abgerufen am 18. März 2016

Kategorien: Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Bern | Schweizer Gemeinde | Ort im Kanton Bern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Bremgarten bei Bern (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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